14. December 2006

Les Blogs die Vorgeschichte zum diesjährigen Le Web 3

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Nur der Vollständigkeits halber sei erwähnt, dass der von Loic Le Meur initiierte Kongress Les Blogs mit Skandalen in Serie geht. Bereits letzten Dezember kam es zu einem, für solche Verhältnisse, ordentlichen Fauxpas. Dieser wird maßgeblich von den Wörtern “bullshit” und “asshole” angetrieben. Es gibt zwei Streitparteien, die sich aber offensichtlich im Anschluss an den Vortrag wieder versöhnen konnten. Anbei ein Verweis zu einem Quicktime-Video, das zeigt, worum es geht.

Ben Metcalf (BBC Blogger), der nachträglich in seinem Blog einen Bericht (engl.) über die Geschehnisse verfasst hat, ist in diesem Fall das “asshole”. Er wurde von Mena Trott, Mitbegründerin und Vorsitzende des Internetunternehmens Six Apart, so bezeichnet. Das allerdings nur, weil er sich herausnahm, den Vortrag von Mena mit dem Etikett “bullshit” zu kritisieren. Er fand die Art und Weise, wie eine Amerikanerin, zudem aus dem Westen der Vereinigten Staaten, sich über die europäische Bloggerkultur ausließ daneben. Sie forderte einen anderen Umgangston innerhalb von Kommentarsträngen und wollte dies sogar regulieren (vgl. Metcalfs Bericht).

Ihre heftige Reaktion bewies genau das Gegenteil von dem, was sie selbst einforderte. Offensichtlich nahm Trott es persönlich, und, wie Metcalf beschreibt, tat sie dies schon den ganzen Vortrag über. Als Geschäftsführerin von Six Apart ist Frau Trott ein Teil der Öffentlichkeit geworden und kam in der Blogosphäre nicht immer gut weg. Das könnte ein Grund für ihre gängelnde Brandrede, pardon, für ihren Vortrag und ihre nachträgliche Entgleisung gewesen sein. Der diesjährige Kongress Le Web 3 steht unter dem Stern politisch okkupiert worden zu sein.

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Kategorie Media · Autor · 2 Kommentare


2 Kommentare

  1. Pingback von Le Web (3): Das politische Skandalon - Teil 1 - Sajonara.de - Internetmagazin
    December 14, 2006 · 8:10 am

    [...] In einem kurzen, einleitenden Artikel verwies ich bereits auf den letzjährigen “Skandal” des von Loic Le Meur initiierten Kongresses in Paris. Der diesjährige Event, Le Web (3), er ist vorbei. In der Folge schwappt eine Unmutswelle durch die Blogosphäre. Hatte man doch pro Kopf 300 Euro ausgegeben, um sich in Paris mit der Expertise um das Web-Zeitgeschehen berieseln zu lassen. Es sollte anders kommen. Doch ehe ich den Kritikern ein wenig Raum zur Darstellung gebe, soll nicht unerwähnt bleiben, dass es durchaus auch andere Stimmen dazu gibt. [...]

  2. Pingback von Le Web (3): Das politische Skandalon - Teil 3 - Sajonara.de - Internetmagazin
    December 15, 2006 · 8:53 am

    [...] Es müssen Köpfe rollen. Wer hat das gesagt? Nun, wir erinnern uns, Frau Trott von Six Apart nahm letztes Jahr dieses Wort in den Mund. Sie hat ihren Job nicht verloren. Loic Le Meur, er schrieb dasselbe Wort (”asshole”) in den Ableger des Techcrunch-Blogs für UK und Irland. Loic Le Meur hat seinen Job auch nicht verloren, einzig verspielt er derzeit in der Blogosphäre sein Ansehen. Für einen Großteil der bloggenden Fraktion unter den 1000 Teilnehmern an Le Web 3 gilt er als Initiator des politischen Skandalons, und nun hat auch noch der Herausgeber von Techcrunch UK seinen Job wegen Loic verloren. Techcrunch UK wurde daraufhin vorerst eingefroren, wie vorgestern Michael Arrington in einem Blogeintrag dort klarstellte. [...]

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