Blogcounter sieht sich Spamvorwürfen ausgesetzt (1)
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Die Webseite des Jahres 2006, Blogcounter.de, von ihren Benutzern dazu gewählt, sieht sich nun SPAM-Vorwürfen ausgesetzt. Schönes Weihnachtsgeschenk, oder? Wenn man sich als Seitenbetreiber bei Blogcounter anmeldet, wird man darauf hingewiesen, man möge doch bitte den HTML-Quellcode für den Zähler “so”, also unverändert, in seine eigene Seite übernehmen. Das hat offensichtlich nicht nur den Hintergrund, dass der Zähler ansonsten nicht funktionieren täte. Diese Anschuldigungen stammen vom “Nachtwächter” alias Elias Schwerdtfeger. Beide Namen gelten als wenig gesichert. Schreibt der Verantwortliche im Impressum seines Blogs doch selbst:
Diese Anonymität ist reiner Selbstschutz des Nachtwächters. Der Nachtwächter hat bei anderen Projekten im Internet schon vieles erlebt. Es reichte von mehreren tausend Spam-Mails am Tag über telefonische Drohanrufe bis hin zu einem Schlägertrupp vor seiner Haustür. Das alles nur, weil er eine harmlose und unbedeutende Meinung geäußert hat, die offenbar einigen Menschen nicht gefiel. Der einzige Schutz gegen solche Attacken, die feige aus dem Schutz der Anonymität heraus erfolgen, ist es, selbst in der Anonymität zu verweilen. (Impressum)
Der eigentliche Vorwurf des Nachtwächters lautet wie folgt:
Dieser Code [der Blogcounter-Code] enthält für einige Blogs einen Link auf andere Websites, deren Ranking auf diese Weise durch die Verlinkung gehoben wird. Der Spam-Link wird normalerweise nicht sichtbar, da er durch den eingeblendeten Zähler von BlogCounter ersetzt wird, wenn der Server von BlogCounter funktioniert und nicht JavaScript im Browser abgeschaltet wurde. Für den Robot einer Suchmaschine erscheint dieser Link jedoch als ganz gewöhnlich gesetzter Link, der in die Ranking-Algorithmen einfließt und die so mit Spam beworbenen Internetsites in der Ergebnisliste nach oben befördert. (Blogcounter nochmal)
Nachdem Blogcounter alle Nase lang mit Ausfällen zu kämpfen hat, ist dieser Vorwurf allerdings nicht neu. Genau genommen ist er schon über ein Jahr alt, wie man im Hirnrinde-Blog nachlesen kann. Der Autor von Hirnrinde, Stefan Evertz, hat einige URLs zusammengetragen, die sich unter den Neuanmeldungen bei Blogcounter fanden, und die auf lustich.de im Geheimen verlinken. Dazu gehör(t)en u. a.:
- www.slab-mag.com
- www.philipp-thom.de/1000faces/
- astravis.de
- www.cross-golf.eu
- aufsmaulsuppe.blogger.de
- www.victoriarobinson.de/blog/
- montyzuma.blogspot.com
- hmhm.twoday.net
Den URL http://www.lustich.de hatten neben Stefan Evertz von Hirnrinde auch der Nachtwächter u. a. m gefunden. Betreiber dieser Seite? Thomas Promny. — Mein Countercode von Blogcounter weist keinen externen Link auf. Mehr zu den Vorwürfen und dem bereits in die Kritik geratenen Thomas Promny an anderer Stelle.
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Tags Blogcounter, Spam, Thomas-Promny, Vorwurf
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 3 Kommentare

December 25, 2006 · 2:54 pm
[...] Wie bereits erwähnt, sieht sich der Blogcounter-Betreiber Spamvorwürfen ausgesetzt. Diese sind nicht neu. Ich stimme mit Evertz von Hirnrinde überein, wenn dieser schreibt: “Ich gehe eher davon aus, dass viele Benutzer den HTML-Schnipsel entweder nicht verstehen oder einfach nicht darüber nachdenken. Insofern haben sie sich möglicherweise einen solchen Link “unterschieben” lassen, ohne dass sie es gemerkt haben (oder erneut darauf hingewiesen wurden).” (Blogcounter: nichts dazugelernt?) [...]
December 25, 2006 · 4:22 pm
Zu meiner Urheberschaft: Der Name “Elias Schwerdtfeger” ist ebenfalls ein Pseudonym, das wurde von Ihrer Seite sehr richtig als “wenig gesichert” bewertet. (So viel Sorgfalt ist in Presse und Internet richtig selten geworden, ein dickes Lob von mir!) Eine kurze Suche nach diesem Pseudonym wird allerdings viel von dem armen und obdachlosen Künstler offenbaren, der hinter diesem Pseudonym steht.
December 25, 2006 · 4:37 pm
@Nachtwächter: Das ist richtig, aber prinzipiell spricht ja nichts dagegen, dass es zufällig auch einen realen Elias in der heutigen Zeit gäbe. Bei der Blogbar hatte unter dem Spitznamen Thomas G. jemand auf Ihren Artikel hingewiesen. Evtl. könnten auch das Sie selbst gewesen sein. *G* Nein, das wäre haarsträubend, aber auch nicht unmöglich. Nur, dann dreht man sich im Kreis. Es ist ja auch für den Kontext an dieser Stelle nicht unbedingt von Belang. Domainabfragen, sind, mh… nur bedingt informativ, wie ich in der Vergangenheit auch schon gemerkt habe. Nicht immer sind registrierte Personen mit den Betreibern identisch. IPs zurückzuverfolgen ist auch nicht sicher. Wenn ich meine eigene IP alleine zurückverfolge, dann werde ich an einem anderen Ort lokalisiert, als ich mich tatsächlich befinde. Ein wenig beruhigt mich das. *G* Macht es für Recherchezwecke allerdings ein wenig schwierig.
Weiterhin frohes Schaffen. Kennen Sie JMR Lenz? Oder Georg Büchner?