Lachnummer oder Galgenhumor?!
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Moderatoren vor die Tür gesetzt, Hausputz betrieben, neue(n) (der Link wurde nachträglich entfernt, da die Readers Edition keinen Wert auf die Blogosphäre legt) Moderator(en) eingestellt. – Die Readers Edition, so wie sie die Blogosphäre derzeit erlebt. Auf einem mehr oder weniger professionellen Weg hin zum Citizen Journalism, ein Unwort in meinen Augen. Anstatt eines ehemals angedachten Bürgerjournalismusprojektes wird eine Melkmaschine fortan auf Hochglanz getrimmt.
Die erwähnte Neueinstellung als Moderator, Felix Kubach, stellt sich vor (der Link wurde nachträglich entfernt, da die Readers Edition keinen Wert auf die Blogosphäre legt). Wird er von den Ehemaligen beglückwünscht, oder bemitleidet?! – Man könnte allerdings sagen, er spamt die Leser zu. Gleich 4 Artikel, die er kurz hintereinander einstellt. Mitunter hat das bei der Readers Edition vorher Tage und Wochen gedauert, bis Artikel auf dem Desk freigeschaltet wurden. Die Autoren der ersten und mancher späten Stunde können ein Liedchen davon singen. Die geschassten Moderatoren können da die Entscheidungshierarchien kaum plausibel erklären. Der werte Kubach setzt sich in ein noch warmes Nest oder hat er sich in eine Mausefalle gesetzt?! Einerlei. Er scheint wenig über sich und seine eigene Situation zu reflektieren. Sein Artikel “Goldene Raffzähne für dreistestes Praktikum” (der Link wurde nachträglich entfernt, da die Readers Edition keinen Wert auf die Blogosphäre legt) möchte sich auf die Seite der Generation Praktikum stellen, dabei arbeitet er doch neuerdings genau für die andere Seite (der Macht), die des AAL-Prinzips . Deshalb die Frage, ob sich hier eine Lachnummer oder Galgenhumor verberge.
Ich habe mitunter (der Link wurde nachträglich entfernt, da die Readers Edition keinen Wert auf die Blogosphäre legt) sehr (der Link wurde nachträglich entfernt, da die Readers Edition keinen Wert auf die Blogosphäre legt) energisch das Wort ergriffen in den Kommentaren der [tag]Readers Edition[/tag] für ein Konzept von Bürgerjournalismus, so wie ICH es verstand. Dafür hab ich mir medial die Finger verbrannt, und es ist mir egal. Ich würde es wieder tun. Manche meiner Eskapaden
wurden jedoch ins (der Link wurde nachträglich entfernt, da die Readers Edition keinen Wert auf die Blogosphäre legt) Datennirvana geschickt (der Link wurde nachträglich entfernt, da die Readers Edition keinen Wert auf die Blogosphäre legt), da manche Moderatoren Leute voreilig (ohne Rücksprache mit dem jetzt geschassten Moderatorenteam zu halten, in Eigenregie quasi) Artikel veröffentlichten, und sich dann sogar hinreißen ließen, persönlich zu werden. (Heute werden meine gesammelten Lesezeichen dann auch schon mal beinahe in StudiVZ-Manier auf eine Seite weitergeleitet, wo man liest “verwählt” – s. o.) Rekursiv kann man die einstige Identität der Beiträge immerhin feststellen, weil sich Trackbacks unter anderen Artikeln in der RE heute noch finden, die darin damals verlinkt wurden. Warum man gerade diese beiden Artikel killte, ich kann es mir beinahe denken, verfasst wurden sie mehr oder weniger im Tandem von der jetzigen Doppelspitze am Moderatoren-Olymp.
Eben immer mit gutem Beispiel voran zu gehen, wollten nicht alle, wohl aber das Ruder in die Hand bekommen. Doch warum habe ich so energisch widersprochen?! Weil für mich der “Bürger” nicht irgendein belesener, akademischer Bildungskader sein muss, wollte ich immer auch eine Zielgruppe erreichen, die sich gerade nicht für die normativen Stilblüten des klassischen Journalismus interessiert. Das, werte Damen und Herren, könnt ihr überall haben. Dazu braucht’s keine Readers Edition. Greift zu hohlen Mantelteilen, platonischen Regionalblättern oder holt euch die wöchentlich erscheinende Blässe und Bleiche fürs Altpapier. Sich an W-Fragen abzuarbeiten, unbedingt der Form den Vorrang vor dem Inhalt zu gebieten, ist ein artifizielles Artefakt. Das alles kennt man schon. Das alles erreicht den Teil der Gesellschaft nicht, den wir vergessen haben, und der sich irgendwann selbständig machen wird.
Ich wollte und will in einen Dialog treten, und auch Diskurse schaffen. Aus diesem Grund habe ich polemisiert und die Leute “absichtlich” gereizt und herausgefordert (manchmal zumindest). Die Herrschaften sollten eben ihren Kopf anstrengen und keine Schubladen in ihren Dickschädeln transportieren helfen. Es geht dabei nicht um mich, nur hätte ich mir gewünscht, dass die Readers Edition sich anders entwickele. Journalistische Erfahrung habe auch ich gesammelt, aber hefte sie mir nicht wie eine Plakette vor die Stirn. Ich weigere mich, die zu bedienen, die sich für den Mainstream erachten und am Ende doch etwas Besseres sein wollen. Wilkommen zum Diskurs, IHR seid herzlich eingeladen.
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Tags AAL, Blogform, Bürgerjournalismus, Citizen-Journalism, Diskurs, Entlassung, Moderator, Readers-Edition
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 4 Kommentare

January 31, 2007 · 6:59 pm
Meine Stellungnahme zur Readers Edition……
Eigentlich wollte ich in meiner Prüfungsphase nicht bloggen, die aktuellen Veränderungen bei der Readers Edition dürfen jedoch nicht unkommentiert bleiben:
Sehr geehrte Frau Pidun, sehr geehrter Herr Dr. Maier, sehr geehrter Herr Martin,…
February 1, 2007 · 12:44 am
[...] über den Bürgerjordan geschickt, sofern sie nicht aus Solidarität abgehauen sind. Klar, Blogger, ehemalige Schreiber und Kritiker sind nicht begeistert. Startupfehler 2.0 vom Feinsten. Und die Einleitung zum neuen [...]
February 1, 2007 · 1:34 am
Was mich wundert: die Neumoderatoren hatten zur Zeit ihrer Ernennung noch keinen Artikel geschrieben. Henry Friedrich und Marie Naumann haben bis heute nichts geschrieben, besagter Felix (darunter eine Selbstbeschreibung in der dritten Person) hat 4 Artikel in 2 Tagen veröffentlicht.
Nach welchen Kriterien werden dort Modposten vergeben? Die Frage ist nicht mal polemisch gemeint. Ein guter Mod muss nicht zwangsläufig ein guter Schreiber sein. Ein Feinschmecker muss ja auch kein guter Koch sein. Aber irgendwie muss man ja auf sich aufmerksam machen und Qualität im Redigieren von Texten nachweisen.
February 1, 2007 · 1:40 am
Ich würde vermuten – Vitamin C. Seilschaften. Vielleicht sind die allerdings auch nur auf Probe angestellt. Indes könnten die Dinge hinter den Kulissen dafür gesorgt haben, dass einfach nur die Loyalität für den Weg des Chefs den Ausschlag gegeben hat, das Projekt zu entschlacken.
Mir ist in Diskussionen immer aufgefallen, dass dort Standpunkte “mehrheitsfähig” gemacht wurden, die in meinen Augen gar nicht so waren. Z. B. was die Zielgruppe anbetraf.