Pfui Spinne!
Deutsche Firmen, die sich im iranischen Atomprogramm, so schreibt’s der Spiegel, haben einspannen lassen. Wie konnten sie sich nur einspannen lassen?! Vor allem die Jecke us Kölle?! Ne, dat jeht nu janisch. Von Atomschmuggel ist dort die Rede (vgl. S. 18, Ausgabe 8 vom 20. Februar 2006), und von Razzien in insgesamt 8 Firmen, die in Deutschland ansässig sind. Die DWW Nukleare Messtechnik GmbH in Köln, die mittlerweile Insolvenz angemeldet hat, soll Dreck am Stecken haben. Ja, was heißt denn das?! Welches Vergehens haben sich die deutschen Firmen, hat sich der ehemalige Geschäftsführer der Kölner DWW GmbH, Physiker Paul Walter W. denn schuldig gemacht?
Die Kölner Firma hat sich des Vergehens schuldig gemacht, einen “Hand-Fuß-Kleider-Kontaminationsmonitor” (HFKK) zu liefern. Das Gerät funktioniert wie eine Art Geigerzähler-Scanner-Kombinationsgerät, das anzeigt, ob jemand radioaktiv verstrahlt ist und sieht dabei eher aus wie eine altertümliche Körper-Balkenwaage, wie wir sie aus Ärztezimmern kennen. Lediglich bei der Lieferung, und den Wegen der Lieferung sind nach Annahmen der untersuchenden Behörden Unstimmigkeiten zu Tage getreten. Persönlich finde ich ja, dass das immer sehr subjektiv ist. Während Trevor Ockmonek beispielsweise nur eine Rinderhälfte im Garten vergräbt, hält ALF ihn ja für den Mörder seiner Frau, die wiederum nur wegen eines Streits für einige Zeit zu ihrer Mutter (Schwester?!) gefahren ist.
Nach “Einschätzung der Emittler“, wie es im Spiegel heißt, wird, weil der Empfänger des Gerätes in Dubai verortet gewesen ist, zumindest der Verkauf des HFKKs als Tarnaktion bewertet. Die Ermittlungen jedenfalls laufen noch, und der kleine Artikel hat vielleicht den ein oder anderen unmündigen Spiegelleser wieder dazu verführt, ein Paar Minuspunkte auf dem Konto der iranischen Atomaktionen einzutragen. So erzeugt am Ende die westliche Welt den Unmut über manche Mitglieder des Abendlandes selbst. Denn, solange die Ermittlungen nicht abgeschlossen sind – und auch dann muss man Urteilen nicht immer uneingeschränkten Glauben entgegenbringen (siehe z. B. die von den USA im Sicherheitsrat vorgebrachten Beweise im Fall der irakischen ABC-Waffen) -, werde ich mich davor hüten, überhaupt irgendwie Stellung zu beziehen, und jemanden für etwas zu verurteilen, was am Ende bloß zu heiß gekocht worden ist, weil sich damit besser Geld verdienen lässt. Hexenverbrennung, Judenvergasung, Mauerschüsse… wann immer man dem gemeinen Mann die Chance einräumt, ein Großer zu werden, indem er den anderen ans Messer liefert, werden vor allem immer die aus ihren Kammern kriechen, die sich einbilden, vom Leben zu hart bestraft worden zu sein.
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Tags ABC, DWW, Iran, Köln, Spiegel, Waffen-HFKK, Waffenhandel
Kategorie Glocal · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
