Der willkürliche Tod in der Welt
Während sich die Fernsehsender immer näher an das Neue Jahr herantasten, bin ich über obige Landkarte gestoßen. Sie bietet just wegen der Hinrichtung Husseins einen interessanten Einblick. Ich bitte auf die Grafik zu klicken, um auf ein größeres Exemplar weitergeleitet zu werden, das überdies aus der Quelle der Wikimedia stammt. Lediglich alle “blau” eingefärbten Staaten verzichten vollends (abolished for all crimes) auf die Todesstrafe. Australien, Europa, Kanada… aber auch Teile Afrikas und andere Landstriche sind so frei, auf den Lebensentzug als Bestrafung für jedweden Rechtsbruch zu verzichten. Erstaunt war ich ebenso, zu erkennen, dass es durchaus Flecken in Amerika gibt, die auf dies sehr selbstgerechte Verfahren der Todesstrafe verzichten.
In Großteilen Südamerikas lehnt man die Todesstrafe weitgehend ab, allerdings kann es Umstände geben, die ihren Einsatz rechtfertigen, so z. B. der Kriegszustand (abolished for crimes not committed in exceptional circumstances (such as in war time)). Orange und vor allem rot eingefärbte Staaten der Erde sind wesentlich für die Todesstrafe. Zwar heißt es in den orange-gefärbten Ländern, “in der Praxis” würde die Todesstrafe nicht eingesetzt, diese Formulierung allerdings lässt viel zu viele Spielräume, als dass eben nicht doch in etlichen Fällen schon die Todesstrafe als Bestrafungspraxis auserwählt worden wäre.
Die rot-gefärbten Länder interpretieren die Todesstrafe durchweg als “eine” Möglichkeit, wenn es um die Bestrafung von Straftätern geht. In solchen Ländern, vor allem aus Nordamerika, ist bekannt, das bereits Unschuldige zum Tode verurteilt wurden. Diese Willkür in der ach so tollen “Menschlichkeit” bereitet mir mehr als nur Kopfschmerzen. Ich möchte selbst jemanden aus dem Kreise der kapitalistischen Henker winseln sehen und seine Unschuld beteuern, und trotzdem auf den Scheiterhaufen geführt werden. Natürlich möchte ich das nur symbolisch verstanden wissen. Der Westen, allen voran Nordamerika, die Vereinigten Staaten, geben sich so modern, aber sind so wenig aufklärerisch wie nur irgendwas und oftmals eben mehr oder weniger steinzeitlich. Die Vorwürfe jedenfalls, die “jene” an “Andere” in der Welt richten, sie sind nicht nur in diesem Fall naiv. Gleiches mit Gleichem zu vergelten ist eine falsch ausgelegte Todsünde. Hingegen vor der eigenen Haustür zu kehren, ist den wenigsten Präsidenten unter dem Sternenbanner eingefallen. Dass der Klügere, die Geschicke lenken könnte, kann man von fundamentalistischen Evangelikalen, wie sie beispielsweise derzeit in den Staaten an der Macht sind nicht erwarten.
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Tags Hussein, Todesstrafe, Weltkarte
Kategorie Glocal, Politics · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
