Lay tod, Skinnings für 24 Jahre in Haft

Veröffentlicht am  24. Oktober 2006 von  

Die Verantwortlichen des Enron-Skandals – wir erinnern uns?! 2001 meldete der Energieversorger, damals der zehntgrößte Konzern der USA mit 20.000 Mitarbeitern weltweit, Kokurs an. Untreue, Verschwörung, Bilanzfälschung… nur einige der Anklagepunkte in diesem Fall. Einer der Ex-Manager, Kenneth Lay, er starb im Juli und entzog sich so der texanischen Justitia. Sein Alter-Ego, Managerkollege Jeffrey Skillings hat es hingegen nicht so gut erwischt. Er darf in der Folge nicht die Radießchen von unten betrachten, sondern aller Voraussicht nach ein texanisches Staatsgefängnis von innen. Auf 24 Jahre hat man das Strafmaß nun festgesetzt.

Im amerikanischen Bundesstaat Texas gelten zum Teil die strengsten Gesetze. Auch die Todesstrafe ist dort ein Mittel der Judikative. Es mutet trotzdem zynisch an, gerade von dem Flecken Erde eine derart brachiale Strafe wegen eines Wirtschaftsvergehens anzuordnen, um das es sich im Groben und Ganzen ja handelt. – Die Familie Bush und ihre Anhänger stammen aus Texas und sind selbst Meister im Rechtsverdrehen, wenn es um Wirtschaftsangelegenheiten geht. Dubiose Machenschaften könnte man ihnen nachsagen wollen, zumindest aber das Lancieren einer Grauzone vorwerfen, in der sie immer über Los ziehen und immer den Gewinn zu eigenen Gunsten einstreichen – ganz ohne Wettbewerb. Wir werden den Tag eventuell noch erleben, an dem der Begriff der Pressefreiheit in den USA mehr als nur ein oberflächliches Aushängeschild sein wird und die Journaille den Bush-Clan auf Justitias Waage ausliefert.

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