25. March 2007

Eine Maus sieht rot

Zeichnung, Maus sieht rot Toll, was man mit Nagern alles anstellen kann. Vor allem genial, was man im Namen der Wissenschaft alles mit ihnen macht. Es gab schon den ein oder anderen Vertreter, der genmutiert, mit dem Auswuchs eines menschlichen Ohrs auf dem Rücken rumbuckelte. Sei’s drum. Der Mensch tut so vieles. Keiner kümmert sich drum.

Den neusten Berichten im Wissenschaftsmagazin Science zufolge, haben Wissenschaftler es nun geschafft, unseren nahen Verwandten das Farbensehen beizubringen. Während ein Großteil der männlichen Bevölkerung sich damit zufrieden geben muss, eine Rot-Grün-Fehlsichtigkeit attestiert bekommen zu haben, darf Manni Mauskewitz nun vor farbige Steckdosendeckel laufen. Et kütt, wie et kütt. Unheimlich viele Versuchsreihen waren notwendig, um das zu zeigen, wovon die Wissenschaftler jetzt ausgehen, dass sie gezeigt haben. Wenn man Mäusen menschliche Gene aufs Auge pflanzt, mutieren wachsen diese derart heran, dass sie einen evolutiven Schritt in der Menschheitsgeschichte erlebbar machen.

Ich warte auf die erste YouTube-Serie Lost in Transplantation, die zeigt, wie wehrlos Versuchstiere gegenüber den Damen und Herren in weißen Kitteln sind. Nicht das es jetzt einen Unterschied machen würde zu einem Sack Reis, der irgendwo umfällt. Wir lernen daran ja bloß, wie wir uns selbst verhalten. Da mir diese Nacht eine Stunde stibitzt wurde, fasse ich mich kurz, immerhin habe ich schon die Zeichnung angefertigt. Wer mehr über die Hintergründe der Versuchsreihen erfahren möchte, der kann die oberflächlich vorgetragenen Ergebnisse in der Netzeitung nachlesen, oder zusehen, wie er ein Online-Abo der amerikanischen Wissenschaftszeitschrift “Science” erwirbt.

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