Raucherabteil adé
Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Allerdings hab ich bislang nicht gewusst, dass Spanien das Raucherabteil Europas genannt wurde. In der MZ musste ich jedoch einen Artikel lesen, der mich gerade darüber und über die vielen drastischen Veränderungen Spaniens betreffend des Raucherverhaltens informierte. Wer selbst wissen will, was in Spanien ab 01.01.2006 nicht mehr möglich ist, und wohin die Spanier den blauen Dunst zu verbannen versuchen, der sei auf den entsprechenden Artikel in der MZ verwiesen.
Persönlich bin ich der Auffassung, dass mit solchen gesetzlichen Rahmenbedingungen nur ein Tropfen auf den heißen Stein gegossen wird und dies mitunter sogar noch relativ unfair gegenüber den Rauchern rechtfertigt wird. Immerhin hat der Staat lange Jahrezehnte an den Rauchern verdient, vermittels Steuereinnahmen, und wird dies auch in Zukunft noch tun. Jedoch wird den Qualmern der Genuss verdorben, indem sie zusehends stigmatisiert werden und ihnen zusätzlich der Lebensraum beschnitten wird. Da es sich in diesem Fall um ein Suchtproblem handelt, sind solche Ad-hoc-Aktionen relativ unberechenbar in ihren Auswirkungen vorherzusehen. Der Kampf der Süchtlinge gegen die Droge wird dadurch erschwert, dass sehr viel Druck über eine Art Drohkulisse erzeugt wird. Das fördert den Gedanken der Entwöhnung nicht, im Gegenteil, es schadet ihm vor allem.
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Tags Rauchen, Spanien, Sucht
Kategorie Glocal, Politics · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
