Schmerzgrenze bei Dariani offenbar erreicht
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Die Geschehnisse kann man interpretieren wollen, wie man lustig ist. Bei Heise online heißt es, dass sich die Verlautbarungen von Holtzbrinck sogar wie ein Aufstieg von Ehssan Dariani lesen lassen. Holtzbrinck plant offenbar eine Umstrukturierung von einer Limited in eine GmbH. Die deutsche Gesellschaftsform ist den Holtzbrincklern sehr sehr sehr viel lieber, da sie finanz-rechtlich weitaus mehr Sicherheiten für den Unternehmer bereit hält. (via Daniel)
Das geht letzten Endes sogar so weit, dass im Prinzip sehr findige Entrepreneure Schindluder damit treiben könnten. Ich möchte Spekulationen keinen Vorschub leisten, doch ein jeder sollte sich an dieser Stelle überlegen, welche Weichen das StudiVZ eventuell mit einer Veränderung der Gesellschaftsform zu stellen bereit sein könnte. Und zwar abseits derer, die sie in die Öffentlichkeit kommuniziert. Vor allem wenn man sich den Zusatz der “beschränkten Haftung” auf der Zunge zergehen lässt.
Nun, Ehssan Dariani, so heißt es, wird seine Stelle als Geschäftsführer aufgeben, oder hat sie sogar schon aufgegeben. Dennis Bemmann und Michael Brehm übernehmen das operative Geschäft. Interessant, wie “abgehoben” die Figur des E. D. nun schon ist, der Erfolg quasi zu Kopf gestiegen. Denn er lässt verlautbaren, er wolle sein “Know-how und seine Erfahrung im Aufbau von Unternehmen und Start-ups nun als Berater, Mentor und Business-Angel zur Verfügung stellen”. Das nenne ich eine besonders dicke Lippe. Karsten Wenzlaff hatte im Kontext der Einführung von SchülerVZ schon angedeutet, wie wenig fundiert die Aussagen eines E. D. auf Beteiligte wirkten, und wie unsicher derselbe in der Außenwirkung schien.
Ehssan Dariani soll in den Aufsichtsrat. Bislang gibt es diesen noch nicht. Studenten-Deutschland und die Medien werden sicherlich schon vergessen haben, dass E. D. in den Aufsichtsrat sollte, wenn denn Holtzbrinck die Gesellschaftsform verändert haben wird. Wenn dann E. D. wider Erwarten doch nicht in den Aufsichtsrat rücken würde? Und was tut Dariani bis dahin? Die Klingeltöner (Samwer-Brüder) sind ja vor kurzem partiell zu Krähen mutiert, die den Holtzbrinck-Heuschrecken ein Auge aushacken könnten. Man formiert sich als Konkurrenz auf dem Markt der sozialen Netzwerke für Schüler. Da E. D. sich so anbiedert, eventuell können die Samwers ihn in der Zwischenzeit als Business-Teufel warmhalten?! Solange natürlich nur, bis der Posten im Aufsichtsrat einer StudiVZ GmbH frei würde. Wenn er ihn dann noch benötigt.
Quo vadis, E. D.? Vor allem aber, warum? In meinen Augen war eine Figur wie er nicht tragbar für ein Unternehmen, das seriös wirken möchte. Auch in den letzten Wochen liefen etliche Dinge nicht so, wie sie hätten laufen können. Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie z. B. der Ersatzbesetzung für einen erkrankten PR-Menschen. Die Zweitbesetzung allerdings durch eine Praktikantin, die dann in ihrer ersten Rettungsaktion direkt etliche Fettnäpfchen mitnahm wirkte leider nicht professionell. Dafür muss dann jemand die Verantwortung übernehmen. Eigentlich könnte man meinen, habe Ehssan die ganze Zeit über mit dem Feuer gespielt. Sein Lebensstil passt nicht in einen konservativen Business-Kontext. Es könnte sein, dass einige Leute das auf dem DLD beispielsweise gemerkt haben, und in der Summe dann, nahm der Druck zu handeln für die Holtzbrinckler immer weiter zu. Ehssan war wie ein Magnet für schlechte Presse. Seine Person kam nicht mehr wirklich zur Ruhe. In der medialen Öffentlichkeit war immer er es, der den Kopf hinhalten musste, zum Teil für Eskapaden, die lange zurück liegen. Meiner Meinung nach haben die Medienschaffenden auch deshalb nicht abgelassen, weil in seiner Person Anspruch und Realität mächtig weit auseinander liegen; es könnte natürlich ebensogut ganz anders sein. – Für mich stellt sich nur die Frage, welchen Preis hatte Ehssan. Wieviel mag es gekostet haben, ihn von der Firmenspitze wegzureformieren?
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Tags Dariani, GmbH, Holtzbrinck, SchuelerVZ, StudiVZ
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 2 Kommentare

March 15, 2007 · 10:41 pm
[...] vielleicht auch schon Mal übersehen. Doch der spielt jetzt leider Gott sei Dank eine andere Geige. Dazu im Lawblog: “Diese Klausel erstreckt sich auf praktisch alle Pflichten des [...]
March 21, 2007 · 5:18 pm
[...] warum das StudiVZ gerade den Akademikern einen Riegel vorgeschoben hat. Holtzbrinck hat Dariani entlassen, nachdem dieser den Mund zu voll genommen hatte (wie es heißt) und ist nun mehr und mehr auf dem [...]