PR at its pervesest
{6}Link: en.sevenload.com
Dass PR ab und an manchmal oft häufig eigentlich immer recht euphemistisch an die Beschreibung der Sachverhalte aus der Realität heran geht, wissen wir. Doch dieses Video von Dove zeigt, wie Dinge (in diesem Fall Personen) aus der Realität pervertiert werden, um sie dem “Ideal” anzugleichen. Sehr gutes Beispielmaterial für die Volksverdummung á lá PR. Bleibt noch die Frage, wenn man Dinge darstellt, die eigentlich nicht zu realisieren sind, wie soll man dann überhaupt mit ihnen zurecht kommen können?!
[update]: Alternativ zu dem Video gibt’s auf dieser Seite einen Spot zu sehen, der genau das Gegenteil zur Schau stellt, der sich aber eben das zum Ziel gesetzt hat. Nämlich den Dove-Spot auf die Schippe zu nehmen.
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Tags Dove, Kampagne, PR, Sevenload
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 6 Kommentare

January 17, 2007 · 9:18 pm
Das Video ist doch selber PR. Ein genialer Einfall, um Dove von diesem “persersen” zu trennen und in ein reineres Licht zu bringen. man schaue sich die Dove Werbung an. Alle ein wenig voluminöser. Image, wir setzen nicht auf Schminken und Klappermodels. Aber bitte man schaue sich das Video an, sieht irgendwer dort auch nur den kleinsten Ansatz von Cellulite? Nein, weil es weggeschminkt wurde, genau mit den in dem Video gezeigten Tricks. Aber Dove ist ja anders, nicht so “pervers”.
January 17, 2007 · 9:25 pm
Ich hab das Video hier ja nicht für Dove eingestellt. Und wie Du richtig erkennst, stellen sie sich am Ende noch selbst damit bloß, zumindest vor einem Teil der Leute. Es gehört aber dazu, den Urheber des Videos zu nennen, wie ich finde.
January 17, 2007 · 9:45 pm
Ja klar ist das auch pure PR für Dove. Aber das ist ein wenig wie mit den Stars die aus PR-Gründen spenden. Sie spenden und haben etwas “Gutes” damit getan. Zumindest mehr als die meisten Menschen. Und wenn Dove es schafft ein natürlicheres Vorbild zu kreieren, dann soll Dove von mir aus es auch aus PR Gründen machen….was sie eh machen =)
January 18, 2007 · 12:34 am
Ich wollte dir das auch keinesfalls vorwerfen, ich wollte nur darauf hinweisen, dass eben dieses Video selbst PR pur ist:)
March 13, 2007 · 1:24 am
Hallo,
also ich finde es ziemlich abartig wenn Menschen die oft noch Kinder sind zum Spass auf Menschen schiessen, auch wenn es sich dabei nur um virtuelle handelt. Wenn es denen nur um den Schiess-Sport ginge, wäre das ganze perfekt simulierte Blutbad, Schmerzschreie, Gemetzel, Vergewaltigungen und Abschlachten doch gar nicht nötig. Warum müssen es denn überhaupt Menschen sein auf die man zielt, oder die hier virtuell zu Tode gequält werden, wieso gehen die nicht in den Schützenverein und schiessen auf Zielscheiben ? Wenn es wirklich um das simulierte töten von Menschen geht und nicht nur um “harmlosen” Waffenfetischismus, dann trifft das Wort Killerspiel doch tatsächlich zu, alles andere wäre eine völlig ignorante verharmlosung. Das sollte man sich bewusst machen.
gruss, tamara
March 13, 2007 · 1:49 am
Nun… in einer Art und Weise, würde ich dich unterstützen in dem, was du schreibst. Allerdings möchte ich die Sache ganzheitlich betrachten, und dann musst du fragen, warum gibt es Skulpturen, Gemälde, Comics, Literatur, Filme… in denen überall getötet wird? Ist nicht auf jeden Fall der Tod auch ein Element, dass zum Leben dazugehört? Moral oder Ethik, so wie Nietzsche es auch formulierte und vor ihm schon andere, ist alles recht willkürlich. Ich finde: Entweder man geht hin, und diskutiert dann über alle diese Ausdrucksformen, oder aber man muss keine Diskussion anstrengen warum eines schlecht, das andere aber gut sein soll. Man schafft damit eine ähnliche Situation wie die Amerikaner gegenüber dem Islam. Denn man argumentiert nicht, sondern man setzt nur den Maßstab. Und der soll so sein, und nicht anders. Ich bezweifle, dass das für ein Zusammenleben förderlich sein kann.
Ich habe persönlich auch schon Spiele gespielt, in denen Roboter getötet wurden, oder in denen irgendwelche Fantasiewesen getötet wurden, aber eben auch Menschen zu Schaden kamen. Wo ist jetzt der schmale Grat auf dem man sich noch koscher bewegen möchte? Ist nicht alles ein Ausdruck von Gewalt? Ob man nun Blechschaden erzeugt und jemand dabei unheimlich viel Adrenalin produziert wie er dem andern sein Auto möglichst zu Schrott rammt?
Ich maße mir nicht an, in dieser Frage irgendwie zu richten. Allerdings habe ich keinen Gefallen an solchen Spielen, und insgesamt spiele ich auch nur noch sehr wenig. Meine Satisfaktion, die kriege ich in ganz anderen Dingen. Ich schreibe gerne und für meine Geschichten beobachte ich unheimlich gerne. Dinge, die andere Leute gar nicht mehr wahrnehmen. Aber das ist okay, weil dann hat man etwas zu erzählen, was den anderen wie eine Neuigkeit oder etwas Besonderes vorkommen mag, obwohl es sie tagtäglich umgibt.
Nur, vielleicht verstehst du, dass z. B. äußerst schwer mit Leuten zu argumentieren sein wird, wenn es beispielsweise um die Legalisierung oder den Verbot von Canabis geht… wenn gleichzeitig aber ein ganzes Volk sich besäuft und ein Drittel der Gesellschaft Nikotin über die Lungen atmet, Leistungssportler sich Drogen injizieren… das wirkt alles recht doppelmoralisch. Das ist keine Basis, um das, was man dem anderen dann ausreden möchte, auch wirklich zu erreichen. So ist es in diesem Fall auch, finde ich. Weil wenn man das verbieten möchte, oder ablehnt, so müsste man eigentlich ganz ganz viele Dinge verbieten. Gewalt in Geschichten… Tod, Mord… man muss nicht lange nachdenken, es fallen einem viele Beispiele ein. Als Anfang der 90er der Terminator ins Kino kam, war es zu derzeit der Film mit den meisten Toten auf X Stunden Filmmaterial. So ungefähr. An irgendwelche Schlagzeilen kann ich mich da noch erinnern. Und wenn Leonardo Di Caprio als Romeo sich brünstet und dort Blut fließt… tja… ein Stück vom ollen Shakespeare. Literarisch wertvoll? Oder gewalthaltiger Müll? Nun will ich nicht x-beliebige Computerspiele in den Stand der Kunst erheben… was Kunst ist, darüber hat sowieso jeder (hoffentlich) eine eigene Vorstellung. Nur, du merkst vielleicht die Krucks an der Sache. Es könnte natürlich sein, dass du so rigoros bist, dass du wirklich auch in allen anderen Bereichen so einen Filter einführen wolltest. Dann würde ich sagen, kann dir niemand dein Argument streitig machen. Aber dann ist es trotzdem nicht mehr als eine Meinung. Ein durchaus nachvollziehbare. Ich persönlich, na ja… bin da eben, weil man nicht eine klare Linie ziehen kann, ein wenig indifferent, die Frage so gerade heraus beantworten zu können.