Christian Zwittnig und Mag. Peter Krotky von Die Presse.com im Interview
{17}Im Internet bekannt ist er unter dem Namen Don Alphonso, im wirklichen Leben heißt er Rainer Meyer. Vielen Lesern ist Herr Meyer in den letzten Wochen und Monaten vor allem im Kontext von StudiVZ (Studiverzeichnis) begegnet. Don Alphonso ist Blogger, manche sagen sogar ein Skandal-Blogger. Er zog sich den Zorn vieler StudiVZ-Aktivisten zu, da er gegen das Projekt von Ehssan Dariani u. a. mobil machte. Das virale Prinzip des Internet trug mit dazu bei, dass die deutsche Blogosphäre die schlechten Neuigkeiten über StudiVZ (Sicherheitslücken, Stalking- und Sexismus-Vorwürfe, Nazi-Satire), die Herr Meyer bald täglich in der Blogbar ausbreitete, ganz ähnlich einem Schneeballsystem von einem zum anderen trug. In der Folge nahmen sich die klassischen Presseorgane dem Thema an. Mit dem Verkauf des StudiVZ an das Verlagshaus Holtzbrinck hat sich die Akte StudiVZ für Herrn Meyer dennoch keineswegs geschlossen.
Vor kurzem allerdings suchte Rainer Meyer sich ein neues Objekt der Begierde, über das es sich in seinen Augen zu schreiben lohnte, die österreichische Zeitung “Die Presse”. In seiner ganz eigenen, polemisierenden Art und Weise beschrieb er den für ihn vorliegenden Problemfall: Das österreichische Presseerzeugnis schrieb Blogger an, und bat um die Erlaubnis, auszugsweise Artikel im Print- und Onlinebereich der Rubrik “Fangnetz” ablichten zu können. Einzige Tantieme, die die Blogger dafür erhalten ist der Verweis auf den Ursprungs-URL des Artikels. In Augen Rainer Meyers ist das zu wenig, vor allem, da im Onlineteil bislang keine “aktiven” Links gesetzt werden. Einige der an dem Projekt teilnehmenden Blogger meldeten sich in den Kommentaren zu Wort. Doch auch Don Alphonso teilte darin weiter aus. Er rückte die Klientel der potenziellen Blogbeiträger in die politisch besonders rechte Ecke. Das allerdings würde zum Profil von “Die Presse” passen. Gleichzeitig vergaß Meyer zu erwähnen, oder wusste es nicht, dass es ein nicht-kommerzielles Blogprojekt “Fangnetz” von derselben Presseinstitution gibt, in der sehr wohl aktive Links auf die ursprünglichen Artikel gesetzt werden.
Aus diesem Grund fragte ich nach, bei “Die Presse” und den Verantwortlichen. Wie gewohnt, stellte ich sieben Fragen, die mir in diesem Fall von Herr Christian Zwittnig (Online-Redakteur bei Die Presse) und dem Geschäftsführer des Presseerzeugnisses Mag. Peter Krotky beantwortet wurden. Für die durchaus offenen Antworten danke ich den beiden Herren.
***
Alexander Trust: Auf welche Art und Weise haben Sie von dem Artikel des Herrn Meyer erfahren, und wann war das?
Christian Zwittnig: Auch wenn mir nicht ganz klar ist, was die Frage bezwecken soll: Zirka 12 Stunden nach Veröffentlichung durch einen freundlichen Hinweis.
Alexander Trust: Warum haben Sie sich erst mit Verzögerung in der Blogbar zu Wort melden wollen, und wie sind Sie damit umgegangen, dass der Hausherr Ihre Kommentare zensierte?
Christian Zwittnig: Nur weil Herr Meyers Blog, in die Belanglosigkeit abzudriften droht und er deshalb um Aufmerksamkeit kreischt, ist das für mich doch kein Grund gleich zu springen. Außerdem hatte ich nie vor, mich mit ihm oder seiner Kommentatoren-Herde auf irgendeine Diskussion einzulassen. Wenn Herr Meyer unbedingt Page Views generieren will, muss er sich schon etwas Anderes einfallen lassen.
Was die Zensur betrifft: Im ersten Mail habe ich nur darauf hingewiesen, dass ich später eine Antwort verfassen werde. Dass Herr Meyer einen derartigen Kommentar zensiert, finde ich seltsam, aber nicht weiter tragisch. In den weiteren Kommentaren habe ich lediglich auf die Antwort in meinem Blog hingewiesen. Und die hat er ja – wenn auch etwas eigenwillig – gebracht.
Alexander Trust: Sie haben bereits für den Fangnetz-Blog eine Stellungnahme formuliert, in der Sie einige Dinge Ihrer Meinung nach richtigzustellen versuchen. Zum Beispiel geben Sie an, dass Herr Meyer offensichtlich nicht richtig recherchiert hätte, da er sonst wohl auf das Blog von Fangnetz gestoßen wäre, in dem, anders als Herr Meyer es darstellt, Links zu den Seiten der Inhalteanbieter stehen. Wenn Sie allerdings auf der Website von “Die Presse” die Rubrik Fangnetz besuchen, stellen Sie zum einen fest, dass dort keine “aktiven” Links gesetzt sind, und zum anderen führt aber nirgends von der Seite ein Link auf Ihr Blog. Wem muss man – muss man überhaupt? – in diesem Fall den Schwarzen Peter zuschieben?
Christian Zwittnig: Hätten Sie sauber recherchiert, wüssten Sie, dass das Fangnetz-Blog ein privates und unbezahltes Blog ist, das als Forum zum Thema „Web 2.0 und Print“ dienen soll. Es steht, wie auch dem Blog selbst zu entnehmen ist, in keiner offiziellen Verbindung mit der Internetseite www.diepresse.com. Was die inaktiven Links auf der Presse.com-Seite betrifft: An diesem technischen Problem wird bereits gearbeitet und es sollte, wie bereits mehrfach in meinem Blog erwähnt, bald behoben sein.
Alexander Trust: Was sagen Sie zu dem Vorwurf des Herrn Meyer, Sie respektive Ihre Zeitung würden sich die Inhalteanbieter nach ihrer politischen Gesinnung aussuchen (vornehmlich mehr als rechtslastig), die zu Ihrer Publikation passen würden?
Peter Krotky: Der Vorwurf zeigt für mich zunächst einmal die Unkenntnis des Herrn Meyer, was unsere Zeitung angeht. Vielleicht sollte er diese vor einem solchen Urteil einige Zeit lesen (Hat er das jemals getan?). Dann kann er ja gern zu dem Schluss kommen, dass sie ihm nicht gefällt. Einzig: Die “Presse” als “rechtsreaktionär” bezeichnen, würde in Österreich kaum jemand. Und zwar deshalb nicht, weil das der Realität einfach nicht gerecht wird. Aber wenn für jemanden schon alles “rechtsreaktionär” ist, was nicht der extremen Linken zuzuordnen ist, gut: dann wird die Punzierung schon stimmen *g*.
Zum Demokratieverständnis von Herr Meyer nur folgendes Zitat aus seinem Blog: Er beschreibt da ein von ihm als Stilmittel verwendetes fiktives Gespräch zwischen dem Chefredakteur der “Presse”, Michael Fleischhacker, und Andreas Khol, dem Chef des ÖVP-Seniorenbundes, und fügt selbst hinzu: “…und für solche Leute etwas anderes als ein Pflasterstein?” Ein Aufruf zur Gewalt von Herr Meyer? Sieht so die von ihm beschworene freie Diskussionskultur aus? Ist das sein Umgang mit Andersdenkenden? Oder ist der für Menschen angedrohte Pflasterstein sein Ausweis des Gegenteils der vermeintlichen Rechtslastigkeit? Wenn Herr Meyer Gewalt fordert (und viel anders kann man diese Stelle seines Blogs wohl nicht verstehen), dann sollte er sich klar sein, dass er damit die Grundlagen von Rechtsstaat und Demokratie verlässt.
Was den Vorwurf der Auswahl von Autoren nach ihrer Gesinnung angeht: Möglicherweise weiß Herr Meyer nicht, dass Karl Marx einmal Londoner Korrespondent der “Presse” war. Möglicherweise weiß Herr Meyer auch nicht, dass die “Presse” immer auch stark von jüdischen Redakteuren geprägt war und die Zeitung von den Nazis nach dem Anschluss Österreichs eingestellt wurde (und dabei einige der Redakteure damals Selbstmord begingen). Vielleicht weiß Herr Meyer auch nicht, dass eine ganze Reihe ausgewiesener Linker zur Autorenschaft der “Presse” zählt (die die “Presse” ob ihrer journalistischen Qualität schätzen und ob ihrer liberalen Tradition, allen Meinungen eine entsprechende Plattform der intellektuellen Auseinandersetzung zu geben). Wenn Herr Meyer das alles nicht weiß und nicht kennt, muss man ihm sagen: Sie hätten vorher recherchieren sollen. Und wenn er es weiß, muss man fragen: Warum stellen Sie dann solche Behauptungen auf?
Alexander Trust: Können Sie die Kritik “Don Alphonsos” verstehen, wenn eine Zeitung, die zu einem riesengroßen Medienunternehmen in Österreich gehört (Styria Medien AG), sich zwar um die Inhalte der Leute bemüht, diese dann jedoch mit Verweis auf ein schmales Budget ohne Entgelt abspeisen mag?
Peter Krotky: Natürlich kann ich den Vorwurf verstehen. Ich teile ihn nur nicht. Es gibt unsere Anfrage an Blogger, ob wir ihre Beiträge in einer dafür vorgesehenen Spalte der Zeitung auszugsweise veröffentlichen dürfen. Dafür bezahlen wir kein Honorar. Das ist das Angebot. Jedem Blogger steht es selbstverständlich völlig frei, dieses Angebot für gut oder schlecht zu befinden und es somit anzunehmen oder abzulehnen. Ich kann nur die Empörung über dieses Angebot nicht nachvollziehen. Ich empöre mich ja auch nicht darüber, wenn ein Lokal für das Bier zehn Euro verlangt. Sondern ich kaufe dann dort einfach kein Bier und gehe in ein anderes Lokal. Wozu eine Diskussion mit dem Lokalbesitzer über die Ungerechtigkeit der Welt führen? Und wozu über jene klagen, die sich doch für zehn Euro dort ein Bier leisten?
Mir scheint, als ob man es manchen sowieso nie recht machen kann. Denn: Würden wir Geld anbieten, würde die Diskussion vermutlich in die Richtung laufen, dass nun etablierte Medien Blogger “kaufen”. Und das würde ja moralisch sicher auch wieder als ganz ungehörig empfunden werden; der Blogger wäre dann ja so etwas wie ein Söldner. Oder wäre etwa Herr Meyer tatsächlich so problemlos käuflich? 50 Euro für den Abdruck und er wäre dabei? Wo bleibt dann der von ihm zitierte Traum? Ich halte die Grundlinie der Argumentation von Herrn Meyer für ausgesprochen inkonsistent. Aber so ist das wohl nun einmal mit Menschen, für die die Welt an sich schlecht ist. Das so zu empfinden, ist sein gutes Recht. Nur teilen muss ich diese Position nicht.
Alexander Trust: Herr Meyer betont bei all seiner Kritik vor allem, dass es ihm darum geht, die Blogosphäre gegenüber den klassischen Medien zu stärken. Er deutet immer wieder an, in Gesprächen mit Verantwortlichen auch dafür zu plädieren, ordentliche Arbeit ordentlich zu entlohnen. Sind Sie der Auffassung, Herr Meyer leistet auch in diesem Fall wieder Lobbyarbeit, oder kommen für Sie noch weitere Gründe in Betracht?
Peter Krotky: Also was jetzt: Die Blogosphäre ernst nehmen und stärken? Oder doch einfach nur Geld dafür haben wollen? Dass wir überhaupt Blogger-Beiträge in unserer Zeitung abdrucken und ums um diese Szene kümmern, sollte doch schon zeigen, dass wir Blogger ernst nehmen und bereit sind, uns mit ihnen positiv auseinanderzusetzen (und ihnen – auch nicht gerade billigen – Raum in unserer Zeitung widmen). Und dass Blogger – wenn sie journalistisch gut sind – so oder so über kurz oder lang von etablierten Medien auch honorierte Angebote für eine Mitarbeit erhalten, passiert ja jetzt schon. Aber sobald jemand so etwas annimmt, würde er vermutlich von Leuten wie Herrn Meyer nicht mehr als Teil der Blogger-Szene erlebt, sondern als Teil des medialen “Establishments”. Dass Herr Meyer offensichtlich ein solches Angebot noch nicht erhalten hat, liegt vielleicht daran, dass er inhaltlich und schreiberisch nicht gut genug ist. Meine Vermutung: Er leidet nicht an der Ungerechtigkeit der Welt, sondern an der mangelnden Rolle, die ihm darin zuteil wird. Dafür können aber Zeitungen nichts, die bei ihm höflich anfragen, ob sie mal auszugsweise einen Beitrag von ihm abdrucken dürfen. Er kann ja gern sagen: “Dafür verlange ich 100 Euro”. Und die Zeitung kann dann sagen, ob sie das zahlen will oder nicht (und ihn dann eben auch nicht veröffentlicht). So einfach ist die Sache.
Alexander Trust: Abschließend vielleicht noch diese Frage: Glauben Sie, dass Ihrer Zeitung oder dem Projekt dadurch dauerhaft Schaden entsteht, und inwiefern ist es möglich, dass diese Sache noch ein “Nachspiel” haben wird?
Peter Krotky: Warum sollte uns daraus Schaden entstehen? Wir versuchen auf die Blogger-Szene zuzugehen. Wenn alle so reagieren würden wie Herr Meyer oder viele Blogger nun seiner Argumentation folgen, müssten wir halt feststellen, dass das so nicht geht. Dann wird die Kolumne “Fangnetz” eben eingestellt und auch die Online-Ausgabe wird sich dann ihre künftigen Aktivitäten in Richtung Blogs noch einmal überlegen. Dann machen wir eben was anderes. Und dann wird Herr Meyer vermutlich von “Ausgrenzung” der Blogosphäre schreiben – eine Ausgrenzung freilich, an der er dann nicht unbeteiligt war. Wenn aber die Debatte dazu beiträgt, quasi einheitliche Rahmenbedingungen für den Umgang zwischen Bloggern und etablierten Medien zu schaffen: gut so. Dann bräucht´s aber eine sachlichere Auseinandersetzung als jene, die Herr Meyer führt.
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Tags Ausbeutung, Blogger, Christian-Zwittnig, Die-Presse, Don-Alphonso, Fangnetz, Interview, Peter-Krotky, Österreich
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 17 Kommentare

January 19, 2007 · 12:27 am
Zuerst mal (m)ein Kompliment dafür, dass du in der ganzen Sache wenigstens einigermaßen versuchst, neutral zu bleiben. Insgesamt finde ich auch deinen Beitrag so weit gelungen.
Dennoch hab ich da noch eine kleine Anmerkung zu machen:
Einige der an dem Projekt teilnehmenden Blogger meldeten sich in den Kommentaren zu Wort. Doch auch Don Alphonso teilte darin weiter aus. Er rückte die Klientel der potenziellen Blogbeiträger in die politisch besonders rechte Ecke. Das allerdings würde zum Profil von “Die Presse” passen.
Mit dem Schlusssatz rückst du -möglicherweise unbeabsichtigt- “Die Presse” ins rechte Eck. Man mag das Blatt -dessen Leser ich nie war und vermutlich nie sein werde- “katholisch” oder “konservativ” oder sonstwie nennen, ins rechte Lager a la (bundesrepublikanische Entsprechung) NPD, Rep oder Konsorten gehört sie aber m.M.n. nicht. Es ist auch nicht wahr, dass in der entsprechenden Onlinerubrik die Blogger entlang politischer Einstellung ausgesucht werden (was wohl eher Alphonsos und weniger deine These sein mag). Sonst hätten die mich nie im Leben -man möge sich gerne in meinem Blog vergewissern (oder auch nicht)- ausgesucht. Und selbst beim flüchtigen Blick über die bisher veröffentlichten Beiträge Anderer muss diese These lächerlich erscheinen…
January 19, 2007 · 12:45 am
Na ja… der Konjunktiv drückt ja auch aus, oder soll es zumindest, dass es so sein könnte. Im Anschluss an den Satz davor… ganz klar, es ist dem Alphons seine Meinung.
Ich habe ja dich verlinkt, weil du gerade in der Blogbar das Argument, das du hier noch Mal vorbringst, erwähnt hast. Im Interview habe ich dann ja eine Frage formuliert, die den Verantwortlichen ermöglicht, Stellung dazu zu nehmen. Dass ich nicht jedes Wort von Alphons für voll nehme, aber ich weiß, wie die Leute eben schnell mal etwas einfach so zu ihrem eigenen Denken machen. 5 Euro fürn Liter Benzin, Prekariat, Deutschland stirbt aus, etc. – Die Einseitigkeit bei der Berichterstattung wurde nur hier und dann mal aufgebrochen.
Jedenfalls ist da ja eine Struktur drin. Erst dern Kontext zu schaffen, in dem es heißt, dass der Alphons die ausgewählten Blogschreiber als sehr rechtslastig empfindet und dann eine Frage stellen, in der man zu dieser Sache Stellung beziehen kann.
Ich hab auch Fragen formuliert, damit ein paar offene Antworten dabei heraus kommen, nicht um irgendwelche Sympathien zu gewinnen. Und ich fand es gut, wie offen die Herrschaften darauf geantwortet haben. Es gibt Leute, die sich nicht darauf einlassen und dann muss man eben sehen wo man bleibt. Den Leuten allerdings nach dem Mund zu schreiben ist nicht meine Absicht. Ob das nun der arme Bäckerssohn ist oder der feine Pinkel macht für mich keinen Unterschied.
Es ist also durchaus nicht mein Argument. Denn ich kann das nicht beurteilen. Dazu müsste ich erst ein Mal die ganze Liste der Teilnehmer kennen lernen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Und sei es, eine Vielzahl ihrer Blogbeiträge zu studieren, um darüber ihr Denken kennen zu lernen.
January 19, 2007 · 1:33 am
…wie gesagt fand ich ja den Artikel im Gesamten sehr ausgewogen und recht gut…(und hab eigentlich auch keine weiteren Klagen). Auch die Zielsetzung (oder: Das worauf du hinauswolltest) wurde mir jetzt durch den Kommentar von dir etwas klarer….
In diesem Sinne: Gute Nacht.
January 19, 2007 · 6:14 pm
Zwittning – von Deiner Unterstellung in der zweiten Frage getragen – lügt. Wie nachzulesen ist: Ich hätte ihn nicht “zensiert”, selbst wenn ich seinen Kommentar gelöscht hätte – als Medienacher sollte er sogar von der “Presse” wissen, dass Zensur etwas anderes ist. Und wie erwähnt: Er hat versucht, seinen Beitrag mit einem Link zu einem Wordpressblog zu kommentieren – das ist bei unserem Spamfilter automatisch hängen geblieben. Deshalb habe ich seinen Link händisch nachgetragen.
Ansonsten würde ich den rechten Herrschaften empfehlen, ihre Vermutungen zu meiner Person zu belegen – oder würden sie wollen, dass ich mal zu deren ersönlichen Dollfussiaden und Büberlpartieunterstützung ein paar Vermutungen abstelle, die ähnlich fundiert sind? Weil, vernadern kann ich auch – wenn ich nicht garade aufzeige, mit welchen Tricks sich Abzocker an die Verwertungsrechte ranmachen. Wie schaut´s denn damit aus? Warum sagen sie da nichts? He? Weil sie genau wissen, was sie tun.
January 19, 2007 · 6:25 pm
Nun, wenn ich mich recht entsinne, schreibt Zwittnig in seiner Stellungnahme von “mehr als dem einem” Kommentar.
Ob man jetzt Zensur dazu sagt. Das ist das Recht und manchmal ja auch die Pflicht eines Hausherrn, die Leute darauf hinzuweisen, wenn die Sache aus dem Ruder läuft. Immerhin sind sie auch verantwortlich dafür. Wie die Dinge wirklich waren, kann man anhand zweier unterschiedlicher Aussagen von Personen nur hinsichtlich Plausibilität entscheiden, aber nie vollends nachweisen. Dazu müsste man sich, als Gutachter quasi, die Daten der Kommentare (des Kommentars) auf dem Rechner des Hausherrn ansehen. Der eine sagt, er wurde zensiert, der andere spricht, er habe ihn nicht zensiert. Ja, gut, also unentschieden?!
January 20, 2007 · 4:15 am
Nochmal: Entweder hat er keine Ahnung, oder er ist ein Lügner. Sein Kommentar war lediglich ein paar Worte und der Link, und den habe ich dann nachgetragen. Ich habe ihn definitiv nicht gelöscht. Und Du hast die Lüge in Deiner Frage vorbereitet: “dass der Hausherr Ihre Kommentare zensierte” ist in jeder Hinsicht eine falsche Tatsachenbehauptung. So kann man schon Interviews machen. Ändert aber nichts an der Lüge. Zensur setzt irgendeine Handlung meinerseits voraus. Aber wie schon erwähnt: Das Plugin Spam Karmam, eine Software, hat seinen Beitrag selbstständig als Spam definiert und ausgefiltert, ohne mein Zutun.
January 20, 2007 · 4:56 am
Durchaus nachvollziehbar, da er wohl das “allererste” Mal auf der Blogbar kommentiert hatte und einen URL integrierte. Ein typisches Ausschlusskriterium bei Spam Karma, das ich ja selbst auch verwende.
Meine Frage formuliert habe ich allerdings aufgrund seiner Stellungnahme im Fangnetz-Blog. Ob er mehrere Male kommentiert hat oder versucht hat zu kommentieren, kann ich nicht belegen. Dass sein erster Kommentar nicht veröffentlicht wurde ist zunächst an Spam Karma gescheitert. Einzig der Link, den er integriert hatte wurde mit den Worten
wieder eingebunden. Ich “weiß” nicht, kann es nicht wissen, was er denn geschrieben hat. Spam Karma macht es aber möglich, Kommentare aus dem Fegefeuer zu holen, oder sie ins Nirvana zu schicken. Letzteres ist offensichtlich mit dem ursprünglichen Kommentar geschehen.
January 21, 2007 · 7:34 pm
Es ist mir egal, worauf Du Dich beziehst – so wie es da steht, ist es eine falsche Tatsachenbehauptung, vulgo Lüge. Inzwischen so auch in der Readers Edition. Und das, mein Bester, ist jetzt schon die zweite miese Nummer nach Deiner Unterstellung in Sachen angeblicher Probleme mit Iranern.
January 23, 2007 · 3:02 am
Jemand der dermassen lückenhafte Recherche betreibt und skandalisiert wo eigentlich nix zu skandalisierend gibt sowie nebenbei andere Meinungen nicht tolerieren mag und herumzensiert wie ein Möchtegerndiktatur, sollte nicht von miesen Nummern reden. Du magst dich für einen tollen Investagativjournalisten halten, in Wahrheit gebärdest du dich wie ein BILD-Praktikant und solltest erst vor deiner eigenen Haustür kehren bevor du dich über andere beschwerst.
Andere Leute haben schon die Theorie aufgestellt, du würdest vll. an einer Persönlichkeitsstörung leiden. Das will ich jetzt so nicht übernehmen, ganz abwägig erscheint es ob deiner Handlungsweise allerdings nicht mehr.
May 22, 2007 · 4:56 pm
[...] ihrer Aussage. (Dass das noch nicht mal die Online-Version Links enthält, obwohl vor vier Monaten angekündigt wurde, das zu ändern, ist sowieso [...]
May 22, 2007 · 6:29 pm
[...] Die Diskussion verläuft sehr hitzig. In einem Interview mit readers-edition.de sajonara.de beziehen Presse-Verantwortliche Stellung zur mitunter kontroversiell und nicht ohne Polemik [...]
May 26, 2007 · 8:02 am
[...] vieleicht in Vergessenheit geratene Disku. konnte man in einem wirklich interessanten Artikel lesend verfolgen - welche nun offenbar wieder Feuer faengt: [..]Wie „DonAlphonso“, [...]
June 1, 2007 · 7:01 pm
[...] Rächer der Enterbten. Ich lese seine Beiträge an der Blogbar schon eine lange Weile, bin sogar in einem Fall von ihm geadelt kritisiert zusammengestaucht des Lügens bezichtigt worden. Das ist okay, weil doch [...]
December 3, 2007 · 9:17 pm
[...] Medienunternehmen? Die Diskussion verläuft sehr hitzig. In einem Interview mit readers-edition.de sajonara.de beziehen Presse-Verantwortliche Stellung zur mitunter kontroversiell und nicht ohne Polemik [...]
December 4, 2007 · 3:09 pm
[...] es schon ein Mal tat, als das Treiben eines österreichischen Presseerzeugnisses einseitig an den Pranger gestellt wurde. Damals wurde mir in der Blogbar Hausverbot erteilt, weil meine aktive [...]
January 22, 2008 · 10:36 pm
[...] Art und Weise. Zensur muss dabei ja nicht grundlegend negativ ausgelegt werden. Gleichwie hat mein Interview mit Beteiligten des Österreichischen Presseerzeugnisses “Die Presse” die Kunstfigur verstimmt. In der [...]
March 16, 2008 · 5:43 pm
[...] Die Diskussion verläuft sehr hitzig. In einem Interview mit readers-edition.de sajonara.de beziehen Presse-Verantwortliche Stellung zur mitunter kontroversiell und nicht ohne Polemik [...]