Veröffentlicht am 4. März 2007 von Alexander Trust
… davon berichtet die BILD-Zeitung. Sie lässt die ehemaliger Schwiegermutter von Stefan Effenberg zu Wort kommen. Und die soll den BILD-Lesern den guten Effe erklären. “Er nahm die Nachbarin, weil sie in der Nähe war”, lautet das Credo von Marlene Schiffer.
Wer sich ein wenig für die Welt interessiert, und ein bisschen Menschenverstand an den Tag legt, wird wissen, dass man “den” Effe so schnell nicht auf einen Nenner bringen kann. Davon ein Mal abgesehen gibt es in der Psychologie, Soziologie, der Biologie – es gibt unheimlich viele Erklärungsversuche für menschliches Verhalten, die alle mehr oder weniger plausibel sind. Was auf jeden Fall nicht verwundert, die neue Nachbarin sieht den Ex-en von Effe recht ähnlich. Wenn man sich anguckt, wen das Bobbele alle Nase lang abschleppt, dem wird ein biologisch programmiertes Wahlverhalten deutlich.
Effe nahm aber eben nicht zwingend die Nachbarin, weil sie in der Nähe war. Das ist nämlich “zu einfach”. Ich frage mich, warum der Springerverlag glaubt, ob ein Teil der BILD-Leser wirklich so einfach gestrickt ist? Dieses Blatt hätte unheimlich viele Potenziale zur Aufklärung, tut aber so, als müsste man sich für ein wenig fundiertere Informationen einen Arm ausreißen.
Beziehung, BILD-Zeitung, Biologie, Boulevard, Effenberg, Fußball, Psychologie, Wissenschaft
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