16. March 2007

Wenn ich auch keinen Commodore hatte…

… so hat mich diese Marke und haben mich die Geräte des Herstellers damals und der Firmen, die den Markennamen nach dem Konkurs des ursprünglich kanadischen Computerherstellers in 1994 für ihre Zwecke missbrauchten, eine Zeit meines Lebens begleitet.

Jetzt kommt Commodore zurück, und siehe da, der nun britische Rechteinhaber scheint zumindest etwas für mein Auge parat zu haben. Als Hersteller von Spiele-PCs möchte man mit dem Markennamen und interessanter Optik bei Spielern punkten. Das grundlegende Gehäuselayout wirkt ein wenig an Apple-Ästhetik angelehnt. Zumindest das ausgeschnittene C in der Seitenwand der Towergehäuse und dasselbe Logo in Miniaturausführung auf der Front der Rechner wirkt bei unlackierten oder unbeklebten Gehäusemodellen ein wenig wie der Apfel von Apple.

Golem berichtet über den baldigen Markteinstieg (April) von der Marke Commodore Gaming, unter der Spiele-PCs veräußert werden. Besonders auffällig sind die “C-Kin”s (gelesen skin, für engl. Haut), die der Hersteller quasi wie ein Desktopthema oder ein Skin für eine Computeranwendung den Käufer nun auch für Computer auswählen lassen will. Bei Golem gibt es eine 17-teilige Bilderstrecke, weitaus mehr Ansichten findet man aber in der “C-Kin”-Gallerie auf den Seiten von Commodore-Gaming.

Highend-Rechner, die dazu noch das ästhetische Bedürfnis der Benutzer befriedigen, zumal manche C-Kins eventuell nur in limitierter Stückzahl produziert werden könnten – das ist ganz nach dem Geschmack von Computerspielern, die das gewisse Extra ihr Eigen nennen wollen. Mit ein Grund, warum Apple so erfolgreich war, ist deren Designvorstoß gewesen. Dröge Elektronikteile wurden von Apple zu trendy Lebensinhalten  umgemodelt.

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