Tippfehler oder Mangel an Repräsentativität
DigiTV berichtet über eine Emnid-Umfrage, in der man “100″ Leute über 16 Jahre im Bundesgebiet befragt habe. Während man dies manchmal tut, um das allgemeine Fernsehverhalten festzustellen, ging es in diesem Fall um die Beliebtheit der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten. 35% aller Leute ab 14 Jahren, die im Bundesgebiet ausgewählt wurden, um die Fragen zu beantworten, sie votierten für den Erhalt der öffentlich-rechtlichen Sender. 54% der Besserverdienenden (1500 Euro netto + X) und gut zwei Drittel der Akademiker sprechen sich ebenso für ARD und ZDF aus. Selbst wenn man eine Null anhängt – wie viel sind dann 54% der Besserverdienenden? Wenn man demographisch verfährt, müsste man diese Gruppe nur anteilig befragen, wenn man von denen innerhalb der 100% nur gut die Hälfte zur Hand nimmt, machen am Ende vielleicht eine Hand voll Leute eine Meinung?! Sozialwissenschaftler würden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen.
Wir müssen mehr und mehr aufpassen, uns nicht von solchen Dingen beeinflussen zu lassen. Ein Beispiel, dass ich gerne bei der Hand nehme: Die Schlagzeile der BILD-Zeitung, in der es hieß, Grünenpolitiker wollten 5Euronen für den Liter Benzin verlangen. Trotz anteiliger Regierungszeit ist es dazu nicht gekommen. Journalismus sollte sich selbst ein wenig mehr Verantwortung einimpfen und nicht ins Fiktive abdriften.
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Tags BILD-Zeitung, DigiTV, Emnid, Repräsentativität, Soziologie, Umfrage
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
