27. December 2006

23C3: Hacking the Electoral Law

23C3 Apfel-LogoWie man das Wahlgesetz “hackt” hat Ulrich Wiesner keineswegs in seinem Vortrag “Hacking the Electoral Law” beim 23ten C3-Kongress in Berlin zeigen können. Es ging primär darum, zu zeigen, wie die Grundsätze der freien und geheimen Wahl durch Verordnungen und Gesetze für elektronische Wahlverfahren von den Gesetzgebern manipuliert werden, respektive ad absurdum geführt werden. 51 Folien, die in einer Dreiviertelstunde dem Publikum präsentiert wurden. Lieber hätte sich Herr Wiesner für mehr Kompaktheit anstatt für Quantität und Redundanz bei der Informationsverarbeitung entscheiden sollen.

Nun ist es in der Tat nicht so, dass die Anzahl der Folien, oder meinetwegen die Zahl der Fußnoten per se und immer ein Urteil über den Text oder den Vortrag zulassen. Ferner liegt es mir fern, “zu viel” Kritik äußern zu wollen, da ich durchaus Respekt für die Vortragenden bei so einer Konferenz habe. Gleichwie, Herr Wiesner hat ein ohnehin von vielen Websurfen nicht als “hip” empfundenes Thema nicht gerade leicht verträglich gestaltet. Es sei ihm dafür gedankt, dass er ein bisschen Aufmerksamkeit auf die Verknüpfung von Politik und Technik gelenkt hat, jedoch war sein Vortrag viel zu träge.

Darzulegen, dass die Prinzipien der geheimen und freien Wahl ad absurdum geführt werden und davon zu reden, dass technische Verfahren prinzipiell aus der Stimmabgabe eine unkontrollierbare “Blackbox” machen, hätte man mit Sicherheit zu straffen vermocht. Denn das ist im Wesentlichen die Quintessenz aus Wiesners Vortrag. In der Diskussion hat Wiesner angedeutet, dass er prinzipiell nichts gegen neue Technologien einzuwenden hat, allerdings noch keine akzeptablen Verfahren für die elektronische Wahl sieht.

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Kategorie Media, Politics · Autor · Keine Kommentare


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