StudiVZ: Studentenvertretungen beziehen Stellung, oder auch nicht?!
{1}Jörg-Olaf Schäfers erwähnt in einer Fußnote eines Blogartikels, dass er den AStA der Uni Paderborn um eine Stellungnahme im Falle StudiVZ gebeten hat. Diese steht noch aus. Kleinbloggersdorf holt aus, man holt sich öffentliche Meinungen ins Boot der Blogblase. Ergo schrieb ich vorhin dem AStA der RWTH Aachen ein Mail. Sowohl als Student der TH, wie auch als Genosse Gutmensch aus Kleinbloggersdorf kann es mein Anliegen sein.
Der fzs distanzierte sich gestern bereits von dem zuvor in der Presse (vgl. taz) beschrieben Vorhaben der fzs-ler, mit den Machern des StudiVZ gemeinsame Sache zu machen. Muss der RCDS Münster nun auch umdenken und ein Wahlversprechen brechen?! Kai Siering berichtete gestern darüber in seinem Blog. Die studentische Vertretung der FU- und der ReferentInnenrat der HU-Berlin hatten bereits eindeutig gegen StudiVZ Stellung bezogen.
Während man munter auf die Stellungnahmen wartet noch ein kleines Gedankenspiel, warum die Stellungnahme des AStA Paderborn besonders lange auf sich warten lassen könnte. Immerhin gibt es vor Ort eine lokalen Studenten-Community study-life.de. Die Seite ist ein Universitätsportal, welches durch ein studentisches Projekt entstanden und im Zuge einer Diplomarbeit von zwei Studenten an der Universität Paderborn konzipiert, entwickelt und eingeführt wurde. Dies geschah mit teilweiser Unterstützung des AStA-Paderborn, weiterhin hat der AStA nichts mit der Plattform zu tun. Dennoch könnte man vielleicht gewillt sein, den Leisetreter zu mimen, da man die negative Presse fürchtet. Angesichts nur 136 registrierter Benutzer für diese Community erscheint das jedoch eindeutig zu hoch gegriffen. Nichtsdestotrotz könnte sich dann nämlich schlechte Presse sehr schnell einstellen, wenn man feststellt, dass auch die Parderborner Studenten-Internetplattform schlecht gesichert ist. Schlechter als StudiVZ? Geht das überhaupt? Wie bereits geschrieben, besserten die Berliner um Dariani nach, jetzt kann ihnen so schnell keiner mehr an den Karren pinkeln, oder?! Abwarten. Tee trinken. Wir werden sehen, wie eine gute Freundin von mir immer zu sagen pflegt.
Was hat das alles für Auswirkungen auf das originale Plagiat StudiVZ? Kai Siering findet in seinem Blogeintrag die richtigen Worte, schreibt er doch, dass
“[...] die theoretisch existente Konkurrenz in fünf Tagen Downtime von Studivz es nicht hinbekommen hat, sich auch nur annähernd Gehör zu verschaffen oder gar sich als Alternative zu präsentieren. [...]” (blogdoch.net)
Siering machte sich die Mühe, mithilfe von Alexa etwaige gleichwertige Gegenspieler von StudiVZ ausfindig zu machen. Er fand: Einzig die Münchner Lokalisten hatten in der jüngsten Vergangenheit einen halbwegs anhaltenden Besucherstrom, der in etwa die Werte des StudiVZ erreichte. Vorteil der Lokalisten? Vielleicht der Dr.-Grad in der Führungsetage. Man weiß es nicht. Und wieder: Abwarten. Tee trinken. Wir werden sehen. — Von etwaigen Sicherheitslöchern bei den Lokalisten und übrigen möchte ich diese Nacht nicht träumen.
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Tags Aachen, AStA, Berlin, FU, fzs, HU, Lokalisten, Paderborn, RCDS, Studentenvertretung, StudiVZ, study-life
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 1 Kommentar

May 21, 2007 · 4:52 pm
[...] Letztes Jahr, Anfang Dezember, kurz nach dem Zenit des Skandals, bezogen die StudentenvertrerInnen Stellung. Sowohl Beteiligte der FU-Berlin als auch der HU-Berlin äußerten sich kritisch gegenüber dem [...]