StudiVZ: Freunde der Sonne
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It’s raining again… dum di dum. Mir fiel nur gerade dieser Song aus den 80ern ein. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass die RAF 2.0 so schnell gegen das Kapital vorgehen würde. Sie haben’s getan: [tag]StudiVZ[/tag] wurde gehackt. Natürlich sind das nur lose Verbindungen. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass ich so schnell das StudiVZ Logo so bald wieder verwenden müsste, weil die Kommerz-Klitsche aus dem Bonkerrr so flink wieder in aller Munde würde sein wollen.
Der Realität entspricht jedoch, dass StudiVZ offiziell Strafanzeige stellt. Pech bloß, wenn die Hacker sich irgendwo im Datennirvana bewegt haben und die deutsche Hochglanzjustiz erst noch erklärt bekommen muss, was (k)ein Kavaliersdelikt in der virtuellen Netzumgebung ist, und was überhaupt IP-Nummern sind, und dergleichen mehr. Freunde, möchte jemand Popcorn? Salzgebäck? Mittlerweile ist das Holtzbrinck-Ghetto vom Netz gegangen. Jörg-Olaf Schäfers mutmaßt, ob gar schlimmere Dinge passiert seien, als bislang über die Pressemitteilung der Außenwelt kommuniziert wurden.
Wer sagt eigentlich, dass das Ganze nicht nur ein PR-Gag ist? Fleißige Journalisten sollten beim zuständigen Kriminalamt nachhorchen, ob wirklich Strafanzeige eingeht, erst dann können wir davon ausgehen, dass es nicht nur eine Premiere-Aktion war, die Schwarz-Seher auszuschließen.
Doch bis dahin können wir ja munter drauf los spekulieren. Was ist geschehen? – Zäumen wir das Pferd doch mal von hinten auf. Derzeit findet sich auf den Seiten von StudiVZ folgende Meldung:
Aus Sicherheitsgründen wollte man den Studis neue Passwörter zukommen lassen. Warum?! Ach richtig, das Netzwerk wurde gehackt. Entwendet wurden, laut Mailinhalten an diverse Blogosphärenmitglieder und offizieller Pressemitteilung, “Mailadressen, Zugangsdaten und Freundschaftsverbindungen” (Pressemitteilung). So geht es dann manchmal. Der Zeitpunkt, den die Hacker sich ausgesucht haben, ist für eine Studentenplattform strategisch ungünstig. Vorlesungsfreie Zeit, oder wie die Spaßfraktion sie nennt: Semesterferien.
Noch ehedem hatte es geheißen (siehe Bildschirmausschnitt bei Jörg-Olaf Schäfers), dass man lediglich drei Stunden vom Netz gehen wollte. Warum diese Ankündigung? Nun, weil die Dinge nicht so liefen, wie man es sich vorgestellt hatte. Alle Nutzer sollten nämlich ihre Passwörter austauschen. Zu diesem Zweck hatte man bei der Anmeldung der Studis einen Mechanismus vorgeschaltet (vergleiche Screenshot bei F!XMBR), der zum Erfolg führen sollte. Indes meldeten sich so viele Studis gleichzeitig an, dass, wie es weiter oben im Bildschirmausschnitt zu lesen gibt, die Datenbank in die Knie ging. Und die Prozedur, ging auch nicht wirklich leicht von der Hand. Es gab Komplikationen, wie man an der Blogbar in den Kommentaren zu diesem Artikel lesen kann.
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Tags Berlin, Blogbar, Don-Alphonso, Hacker, Holtzbrinck, StudiVZ
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 6 Kommentare

February 28, 2007 · 12:07 am
StudiVZ gehackt…
Langsam aber sich kann man für StudiVZ nur noch Mitleid haben, na ja, abgesehen davon das sich die Macher daran eine goldene Nase verdient haben. Die Seite war Dienstag mal wieder offline, diesmal eines kleinen Datenklau-SuperGAUs wegen.
“Wie die…
February 28, 2007 · 12:39 am
[...] Vergangenheit. Warum sollten sie auch? – Für dieses Mal dreht es sich um Folgendes: Angekündigt wurde, dass man um 0:00 Uhr wieder da sein würde. Wir haben halb Ein Uhr in der Nacht und StudiVZ ist [...]
March 1, 2007 · 4:01 am
[...] Sicherheitslücke soll Schuld sein, das wussten wir bereits. Es heißt aber in der FTD dazu differenzierter: “Über ein neu [...]
March 3, 2007 · 12:15 am
[...] der zweite März. Vor gar nicht erst einer ganze Arbeitswoche begab es sich, da wurde das StudiVZ gehackt. Als wäre dies nicht genug, wurden schon ein Mal die Daten von über 1er Million Studierender [...]
March 5, 2007 · 8:16 am
Ich bin ja sehr gespannt, wann der erste Spam kommt. Habe glücklicherweise eine eigene StudiVZ Adresse eingerichtet
March 22, 2007 · 7:38 pm
Sie sollten auch gespannt sein, ob nicht Europa, der Hörspielverlag ein Problem damit hat, dass Sie auf Ihrer Casino-Seite deren Logo missbrauchen.