Blogcounter sieht sich Spamvorwürfen ausgesetzt (2)
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Wie bereits erwähnt, sieht sich der Blogcounter-Betreiber Spamvorwürfen ausgesetzt. Diese sind nicht neu. Ich stimme mit Evertz von Hirnrinde überein, wenn dieser schreibt:
Ich gehe eher davon aus, dass viele Benutzer den HTML-Schnipsel entweder nicht verstehen oder einfach nicht darüber nachdenken. Insofern haben sie sich möglicherweise einen solchen Link “unterschieben” lassen, ohne dass sie es gemerkt haben (oder erneut darauf hingewiesen wurden). (Blogcounter: nichts dazugelernt?)
Unter Paragraph 4.1 der AGB von Blogcounter allerdings wird dieses Vorgehen legitimiert, dort steht geschrieben:
Der Benutzer stimmt der Einblendung von Werbebannern, Werbetexten, Popups und Popdowns bei Benutzung der Leistungen von Blogcounter.de zu. (Blogcounter AGB)
Folglich liegt es in der Verantwortung der Nutzer von Blogcounter, zu entscheiden, ob sie den Dienst weiter verwenden. Jeder, der den Countercode von Blogcounter in seine Seiten eingebaut hat, sollte diesen überprüfen. Das “Entfernen” des Werbelinks, es würde die Blogosphäre und das Web etwas “gerechter” machen. Sind doch z. B. solche Backlinks ein ausschlaggebendes Kriterium, nach welchem die Seiten in den Top-Rankings möglichst weit oben landen. Dass der Zähler, nach dem Entfernen des Werbelinks nicht mehr funktioniert, ist unwahrscheinlich. Technisch unmöglich ist es allerdings nicht, vielleicht wird auch stichprobenartig von Hand vom Betreiber von Blogcounter der Quellcode einer Seite überprüft.
Jener hat bei Hirnrinde im Kommentarstrang, Anfang Dezember (09.12., 15:50 Uhr) wohl auch Stellung genommen:
Der Betrieb eines Service wie BlogCounter.de kostet eine Menge Geld und wird in unserem Fall durch Werbung finanziert. Wer das nicht akzeptieren möchte, muss den Service auch nicht nutzen. [...] (Blogcounter: nichts dazugelernt?)
In der Folge habe ich dem Betreiber von Blogcounter, Christian Mielke, ein Interview angeboten. Mehr dazu, wenn ich Antwort auf mein Mail erhalte.
Gleichwie gab es bei Evertz ja den Hinweis, dass als admin-c der Seite lustich.de der schon ein Mal in die Kritik geratene Thomas Promny zu finden sei. Bereits vor einem Jahr wurde vermehrt ein Werbelink auf einen von Promnys Blog Stadtblog bei Blogcounter integriert. Indirekt lässt sich zwischen Mielke und Promny nicht nur über die Werbelinks eine Verbindung herstellen; als technischen Ansprechpartner für die Domains lustich.de, blogcounter.de aber auch tracker.de, ein anderer Zählerdienst mit ähnlichem Countercode, steht immer dieselbe Firma eingetragen, eine ISP4P IT Services von Oliver Dzombic.
Außerdem fand sich in einem der Kommentare auf Evertz’ Seiten noch der Hinweis auf ein nationalsozialistisches Angebot, dass den Zählerdienst von Blogcounter verwendet, und in den Top-Rankings dort auftaucht. An bereits zitierter Stelle allerdings nahm der Blogcounter-Betreiber auch dazu Stellung:
[...] Mit “rechten braunen Domains” meinst du vermutlich nationalsozialismus.de. Wir kontrollieren das Blog regelmäßig und konnten bisher keine strafrechtlich Relevanten (sic!) Äußerungen darin finden. Also entscheiden wir uns gegen Zensur. (Blogcounter: nichts dazugelernt?)
Dieser Blog, von dem dort die Rede war, er scheint jedoch offensichtlich nur eine Art Informationsportal zu sein, dass über den Nationalsozialismus aufzuklären sucht. Ein Schnellschuss eines der Kommentierer bei Evertz also?! Wir werden sehen. Mehr zu Promny und etwaigen anderen Verwicklungen an anderer Stelle.
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Tags Blogcounter, Nationalsozialismus, Spam, Thomas-Promny, Vorwurf
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 2 Kommentare

December 25, 2006 · 7:43 pm
Nur um einem Mißverständnis vorzubeugen: Gemeint war, das Thomas Promny als Admin-C der verlinkten Domain (www. lustich .de) eingetragen war (und ist) – nicht als Admin-C von Blogcounter.
December 25, 2006 · 7:57 pm
Ah verstehe. Das war aus dem Blogeintrag nicht so ersichtlich gewesen. Ich hatte es so gelesen, dass Promny als admin-c von Blogcounter ne Weile gelistet war.