Halbherzige Bekenntnisse…
… erringt die Weltgesellschaft wohl immer dann, wenn es um das liebe Geld geht. Abgesehen davon, dass ich der Meinung bin, die Worte Mahmud Ahmadineschads würden viel zu heiß gekocht, ziehen die selbst ernannten Entscheidungsträger der Opposition der so genannten Achse des Bösen lieber den Schwanz ein und schauen am Ende doch nur auf das Eine.
In der Spiegelausgabe 51 vom 19.12.2005 war zu lesen:
Der Sturm der Entrüstung über die antiisraelischen Ausfälle [Ahmadineschads, A. T.] war gewaltig und einhellig. (S. 107)
Und trotzdem heißt es am Ende, wie so oft, man wüsste zwar, wie man einen Boykott anstrengen könnte, doch leider ist er in unseren Augen zu kostspielig. Das wiederum ist viel zu sehr geheuchelt. Denn selbst die Amerikaner fürchten Sanktionen gegen Teheran in Form, z. B. eines Ölboykotts. Warum?
China und Japan, zwei der größten Kunden Teherans, würden ihn wohl nicht mittragen, und ein steiler Anstieg des Ölpreises würde auch der US-Ökonomie schaden.
Am Ende passiert also wieder nichts, weil alle Angst um ihre eigenes Portmonee haben. Wirklich überzeugend ist diese Haltung jedoch nicht. Denn, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
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Tags Ahmadinedschad, Iran, Israel, Spiegel, USA, Öl
Kategorie Glocal, Politics · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
