17. December 2006

Ayaan Hirsi Ali: Warum sie den Holocaust leugnen

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Foto von Ayaan Hirsi AliAyaan Hirsi Ali (engl.), gehört mit zu den bekanntesten Somali dieser Welt. Die Frau, die in den Niederlanden Asyl fand — während man es ihrer Halbschwester verwehrte — lebt heute in den USA. Sie hat sich als Politikerin in den Niederlanden verdient gemacht, ist als Feministin aufgetreten und hat sich als Islamkritikerin gezeigt. Ali schrieb einen Beitrag für die LA Times (engl.), in welchem sie vor allem einen Grund dafür nennt, warum Teile der islamischen Welt den Holocaust leugnen.

Ali tut dies aus aktuellem Anlass, hat doch Irans Präsident Ahmadinedschad “Fachleute” aus aller Welt in sein Land eingeladen, um ihm auf einer Konferenz bei der endgültigen Beantwortung der Frage, ob es den Holocaust gab oder nicht, eine fundierte Meinung beizusteuern.

Sie erzählt aus der Zeit, in der sie in die Niederlande kam, die Sprache lernte, und zum ersten Mal Geschichtsunterricht bekam, der sie darüber aufklärte, dass in Zentral- und Osteuropa in der Zeit des Zweiten Weltkriegs nahezu 6 Millionen Juden getötet wurden. Ali schildert eine Begegnung mit ihrer Halbschwester, die selbst den Fakten aus einem Geschichtsbuch keinen Glauben schenkte, aus Prinzip oder Ignoranz. Mit großer Überzeugung soll ihre Schwester gesagt haben:

“It’s a lie! Jews have a way of blinding people. They were not killed, gassed or massacred. But I pray to Allah that one day all the Jews in the world will be destroyed.” (LA Times)

Ali verwunderte die Aussage ihrer Halbschwester nicht, kannte sie doch das Erziehungswesen in Saudi Arabien. Die Mutter, die Nachbarn, und selbst die Lehrer hätten immer wieder den Standpunkt gepredigt, dass Juden böse seien. Man informierte sie nie über den Holocaust, gleichwohl schwor man sie jedoch darauf ein, dass die Juden Feinde der Muslima seien, so Ali.

In der Zeit als Teenager, in Kenia, erreichte die geldwerte Sympathie der Saudis und der persischen Golfstaaten das Land. Spenden für Krankenhäuser und der Bau von Moscheen waren ein Zeichen der Menschenfreundlichkeit der Islamisten. Dies wurde benutzt, um auf der anderen Seite, fortan die Not, die vor Ort herrschte, demagogisch den Juden anzulasten, so Hirsi Ali. Jeder Kindstot wurde den Juden zugeschrieben. Die Ursache allen Übels seien ebenjene.

Ali kann die Schockierung in der westlichen Welt nicht nachempfinden, die sich wegen der Konferenz von Mahmoud Ahmadinedschad zur Aufklärung des “Holocaust-Mythos” jetzt einstellt. Ali kennt den Grund, warum die Muslima nicht an den Holocaust glauben können:

“For the majority of Muslims in the world, the Holocaust is not a major historical event that they deny. We simply do not know it ever happened because we were never informed of it.” (LA Times)

Erschreckend findet Ali außerdem den Einklang, den Gleichschritt in dieser Frage von allen 57 Teilnehmerstaaten der Islamischen Konferenz. Sie vergleicht die Situation in den vergangen Jahrzehnten in der arabischen Welt mit der zuvor, die in Deutschland und Zentraleuropa vorlag. Man flößt dem Volk heute die Propaganda ein, dass es den Holocaust nie gegeben hätte. Aus diesem Grund, kommt Ali zum Abschluss, muss man die Leute auf der ganzen Welt immer und immer wieder auf dieses historische Ereignis hinweisen.

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Kategorie Glocal, Politics · Autor · 1 Kommentar


Ein Kommentar

  1. Pingback von Warum man einem Zahlwort so Unrecht tut?! - Sajonara.de - Internetmagazin
    February 6, 2007 · 6:53 am

    [...] ihrer Seite werben PI sogar für Solidarität mit Ayaan Hirsi Ali. Ich bezweifle stark, dass diese Menschenrechtlerin sich derart gegenüber dem Islam hervortun wollte, wie PI dies tun. PI berichten von den zuletzt [...]

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