Die IQ-Schublade aufgemacht…
{16}… hat Thomas von Thomas allein in Trier (TAT). Schade, dass Thomas, der ebenso wie ich zu einer privilegierten Bevölkerungsschicht gehört, anfängt, und Leute in eine IQ-Schublade steckt; wir dürfen/können studieren (das können, gemessen am Anteil der Gesambevölkerung, immer nur ganz ganz wenige).
Er bedient damit ein gängiges Vorurteil und steht als Paradebeispiel da, wenn man zeigen möchte, warum und wie unser Bildungssystem nach unten abschließt. Er wertet den Benimm zweier Straßenbahnreisender (16-jährig), deren Äußeres und schließt dann blitzschnell auf deren Intelligenzquotienten.
Dass allerdings Lehrer unterschwellig genau ähnliche Strategien anwenden und damit das Leistungsprinzip ad absurdum führen, haben etliche Studien gezeigt. Beispielsweise gab es in den 1950er Jahren zuerst und seither immer mal wieder Untersuchungen, die wie folgt abliefen: Man ließ Klassenarbeiten zum einen anonym von fremden Lehrern bewerten und zum anderen selbstredend auch von den entsprechenden Lehrern vor Ort. Außerdem verteilte man den Lehrern vor Ort Klassenarbeiten unter fremdem Namen. D. h. eine Arbeit eines Kindes aus der Unterschicht wurde mit dem Namen eines Kindes aus der Oberschicht versehen und umgekehrt. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen zeigen eine frappierende Ungleichbehandlung an allen Stellen. Nach unten hin wird abgeschottet, nach oben hin wird nivelliert.
Es wird nicht streng nach Leistung gewertet, sondern immer auch nach der Person und der subjektiven Einschätzung der Chancen, die der Lehrer oder die Lehrerin dem/der SchülerIn jeweils einräumt. Ein Kind aus der Unterschicht muss dabei feststellen, dass seine Arbeiten nicht zu selten eher schlechter bewertet werden, vor allem wenn es um die Versetzung geht. Dass die schwarz-gelbe Regierung in NRW sogar vorsah, Empfehlungen für weitergehende Schulen in Zukunft ausschließlich vom Urteil des Lehrers abhängig zu machen, es würde das Aus für viele versteckte Talente bedeuten. Willkür von Bildungsbürgern würde noch mehr als bisher über die Lebensläufe anderer bestimmen.
Aber auch das Benimm spielt eine Rolle. Und selbstredend wird Kindern aus der Oberschicht aus der Sicht der Lehrer eine potenziell bessere Möglichkeit in Aussicht gestellt, sich im Bildungswettbewerb zu behaupten. Derlei Dinge herrschen heute noch vor, und der derzeitige, neoliberale Politikkurs dreht solche Stellschrauben im Bildungssystem nur noch zu Ungunsten der sowieso bereits Benachteiligten. Schade nur, dass der Thomas LEHRER werden will, und damit noch vor seinem Staatsexamen Gemeinplätze in seinem Bewusstsein festigt, die man ihm eigentlich während seines Studiums schleunigst austreiben sollte. Vielleicht möchte Thomas ein wenig mehr in die Sozialwissenschaften Einblick nehmen, z. B. im Bereich der Bildungsungleichheit, und dafür an manchen Stellen eher auf die Pädagogik verzichten. Die schafft bei solchen Voraussetzungen dann auch keine Abhilfe. Im Gegenteil würde sie als ein zynisches Instrument dienen, weil Thomas versuchen würde seine, die Ungleichheit wenn nicht verschlimmerende, so doch zumindest tradierende Einstellung, dazu zu verwenden, “Gutes” zu tun.
Schade ist auch, dass Thomas eine StudiVZ-Gruppe zitiert, in der derlei Exempel zuhauf warmgehalten werden. Ich empfehle Thomas Gotfriends, wo ab März auch Gruppen eingebunden sein werden, und niemand sich dem Kapital verpflichtet noch Werbung ertragen muss.
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Tags Bildung, Intelligenz, IQ, Lehrer, Soziologie, StudiVZ, Vorurteil
Kategorie Glocal, Science · Autor Alexander Trust · 16 Kommentare

February 17, 2007 · 3:32 pm
Da muss ich den Thomas doch mal ein wenig in Schutz nehmen: Ich befürchte, dir sind leider die Ironie-Tags nicht aufgefallen
Grundsätzlich hast du natürlich recht: Jemanden aufgrund seiner Kleidung und Herkunft gleich in eine Schublade zu stecken. Das Thomas das grundsätzlich macht, kann ich hiermit verneinen – dafür kenne ich ihn lange genug. Es geht ihm (und auch mir: IQ-Verlust (eine Antwort)) nicht darum, jemanden aufgrund seiner Herkunft in eine Schublade zu stecken. Durch unsere jahrelange ehrenamtliche Jugendarbeit wissen wir sehr gut, das es weder auf die Herkunft, noch die Kleidung, noch die Schicht, noch den IQ eines Menschen ankommt. Ich kann dir versichern, das mein Freund Thomas unabhängig von all diesen Faktoren ein Unterstützer von Menschen ist, die etwas aus sich machen wollen.
Du wirst aber sicherlich nicht von der Hand weisen können, dass du ein solches Gespräch sicherlich nicht in einer fröhlichen Akademiker-Runde gehört hättest… Obwohl ich auch in diesen Kreisen einige Volltrottel kenne (siehe: WTF-Momente (Randale-Edition)).
Eigentlich kann man das Problem wieder sehr schön auf die Gesellschaft herunter brechen: Werden die Kinder so, weil sie schon früh (z.B. im Elternhaus) lernen, dass sie so oder so keine Chance haben werden? Viele geben dann einfach auf – das klingt hart: Ist aber so. Einen Weg aus dieser Misere zu finden ist dann relativ schwer, denn genau so wie du und ich uns unsere Freunde in “unseren Kreisen” suchen, tun es auch Leute die aufgegeben haben. Hier gelten dann andere Regeln der “Coolness” und was dann dabei herauskommt sind solche Gespräche.
Alles in allem hast du natürlich recht, ich möchte dich allerdings bitten von Angriffen auf Menschen abstand zu nehmen die du nicht kennst – machst du damit nicht genau das selbe, das du Thomas dann vorwirfst?
February 17, 2007 · 3:34 pm
Verdammt – vor lauter getippe… *mail an*
February 17, 2007 · 4:45 pm
Ich habe Thomas nicht angegriffen. Allerhöchstens verbal. Er hat sich nur lustig gemacht.
Im übrigen sehe ich es nicht ganz so wie du. Das Elternhaus spielt sicherlich auch eine Rolle in der Ausstattung mit kulturellem Kapital. Doch die Regeln im Bildungssystem schreiben andere. Ich finde es nicht richtig, sich über diejenigen lustig zu machen, die eh schon weniger Chancen haben. Und es ist nicht so einfach, wie du es herunter brechen willst. Deshalb möchte ich auch eine Relativierung von dir, stellvertretend für Thomas, nicht so einfach gelten lassen.
Der Sprachgebrauch von Akademikern ist bei ihm nicht das Thema gewesen. Allerdings befürchte ich Schlimmes, wenn er mal Lehrer werden sollte. Selbst wenn er Ironie darin verpacken wollte, dann ging es ihm doch darum, zu zeigen, wie wenig sich manche Gesellschaftsteile auszudrücken verstehen. Man kann solche Leute unterstützen, oder sie aber durch den Kakao ziehen. Ich werde EUCH nicht unterstützen, sondern euch durch den Kakao ziehen. Warum? Weil ihr wenigstens euch wehren könnt, und wir dann auf gleichem Level meinetwegen am Ende auch schiedlich, friedlich miteinander auskommen können. Ihr habt immerhin nichts zu verlieren, weil ihr nicht zu denen gehört, die nicht mit derlei kulturellem Kapital gesegnet sind. Anstatt in der Schule die Leute mit den Methoden vertraut zu machen, bestätigt man nur indirekt ihren Status. Das ist in anderen Ländern, in anderen Schulsystemen ganz anders. Die Bildungsbürger haben immer Angst davor, ihre Kinder mit denen aus der Unterschicht zusammen zu stecken. Deshalb wehrt man sich gegen Gesamtschulen seit eh und je. Iglu oder Pisa haben schon seit einer Weile gezeigt, dass es enorme Vorteile für alle Schüler hat, wenn sie über längere Zeit miteinander auskommen müssen. Wohl werden sie auch unterschiedlich auf dem Papier zu Abschlüssen geführt, im Klassenverbund ändert sich jedoch nicht. Was der oder die Einzelne in dieser Zeit von anderen lernen kann, das ist enorm. Umgangsformen für die einen und Codes zum dechiffrieren für die anderen. Am Ende entsteht eine grundsolidere Basis. Stattdessen leisten wir uns in Deutschland den Luxus mit Hauptschulen Arbeitslose auf Halde zu produzieren. Wenn einer von denen sich hinstellt und dann den großen Mann mokiert, meinetwegen, kann man ihn oder sie zurechtweisen. In dem Fall ging es bloß um Beobachtung von Thomas. Was war denn deiner Meinung nach die Aussage von seinem Blogeintrag, wenn ich sie dermaßen falsch interpretiert habe?
Jugendarbeit… schön und gut. Ich kenne auch jemanden, der Pfingstlager betreut hat, und sich wie der Größte vorkam, weil er von den Kidz angehimmelt wurde, mit denen SMS geschrieben hat und dann aber am Ende sich so viel Pommes auf den Teller gelegt hat, dass für die anderen nichts mehr da war. “Leiter” zuerst. Nun, wenn man seinen eigenen Narziss nicht zurückstellen kann… Ich hab gestern einen Beitrag über “notarielles Beglaubigtsein” verfasst. Was hat es denn damit auf sich?! Ihr könnt eure Jugendarbeit wie eine Medaille vor euch hertragen. Das alleine bringt in der Anonymität gar nichts. Es gibt auch Kindergärtnerinnen, die kleinen Kinder einsperren, bloß weil die in der Bastelstunde einen Stern nicht ausgeschnitten bekommen. Die kann auch von sich Reden machen, wenn sie sagt, sie hat schon 20 Jahre Erfahrung mit Kindern gesammelt. Eben, ich kenn euch nicht, und deshalb habe ich meine Meinung zu dem Thema. Wenn ihr den Leuten am Ende ein X für ein U vormachen wollt. Ich sage nicht, dass es so ist. Aber ich polemisiere, damit es zu solchen Diskursen wie eben “jetzt” kommt. Weil es gibt für mich nichts Schlimmeres, als wenn die Dinge oder die Leute sich nicht verändern können. Beleidigt hab ich Thomas nicht, und wenn er denkt, dass er ein guter Lehrer wird, dann kann er auch gerne zum Besten geben, warum er das denkt. Vielleicht ist mir dann am Ende sogar wohler, weil ich “glauben” kann, dass immerhin einer von einigen Tausend aus seiner Kohorte doch noch einen Bildungsauftrag erkennen und nicht nur ein gesichertes Einkommen nebst potenziellem Beamtenstatus.
February 17, 2007 · 5:03 pm
nur ganz schnell:
“Selbst wenn er Ironie darin verpacken wollte, dann ging es ihm doch darum, zu zeigen, wie wenig sich manche Gesellschaftsteile auszudrücken verstehen.”
Nein, darum ging es mir nicht. (Dass es trotzdem so gekommen ist kann ich nicht leugnen.)
Mein Blog dient mir vor allem zur kommunikation mit meinen weit über Deutschland verteilten freunden, die sich dafür interessieren wie es mir geht und was mir so passiert. Das war zumindes der Ursprung. Und was ich mit dem Beitrag sagen wollte war: “Ich wurde heute im Zug genervt”. Nicht mehr und nicht weniger. Zu allem anderen später mehr, gleich klingelt es hier und mein Nachhilfeschüler kommt. Bildungsauftrag geht vor…
February 18, 2007 · 9:02 am
So, jetzt etwas länger.
Ich wusste garnicht, was man in die einfache Darstellung eines Sachverhaltes so alles reininterpretieren kann. Nochmal, ich wollte mit meinem Beitrag weder “Unterschichten”, noch das Bildungssystem, noch den Sozialstaat kritisieren. Er diente der Kommunikation meines Aktuellen befindens und der Unterhaltung. Wenn du das geschmacklos findest kann ich das nachvollziehen, wenn ich die Meinung auch nicht teile. Schön und gut, ich fühle mich auch nicht angegriffen. Vor dem letzten Kommentar hätte ich es darauf auch beruhen lassen, so möchte ich mal noch etwas zum Thema “Gesamtschule” sagen.
Es wird Dich überraschen, dass ich eine solche selbst besucht habe, und dass selbst garnicht aus der “Oberschicht” komme. Meine Eltern sind einfache Arbeiter, mein Mutter z.B. Reinemachefrau. Das ist schon eine tolle Sache, die Gesamtschule. Man setzt Schüler mit verschiedenen Voraussetzungen in eine Klasse und alle lernen voneinander. Super! In der Theorie. In der Praxis sah das bei mir so aus, dass ganz normaler Unterricht ablief, dem die einen besser, die anderen schlechter folgen konnten, was die Ungleichheit eher verstärkt als verringert hat. Damit die Gesamtschule funktioniert müssten sowohl bei Lehrern als auch bei Schülern (von der Grundschule an) ganz andere Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu kann ich die Bücher von Heinz Klippert empfehlen, der hat sich unter anderem zu solchen Themen Gedanken gemacht.
Zum Thema Jugendarbeit. Natürlich gibt es dort schwarze Schaafe, wie überall. Ich (und der Martin so weit ich weiß auch nicht
) haben noch kein Kind eingesperrt und tragen auch keine Medallien vor uns her, denn es gibt keine Medallien. Weder wörtlich noch im übertragenen Sinne. Ehrenamtliche Jugendarbeit geniesst in der Öffentlichkeit leider eh kein besonders hohes Ansehen und kaum Aufmerksamkeit. Und wenn sich etwas verändern sollte dann das. Nicht um mein Ego zu befriedingen, sonder um der Gesellschaft (der “Unterschicht” eingeschlossen) zu zeigen, dass es eben auch andere Möglichkeiten gibt Anerkennung zu finden als im Zug dumme Sprüche abzulassen.
Und nun möchtest du noch wissen warum ich glaube ein guter Lehrer zu werden. Das ist eine schwierige Frage, denn von einem “guten Lehrer” gibt es ungefähr so viele Vorstellungen wie es Menschen gibt. Wer darf beurteilen ob ein Lehrer “gut” ist? Die Schüler? Die anderen Lehrer? Hilbert Meyer? Woran misst man “Lehrerfolg”? In Noten? Sicher nicht ausscshließlich. Fragen auf die klügere Köpfe als ich eine Antwort suchen.
Soweit ich es beurteilen kann bringe ich die nötigen Grudnvorasusetzungen mit. Ich habe einen guten Draht zu den meissten Kindern und Jugendlichen und kann Sachverhalte anschaulich vermitteln. Das ist natürlich lange nicht alles, aber dafür genieße ich im Moment eine gute Ausbildung. Ich habe jedenfalls vor ein guter Lehrer zu werden. Ob es geklappt hat erzähl ich dir in ca. 6 Jahren.
February 18, 2007 · 9:35 am
Du dafrst mir gerne in 6 Jahren davon erzählen. Ich werde ganz Ohr sein. Will der Kollege eigentlich auch Lehrer werden? Nun, es gibt ja solche und solche.
Du musstest dich jetzt hier in der Öffentlichkeit nicht ausziehen. *G* Aber es ist gut, zu wissen, dass Leute, die von unten kommen auch auf dem Boden bleiben können. Geht mir übrigens ähnlich wie dir. Ich will kein Lehrer werden, aber ich habe einen ähnlichen soziokulturellen Hintergrund, ums im Soziologendeutsch auszudrücken.
Du würdest dich wundern, was man alles wo hinein interpretieren kann. Nun, zur Gesamtschule. Es gibt sie in ganzen “zwei” Bundesländern, und dank der Föderalismusreform wird es sie so die nächsten X Jahre dann auch nicht geben, wie man es vielleicht bedurfte. Schau, die Bayern rühmen sich z. B. mit PISA Ergebnissen, wenn man die Statistiken sich genau ansieht, dann hat Bayern wohl hier und da ganz passable Ergebnisse gehabt, aber zu was für einem Preis?! Es gibt einige, die es recht gut schaffen, aber sehr viele, die dann abgeschlagen hintan gehen müssen. Ja, die Gesamtschulen funktionieren auch in der Praxis nicht. Weil die Leute sie nicht so umsetzen, wie sie gedacht wurden. Das liegt am Habitus der Einzelnen und der Reputation des Projekts Gesamtschule. Humboldt ist vor 200 Jahren damit gescheitert, sie einzuführen und sie fristet in NRW und Hessen glaube ich, ein Nischendasein… Nun, dass die Voraussetzungen andere sind, das stimmt ja, hab ich oben auch geschrieben. Aber gerade da muss Schule auch vermitteln helfen, wenn sie ehrlich gute Arbeit leisten will. Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück auf deinem Weg und freue mich, in 6 Jahren von dir zu hören.
Weiterhin frohes Schaffen.
February 18, 2007 · 1:43 pm
Ähm, nein… ich werd nicht Lehrer, sondern Informatiker. Ich hocke den ganzen Tag im Keller vor meinem grünschimmernden Bildschirm und programmiere böse Killerprogramme oder hacke mich in wichtige Regierungscomputer. Das ist auch viel besser für mich – ich bin ein bisschen sozialschwach und Kinder kann ich eh nicht leiden
Ich denke dir ist die Ironie aufgefallen? Zumindest das mit dem Informatiker stimmt
Mein Fazit für den Moment ist: Es fällt anscheinend echt schwer uns (Schnuub: Damit meine ich dich und mich und die Homies die mit uns abhängen) zu verstehen, wenn man uns nicht kennt… Verdammt! Aber vielleicht hast du, lieber Alexander, ja unsere Feeds schon abonniert und möchtest uns kennen lernen? Ich hab grad mal den RSS-Button gedrückt…
Aber mal komplett ernsthaft: Ich beneide alle, die es (so wie der Thomas und viele andere die ich kenne) eine Wahnsinnsgeduld mit Kindern aller Art und Altersstufen haben – bei mir hat das irgendwann aufgehört mit dem Alter. Die Kinder sind zu laut, zu schnell, zu frech… Ich glaub damit sich das wieder bessert muss ich erst mal selbst welche kriegen!
Zu den Schulthemen kann ich nicht viel sagen, weil ich schlichtweg nicht informiert genug bin. Das etwas im Argen liegt im Staate Deutschland sehe ich aber auch…
Packen wirs an!
February 18, 2007 · 1:56 pm
Ich bin dabei!
Mh… bist du als Informatiker nicht überkandidelt, wenn du im Keller hockst und codest? Ein Kollege von mir studiert Informatik, ein anderer hat ne Ausbildung zum Fachinformatiker hinter sich, der eine codet nicht, er lässt coden. *G* Aber das war mit ein Grund, warum ich das Informatikstudium nicht fortgesetzt habe, weil mich zwar manche Thematik interessierte, aber ich dieses sehr abstrakte, algorithmische Denken nicht so interessant auf Dauer fand. Das wär nicht meine Welt. Ich hab Basic Skills und kann mich schnell in jeder Syntax zurecht finden, aber ansonsten… es befähigt mich halt manchmal zum Mitreden. Benutzt mich als Medium, schamlos.
Kinder sind der Teil der Bevölkerung, mit dem man noch am ehesten Umgang pflegen sollte. Weil Kinder bis zu einem gewissen Alter noch total vorurteilsfrei sind. Das ist wunderbar. Wenn man erlebt, mit welchen Leuten man es sonst zu tun kriegt, und vor allem, wie viel Doppelmoral und Heuchelei einem begegnet. Sei’s drum. Thomas denkt sich was aus, und Martin wird die Schule der Zukunft programmieren.
February 18, 2007 · 2:12 pm
Naja – wenn man es genau nimmt: Ich kann garnicht programmieren
Dafür habe ich einen sehr kompetenten Kollegen, der in der Lage ist jede Programmiersprache innerhalb kürzester Zeit aus dem Effeff zu beherrschen. Meine Aufgabe sehe ich eher in den Gebieten Usablilty, Layout und “Mädchen für alles”
Naja – alles was online passiert mache ich ganz gerne und HTML und CSS und so beherrsche ich blind. Sowas in der Richtung möchte ich auch beruflich einschlagen. Mal gucken was rumkommt.
Kinder haben (leider muss ich sagen) auf Dauer den Effekt, das sie mich nerven. Das geht hin und wieder wenn ich für eine Gruppenstunde mal einspringe auch anderthalb Stunden gut. Wenn ich den Heimschlüssel dann zurückbringe sag ich allerdings auch immer: “Gut das es vorbei ist”…
February 18, 2007 · 9:22 pm
Mh… nun ja, es kommt ja auf den Blickwinkel an. Man darf ja nicht die eigenen Maßstäbe an Kinder ansetzen. Wenn man mit ihnen interagieren möchte wie mit Erwachsenen, dann haut das nicht hin. Aber des empfinde ich ja gerade als das Schöne, dass es eben in Kindern noch nicht so heuchlerisch ticken kann, wie bei uns. Wir sagen was, und denken was ganz anderes. Kinder kennen bis zu einem gewissen Alter dieses strategische Verhalten und solche Metaebenen nicht.
February 19, 2007 · 7:21 pm
Leider erreichen die Kinder das Alter in dem sie diese Strategien erlernen heutzutage immer früher. Oft gezwungener maßen, weil die Familiären verhältnisse eine “Kindheit” im eigentlichen Sinne garnicht mehr zulassen.
Dass finde ich einen der wichtigsten Aspekte bei unserer Pfadfinderarbeit. So sehr wir auch darauf bedacht sind Selbstständigkeit zu fördern darf man doch einfach auch noch ein bisschen Kind sein. Ich glaube einer der Faktoren der dazu führt, dass Kinder so werden wie die beiden Jungs aus meinem Beitrag ist, dass sie erwachsen werden (müssen) bevor sie bereit dazu sind.
February 20, 2007 · 9:48 pm
Ich habe mir den Beitrag genau durch gelesen und muss leider gestehen das es die gesellschaftliche Realität ist, dass das Elternhaus und somit die gesellschaftliche Stellung Einfluss auf den Erfolg eines Menschen haben.
Nur ein paar Beispiele:
Eltern mit geringen Einkommen können den Kindern keine Nachhilfestunden finanzieren, ich bin deswegen 2 mal sitzen geblieben nicht lachen Klassenstufe 1 und 2.
Eltern mit geringen Einkommen können kein Studium finanzieren, so braucht derjenige auch mal ein paar Jahre länger denn zu den Büchern und anderen Materialien muss auch noch das täglich Brot finanziert werden.
IQ ist eigentlich schädlich heute denn je mehr man nachdenkt umso mehr erkennt man das es eigentlich doch nur den Untergang entgegen geht und man nichts Bewegen kann was bis in die Ewigkeit erhalten bleibt.
Ansonsten muss ich leider auch zu geben das ich viele Vorurteile mit mir rumschleppe die leider das Leben auch nicht leichter machen.
Danke für den Link auf mein Blog.
February 20, 2007 · 10:11 pm
Je mehr man weiß, desto mehr weiß man, was man alles nicht weiß. *G* Hat irgendein schlauer Mensch mal gesagt… allerdings ist diese Perspektive alleine schon unbefriedigend. Die Unwissenden sind glücklich, weil sie nicht sehen, wie viel sie verpassen. Die Wissenden werden depressiv darüber, was ihnen alles entgeht. Jetzt ganz zugespitzt formuliert.
Gern geschehen für den Link. Welchen Beitrag genau meinst du? Den von Thomas aus Trier?
February 20, 2007 · 11:32 pm
ja genau den.
gibt jetzt eine extra Seite wo ich solche interessante Beiträge verlinke.
und s war ein alter Grieche der es sage Sorkrates. war es nicht das Wort “ich weiß das ich nichts weiß” was ihn zu dieser These veranlasst hat.
February 20, 2007 · 11:39 pm
Du stellst Fragen. *g* Ich bin da ganz in asiatischer Tradition verhaftet, ich lebe die Weisheiten und missachte damit das kapitalistisch Copyright.
In meinen Seminararbeiten halte ich mich selbstredend an die Gepflogenheiten, aber viele Dinge hab ich mir zu eigen gemacht, ohne darauf zu achten, woher sie eigentlichen stammen.
February 21, 2007 · 1:21 am
Alexander war ich nicht anderst im Diplom wurde es gnadenlos abgestraft. shit ist wenn man immer selbst denkt und nicht zitieren will. *g*