8. January 2007

Du bist raus! Nein, bin ich nicht!

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Ist Ehssan Dariani nun drin oder nicht?! Zumindest steht er auf der Gästeliste des diesjährigen Digital Lifestyle Day. Den Aussagen Don Alphonsos zufolge war das nicht immer so. In der Zeit, da die Skandale nur so aus der Blogkannone der Blogbar schossen, wurde die Person Ehssan Dariani von ihm unmöglich gemacht. Nun allerdings, soll nach dem Kauf von Darianis Unternehmen StudiVZ Ltd. durch Holtzbrinck ein Auftritt wider Erwarten doch möglich sein?! Darauf weist zumindest Rainer Meyer in seinem Eintrag vom 07. Januar hin.

Fast ist man geneigt, an die CSU in Bayern zu denken und ihren Stoibär ;) , der zwar das Scheinwerferlicht absorbiert, dabei aber die Basis vergessen zu haben scheint. Ohne Blogosphäre keine Kultfigur. Von einem Informanten in Berlin ist die Rede, nicht erst seit heute, sondern immer mal wieder:

“Mein Informant berichtete, dass man vor dem Skandal, ähnlich wie einige andere Kongresse, beabsichtigt hatte, das neue Wunderkind der deutschen Startups bei diesem Event von Hubert Burda Media in München etwas sagen zu lassen. Tatsächlich war über Dariani bei der Website der Konferenz nichts zu lesen.” (Don Alphonso)

Das ist in meinen Augen ziemlich viel strategisches Geplänkel. Zu viel? Da Holtzbrinck nun das Ruder an sich gerissen hat, werden andere Winde wehen. Vieles nur ein Bluff? Am Ende wird sich zeigen, wer zuletzt lacht. Heiko Hebig zumindest, der offensichtlich auch an der Organisation des DLD in München beteiligt ist, sieht die Sache ganz anders und kommentiert daher in Timo Heuers Blog:

“Ich weiß nicht, welche Informanten der Don hat, aber da ich die letzten 3 Tage u.a. mit der Planung des DLDs verbracht habe, weiß ich, daß das, was der Don da sagt, so nicht stimmt.

Die Teilnehmerliste wird seit Ende Dezember laufend erweitert bzw. um bestätigte Zusagen ergänzt. Und das Auftauchen von Namen auf der Liste hat mit tagesaktuellen Ereignis sehr wenig zu tun.” (Hebig)

Das liest sich für Außenstehende ganz anders. Vielleicht findet sich die Wahrheit irgendwo dazwischen? Vielleicht erleben wir jedoch noch vor dem DLD den großen Knall und der Don holt den Maulwurf die Katze aus dem Sack, zaubert noch das ein oder andere Kaninchen aus dem Hut. Wir werden sehen. Nervös zu sein brauchen allerdings nur diejenigen, die wirklich etwas zu befürchten haben. Wenn Rainer Meyer davon ausgeht, dass das bei den Machern des Studierendennetzwerks der Fall ist, wird er Geschütze auffahren, bis das das Nervenkostüm der Gegenseite bricht. Er zwingt den Gegner zu Fehlern.

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Kategorie Media · Autor · 5 Kommentare


5 Kommentare

  1. Kommentar von Heiko Hebig
    January 8, 2007 · 8:45 pm

    Die Gästeliste zum DLD wird seit Ende Dezember bei Eingang der jeweiligen Anmeldungen laufend aktualisiert. Die letzte Aktualisierung erfolge heute; und es fehlen noch etliche Namen auf der Liste, da derzeit einfach sehr viele Einladungsbestätigungen bei uns eingehen. So einfach ist das.

    Auf etwaige Kaninchen im Hut bin auch ich gespannt und lasse mich gerne überraschen.

  2. Kommentar von Felix
    January 9, 2007 · 3:14 am

    Seit wann macht Herr Mayer irgendjemand nervös?
    Sicher nicht mehr StudiVZ. Die haben ihren Deal gemacht.
    Ach ich vergaß, der größenwahnsinnige, pardon, tapfere Don Alphonso hat ja seiner Meinung nach den Deal um viele Millionen gedrückt!

    Was ist eigentlich mit der von ihn vor Monaten gefundenen Sicherheitslücke und dem kryptischen Link?
    Immer noch Weihnachtsstress?

  3. Kommentar von Alexander Trust
    January 9, 2007 · 10:33 pm

    Ich denke schon, dass Herr Meyer einige nervös macht. Mal auf die, mal auf eine andere Weise.

    Die Sicherheitslücke hat doch der Hagen Fritsch schon erklärt.

  4. Kommentar von Felix
    January 10, 2007 · 12:38 am

    Ich glaube hingegen das er außerhalb der Blogszene niemanden mehr tangiert/nervös macht.
    Das hat er nur mit Sex/Nazi Vorwurf im Oktober/November geschafft als die Mainstreammedien aufgesprungen sind.
    Seitdem hat er nichts mehr “gerissen” auch wenn er es durch entsprechende Überschriften versucht zu kaschieren.
    Klar,Blogbar,du Alexander (wolltest du nicht eigentlich bei StudiVZ kürzer treten, wie wichtig ist da eine Meldung ob Dariani irgendwo eingeladen ist?) und Jörg-Olaf Schäfer könnt noch das ganze Jahr 2007 über jede Meldung/Nicht-Meldung bezüglich StudiVZ schreiben aber es wird jetzt nur noch die interessieren die eure Blogs sowieso lesen. Und selbst da wird es zunehmend langweilig, also ich kann das von mir sagen der ich monatelang jede Meldung über StudiVZ “aufgesaugt” habe, jetzt aber langsam das Interesse verliere weil es halt zum Großteil nicht mehr um StudiVZ geht sondern nur noch um Sachen die Communities, Verhalten im Internet generell betreffen.(Validisierung, was schreibt man in das Profil usw.) Oder um das Fehlverhalten einzelner User.
    (Was für eine Überraschung bei einer Million.)
    Und wenn das für mich schon langweilig wird dann für den Großteil der User/die Massenmedien ganz sicher.
    Aber hm..thematisiert man StudiVZ dann so lange weil es nichts interessanteres gibt? Weil die Leserschaft von Blogs und die Zielgruppe von StudiVZ oft deckungsgleich ist?

  5. Kommentar von Alexander Trust
    January 10, 2007 · 1:46 am

    Also, dass Dariani beim DLD dabei ist, ist sein Pech. Ob ich nun über den DLD berichte oder nicht. Ich finde du pauschalisierst für mich zu sehr. Was ich schreibe, oder worüber möchte ich nicht davon abhängig machen, dass es viele Leute lesen. Oder auch weniger Leute lesen. Ich persönlich habe “eigene” moralische Grundsätze und ich bewege mich in der Blogosphäre, mal mehr, mal weniger, und manches scheint mir erwähnenswert, anderes nicht. Manchmal fehlt mir auch “im Moment” die Zeit, aber später wieder die Motivation. Z. B. wollte ich selbst noch einige Statistiken aus den Datenbeständen von Hagen Fritsch erstellt haben, bin aber bislang nicht dazu gekommen, und werde es wohl auch nicht mehr schaffen. Dafür habe ich aber schon eine Bestätigung für ein Interview mit jemandem aus dem “Spielraum”-Projekt der FH Köln. Da geht’s auch um Medienkompetenz und ich habe auch Fragen bezüglich Killerspiele oder Altersunterschieden gestellt.

    Ich bin niemand, der das “schnelle Geld” unterstützt. Ob der Typ jetzt Dariani, Dolzer oder wie auch immer heißt. Es widerstrebt mir ideologisch. Zum Thema Datenschutz: Ich bin der Auffassung, Leute in meinem Alter sollten sich der Tatsache bewusst sein, wie gläsern sie im Netz sind. Der Datenschutz war nie mein Thema. Aber mir geht es um Umgangsformen, und ich stelle mich lieber auf die Seite der Benachteiligten und manchmal vertrete ich eben auch unpopuläre Meinungen. Da aber im StudiVZ ein Großteil der Nutzer angeblich unpolitisch ist, und das StudiVZ ja sowieso eine Spaßveranstaltung, nun also, da werden sich wenig Gemeinsamkeiten finden.

    Ich handle nicht nach Alphonsos Maximen, sondern nach meinen. Du dürftest du, weil du so ein aufmerksamer Leser bist, gemerkt haben, dass es mir um die Sache geht. Und wenn der Mayer etwas tut, was mir nicht passt, dann sag ich das genauso, wie wenn der D. etwas tut, was mir nicht passt. Ich habe Dariani z. B. im Blog von Schäfers in den Kommentaren auch an einer Stelle in Schutz genommen. Oh Wunder?! Für mich persönlich beißt es sich nicht, die Leute für etwas zu kritisieren, was man schlecht findet, sie gleichzeitig aber auch zu loben, wenn man etwas Positives vermerkt hat. Es ging in der Situation um die verbrämten Campus Captains, die sauer sind, weil man ihnen erzählte, der Laden würde nicht verkauft. Ob der Verkauf alleine auf dem Mist von Ehssan gewachsen ist, und wenn er sich rechtfertigen oder entschuldigen wollte, er wird es jetzt nicht mehr können, weil ich denke, dass jetzt, da das Ding verkauft ist, er nichts mehr nach außen tragen darf. Klappe halten zum Wohle der Firma ist die Devise. Dass die Holtzbrinck-Blätter uni sono nur noch Schönschreiberei betreiben, finde ich zu undifferenziert. Und wenn ich mir vorstelle, ich sei dort Journalist, würde ich mich fragen, ob ich nicht lieber den Job dort von allein an den Nagel hänge. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn man nicht offen seine Meinung sagen kann. Und auch wenn viele Leute das nicht können, weil sie es nicht gelernt haben – Ich schalte den Akku nach Diskussionen wieder auf Null. Ich trachte Ehssan nicht nach dem Leben oder würde auf der Straße nicht die Seite wechseln, und er ist mir eben nur insofern unsympathisch, was sein Geschäftsgebaren angeht. Angenommen, er und ich, wir wären Freunde. Ich sage meinen Freunden, was mir stinkt und sie sagen es mir. Wenn Leute mir nicht ins Gesicht sagen können, dass sie was stört, kann ich nicht auf Dauer wirklich gut mit ihnen auskommen. Es sagt ja keiner, dass man auch völlig ohne Konflikte auskommen kann, weil man sich z. B. sooooo prima ergänzt, das nie welche auftauchen. Aber dafür sind die Menschen einfach doch zu individuell. Ich hab doch bei dem Beitrag über das Job24TV-Video geschrieben, ich müsste noch Mal über das Thema/Wort “Unternehmer” nachdenken. Das war keineswegs negativ oder als Kritik gemeint. Es wunderte mich, dass Ehssan so sprach, aber warum soll man sich nicht wundern dürfen?! Ich mag halt nur keinen Opportunismus, und ich finde es auch schlimm, wenn Leute irgendwie keine Meinung haben?! Man sitzt in Hörsäälen und Leute werden einfache Fragen gestellt, die man mit Ja/Nein beantworten könnte, und die Leute tun es trotzdem nicht. Wobei, sagen wir nicht schlimm, sondern schade.

    Den Humor mit dem völkischen Boten teile ich nicht. Gut, was wollen wir daran jetzt tun? Nichts. Es gibt Leute, die teilen ihn, andere, die teilen ihn nicht. So wie Leute Erkan und Stefan gutfinden und andere auch nicht. Oder wieder andere Tokio Hotel und andere nicht. Das ist halt so. Ich hab hier in erster Linie immer nur zu Themen Stellung bezogen, die mich auch angingen. Ich finde es falsch, zu argumentieren, nun, wenn die Leute eben mit dem Gruscheln nicht klarkamen, dann sollen sie eben nach Hause gehen. Ich hab aber ja andernorts schon klar gemacht, warum ich das so sehe. Ich mag die Leute nicht ausgrenzen, und die, die oben mit dabei stehen, die haben sowieso nicht das Problem, dass sie irgendwo ausgegrenzt sind. Auch damals habe ich schon geschrieben, natürlich kann man es so sehen, dass diejenigen dann auf ein Mal die SpielverderberInnen sind, aber wie wäre es, wenn man als selbstbewusster Typ auch mal hingeht und dem Schwachen unter die Arme greift. Das ist halt meine Maxime. Und da finde ich es höchst armselig, wenn auch noch die “Macher” da mitmischen wollten. Man hat die Campus Captains nach Berlin eingeladen… aber man wusste doch z. B. genau, wer diejenigen waren, die sich da “verschüchtert” abgemeldet haben?! Warum hat man denen nicht ein Angebot gemacht und gezeigt, schau, das war bloß “jugendlicher” Leichtsinn. Nur es gehörte ja auch zum Lebensstil, es war ein Ausdruck der Persönlichkeit Ehssans und anderer. Das ist okay. Aber wenn man die Schwäche eines anderen erkennt, würde ich eben hingehen und versuchen, dort etwas zu stärken, anstatt noch darauf rumzuhacken. Mag daran liegen, wo ich herkomme und dass ich vielleicht selbst ein gebranntes Kind bin.

    Noch dazu war es höchst unprofessionell. Aber das alleine ist wenig, na ja… das haben sie dann selbst irgendwann gemerkt, hoffentlich. ;) Jeder Tag ist ein neuer Tag und es werden immer wieder andere Dinge in den Fokus der Aufmerksamkeit geraten.

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