Veröffentlicht am 3. März 2007 von Alexander Trust
Ich war gerade dabei, ein Mail an LinkLift über deren Kontaktformular zu schreiben, da kam mir in den Sinn, den Inhalt auch auf meinem Blog zu veröffentlichen, weil er die Allgemeinheit betreffen könnte, die ebenfalls bei diesem Dienst angemeldet ist. Es dürfte aus den nachfolgenden Zeile ersichtlich werden, worum es sich handelt:
“Liebes LinkLift-Team.
Nur mal rein interessehalber nachgehakt: Eigentlich sollte am 02.03. eine Anzeigenbuchung auf meinem Blog auslaufen und ich dafür 15 Euro gutgeschrieben bekommen. Der Kunde hat es sich offenbar kurzfristig anders überlegt und noch um einen Monat verlängert. Das Auszahlungsdatum ist jetzt auf den 02.04. gesetzt worden. Gesetzt den Fall, der Kunde spielt dieses Spielchen jeden Monat aufs Neue, würde dann nie eine Auszahlung erfolgen?! Es gibt riesengroße Bauunternehmen, die Konkurs angemeldet haben, weil Personen derartige Verschiebespielchen betrieben haben und Zahlungen immer weiter hinauszögerten. Was spricht dagegen, die Abrechnungen bei Linklift “monatlich” durchzuführen?! Als Blogbetreiber komme ich auch nicht umhin meinem (sic!) Webspace-Provider zu bezahlen. Soll ich dem dann u. U. auch mal vorschlagen, doch bitte solange auf das Geld zu warten, bis etwaige Werbekunde mich bezahlt haben?
Diese Frage habe ich jetzt recht provokativ gestellt. Ich finde den Dienst hier ganz gut, deshalb möchte ich die Frage nicht falsch verstanden wissen. Aber es wäre schön, wenn man hier ein Mal darüber nachdenken würde, diese Praxis zu verändern. Eventuell sogar im eigenen Sinne? Denn ich weiß nicht, wie die Abrechnung der Werbekunden gegenüber LinkLift selbst vonstatten geht. Wenn LinkLift nicht “vorab” schon das Geld von den Werbekunden einstreicht, ergeht es Ihnen genauso wie mir und anderen Blogbetreibern. Wenn allerdings LinkLift schon zum Zeitpunkt, da die Anzeigen in Blogs geschaltet werden, Geld erhält, frage ich mich, warum das nicht genauso unmittelbar an die Kunden weitergeleitet würde.
Lieben Gruß,
Alexander Trust
P.S.: Ich habe diese wenigen Zeilen auch in Form eines Blogbeitrags in meinem Blog quasi als offenen Brief an LinkLift zitiert, da ich glaube, dass eine öffentliche Diskussion zu diesem Thema durchaus nicht verkehrt sein kann.
So Leute, jetzt seid ihr aufgerufen, alle, die ihr auch Kunden bei LinkLift seid, von euren Erfahrungen zu berichten. Ich persönlich finde den Dienst vielversprechend. Das bedeutet aber ja nicht, dass man nicht trotzdem genauer hinschauen sollte. Es gibt ja durchaus Leute, die schon Erfahrungen mit dem Dienst gemacht haben, wie z. B. Metty von Discobeats. Da sein Blog aber bislang über einen Werbekunden seit Anmeldung nicht hinaus kam, muss er warten und hoffen, dass er eines schönen Tages noch weitere Werbekunden mit seinem Blog interessiert. Erst dann nämlich wird das Auszahlungslimit überschritten und erst dann hat er einen geldwerten Vorteil dadurch.
Kleinere, jüngst entstandene Irritationen durch LinkLift bei Bloggern haben sich wohl auch aufgeklärt. So hatte es geheißen, LinkLift habe Spamnachrichten an Blogger verschickt, und für den Dienst geworben. Das ist wahr, wie Chris Schagen (hier der 31-Jährige im Interview) von LinkLift bei Robert Basic in den Kommentaren zugibt und sich postwendend dafür entschuldigt:
Ja, es stimmt, wir bei LinkLift haben eine Reihe von Bloggern angesprochen. Dies verstößt definitiv gegen die Etikette und war ein dummer Fehler. Ich möchte mich in aller Form bei den Betroffenen entschuldigen. Ein solches Verhalten wird künftig nicht mehr vorkommen. (Chris Schagen)
Ein wenig Unruhe kann einem jungen StartUp vielleicht nicht schaden, wie wir im Fall von StudiVZ gesehen haben. Selbst dann nicht, wenn es dabei um Geld geht. Denn dank Holtzbrinck geht es zumindest manchen Leuten bei StudiVZ ziemlich gut, andere scheinen sich vor Gerichten verantworten zu müssen, wenn man den rumors aus Februar Glauben schenken konnte. Und wieder andere machen als Praktikantin in der Pressesprecherfunktion von sich reden.
Ein Tipp vielleicht zum Abschluss. Kleinere Blogs sollten sich bei LinkLift dafür entscheiden, das Kontingent an Links auszuschöpfen, d. h. 10 von 10 möglichen Werbelinks einzurichten. Dadurch wird der Preis für die Links zwar gesenkt, aber das erachte ich als relativ sinnvoll, da wenige Werbetreibende bereit sind überzogene Preise für unbekannte Datenschleudern zu bezahlen. Ich zähle mich übrigens dazu. Wenn man eine bekannte Datenschleuder á lá Basic Thinking betreibt, dann kann man getrost auch nur 4 von 10 möglichen Werbelinks verkaufen oder noch weniger und damit insgesamt einen höheren Verdienst erreichen, falls man immer auf die volle Anzahl von Werbekunden kommt.
Basic-Thinking, Holtzbrinck, LinkLift, Marketing, StartUp, StudiVZ, Werbung
Und wie ist deine Meinung?
Ich glaube da hast du etwas falsch verstanden bzw. es ist bei Linklift nicht ganz korrekt dargestellt. Es wird dir nach Ablauf jeden Monats das Geld auf deinem Konto gutgeschrieben, auch wenn der Kunde noch länger gebucht hat, so sieht es zumindest bei meinem Konto aus. Schau mal in deinen Account, die Zahlung die am 2.3. fällig war müsste dort eigentlich gut geschrieben sein.
Nein, das kann ich so nicht bestätigen. Der Werbekunde auf der Seite ist derweil angezeigt mit gebucht vom 30.01.2007 bis zum 02.04.2007. Er war davor nur bis 02.03. gebucht gewesen. Auszahlung ist vorgesehen für den “jetzt” 02.04. – Ich habe die ganze Zeit über, regelmäßig, wenn ich Werbekunden angenommen oder abgelehnt habe, immer mein Konto überprüft, und auch jetzt sind dort nur 3,50€ gebucht. Wie die allerdings zustande kommen, kann ich derzeit noch nicht nachvollziehen, da jede Anzeigenschaltung 5,00€ (netto) ausmacht, und ja durchaus auch immer volle 30 Tage eine Anzeige geschaltet wird, wenn nicht von meiner Seite aus oder von Seiten des Werbekunden früher aus irgendeinem Grund abgebrochen wird.
Wie ich sehe, hängt das wohl doch mit dem Werbekunden zusammen. Die Buchung erfolgte gestern früh, 09:30 Uhr. Mi dispiace.
[quote]…dort nur 3,50€ gebucht. Wie die allerdings zustande kommen, kann ich derzeit noch nicht nachvollziehen, da jede Anzeigenschaltung 5,00€ (netto) ausmacht[/quote]
Du bekommst 70% vom Netto-Betrag.
5 EUR x 0,7 = 3,50 EUR
Ah jetzt ja, eine Insel. Das heißt für meine Mitblogger, dass wir noch eine Weile mit AAL auskommen müssen, ehe wir Licht am Horizont sehen. Gut Ding will eben Weile haben.
Ich persönlich hab auch den Eindruck dass das mit den Kontobuchungen eher manuell abläuft bei Linklift.
Andere Sache, ich hab laut Statistik zwei Publisher geworben (im Januar, nur damit keine Unklarheiten aufkommen), aber davon seh ich auf meinem Konto gar nichts.
Ich könnte jedenfalls schwören, dass die Kontobuchung nicht schon am 02ten dort gewesen ist. Na ja, sei’s drum… merkwürdig das. Du hattest im Januar welche geworben, und die sind schon ausgelaufen? Oder noch immer am Werben?
Wegen Aff:
Monat Visits Anmeldungen Aktive Advertiser Aktive Publisher
Januar 2007 99 2 0 2
Stört’s dich eigentlich dass Werbekunden die verlängern den gleichen Preis zahlen? In meinem Fall war’s quasi Stammkundenrabatt und ich hab auch gar nichts dagegen.
Woran siehst denn du, wieviele Besucher das Ganze hatte? – Also ich denke, dass das mit dazu gehört. Klar, wenn die Webseite “teurer” werden sollte. Aber wann wird sie das schon. Und dann wird es sich eben mit neuen Werbekunden ergeben, dass man den neuen Preis erzielt.
Du meinst wieviele Leut auf den Werbelink geklickt haben? Keine Ahnung und ist ja auch wurscht (ansonsten würde derjenige ja bei Google buchen).
Ich weiß dass es ordentlich was bringen dürfte beim Ranking, hab’s selber mit zwei gekauften Links getestet (waren aber eher niedrige Pagerank), aber ganz sicher weiß man’s ja nie.
Zumindest das Kommentieren in der Blogsphere mit Realname bringt mir was
Nja, ich meinte nur, weil ich die bei LinkLift nicht angezeigt bekomme. Bzw. ich nicht einsehen kann, wieviele Leute die geklickt haben.