Göttinger Landbote ohne Internettugenden
{7}Seit Weblogs das erstellen von Webseiten beinahe so einfach gemacht hat wie das schreiben von Tagebucheinträgen, ist das virale Prinzip des Netzmediums erst so richtig auf Touren gekommen. Denkste! Der Göttinger Landbote (seines Zeichens ein Blog) macht es der Journaille nach, und sinniert bloß schreibend, macht aber leider keinen Gebrauch von der Funktion “Links” zu setzen.
Schon Printtexte verfüg(t)en über Fußnoten und über die Ebene von Subtexten oder inhaltlichen Anspielungen über “Links”. Zwar waren dies keine, die zum Klicken einluden und vom Ursprungstext wegführten, doch boten diese in der Regel auch nicht die Möglichkeit über Nacht bekannt zu werden. Dem Alphons von der Blogbar würde es vielleicht die Falten in die Stirn treiben, wenn er wüsste, dass jetzt schon nicht mal mehr Blogger auf die Inhalte im Internet verweisen.
Der gute Bote resümmiert noch ein Mal über den Verkauf von StudiVZ an Holtzbrinck und zuvor um das Crawling der Daten aus dem StudiVZ. Was steht dort z. B. geschrieben? – “Die Gerüchte in den Weblogs sprechen von 12 bis 80 Mio. €.” (Göttinger Landbote). Wenn man dem Verfasser nachsieht, dass Gerüchte selbst nicht zu sprechen vermögen, kann man sich immer noch fragen, warum es an dieser und anderen Stellen im Text keine Links gibt. Dann eben von mir ein bisschen Aufklärungsarbeit in Sachen Herkunft der Gerüchte zum Kaufpreis. Manche Passagen böten sich doch prima an. Nun, es ist ja jedem freigestellt und es soll sogar Leute geben, die gerade das Prinzip mit der Verlinkung eher kontraproduktiv finden. Ich jedenfalls finde das nicht, und deshalb macht es mir auch in diesem Fall nichts aus, auf den Urheber beim Göttinger Landboten zu verlinken. Vielleicht ergibt sich am Ende sogar eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von Links auf Webseiten, wer weiß?!
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Tags Blog, Göttinger-Landbote, Holtzbrinck, Internet, Link, StudiVZ
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 7 Kommentare

January 21, 2007 · 9:13 am
Möchte nur noch einmal darauf hinweisen, dass die Gerüchte nicht von dir stammen, sondern daher: http://heuer.sajonara.de/2007/01/12/studivz-12mio/trackback/
January 21, 2007 · 2:48 pm
Ressourcensparend ist das ja nicht, was du machst.
Unter dem Link im Text hätte sich genau derselbe Link, den du angibst wiedergefunden.
January 21, 2007 · 4:09 pm
Die fehlenden Links sind ein Fehler. Werde diese nachreichen. Als Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich gerade mit dem Bloggen angefangen habe. Solche Fehler werden mir in Zukunft hoffentlich nicht mehr passieren.
Der Artikel ist allerdings nicht ganz ohne Quellenangabe. Die Adresse zur Seite von Hagen Fritzsch ist angegeben.
Im Artikel, den ich Anfang Dezember 2006 für das Straßenmagazin Tagessatz über die Vorgänge bei StudiVZ geschrieben habe, sind übrigens Don Alphonso und die Internetadresse der Blogbar explizit angegeben. Da die Zeitung von Universitätsangehörigen in Göttingen und Kassel gelesen wird, hoffe ich mit dem Artikel zu einem kritischeren Umgang mit sozialen Netzwerken auch außerhalb der Blogosphäre beizutragen.
So, jetzt werde ich erst einmal die fehlenden Links in meinen Artikel setzen
January 21, 2007 · 4:19 pm
Nun, ist kein großes Problem für mich
. Ich weiß noch als ich mit dem Bloggen begann, da war ich noch schlimmer.
Das mit dem Linkssetzen ist für die Verknüpfung der Blogosphäre gut. Denn du setzt damit Trackbacks / Pingbacks, über die wiederum Leute auf deinen Blog kommen. Das ist erstens für Linksetzer und “Linkinhaber” gut und kann auch als eine Art “Marketingstrategie” für seinen Weblog angesehen werden.
January 21, 2007 · 4:19 pm
Also, damit hätte ich ja nie nicht gerechnet. Aber die Frage, “ob, oder ob nicht”, war von mir durchaus Ernst gemeint. Es gibt ja kein “Gesetz”, das vorschreibt, man müsste Links setzen. Dennoch, Dankeschön im Namen der Blogosphäre. Wobei, besser nur Dank in meinem Namen. Nachher fühlt sich jemand auf den Schlips getreten.
January 21, 2007 · 4:21 pm
Übrigens noch ein Lob von meiner Seite Herr Pramann: Der Artikel ist Ihnen sonst gut gelungen. Und auch insgesamt gefällt mir Ihr Weblog.
January 21, 2007 · 5:34 pm
Vielen Dank für die ermutigenden Worte in den vorigen Kommentaren.
Ich habe erst einmal alle Quellen angegeben und verlinkt.
Über Trackbacks und Pingbacks werde ich mich schlau machen mit dem Artikel, den Robert Basic vor einiger Zeit im Basic Thinking Blog veröffentlicht hat. Dann klappt’s auch damit