14. May 2007

Was haben…

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… ein Eisbärjunges im Berliner Zoo und die kommende Version der Desktop-Umgebung KDE 4.0 für Linux gemeinsam? – Ich könnte an dieser Stelle ein Gewinnspiel daraus machen. Das würde allerdings den Schwierigkeitsgrad der allermeisten, in den Telemedien ausgetragenen Gewinnspiele in den Schatten stellen. Die Komplexität dieser Frage scheint schier unermesslich. Ich selbst hätte allerdings nicht gedacht, dass man beide “Knut” nennt.

Weiß jemand, wer in diesem Fall die Henne und wer das Ei darstellt?! Was war der Verdruss mancher Couchpotatoes in den letzten Wochen groß: Wo man hinsah gab’s Knut. Kein Entrinnen vor dem Knuddelbärchen. Wer allerdings gedacht hätte, dass Knut immer und überall nur ein Eisbär sei, der hat die Rechnung beispielsweise ohne Technorati gemacht, oder?!

Knut @ Technorati

Unter den aktuellen, deutschsprachigen Suchergebnissen (Zeit: 22:17 Uhr, Datum: 14.05.2007) bei Technorati findet sich auf Seite 1 nicht immer nur ein artfremd gehaltener Säuger. Tales from the Mac Hell (Untertital: Agitation und Propaganda seit 1931) kommentiert ein Spiegel-Interview mit “Knut” Folkerts. Eine Randbemerkung: Gewagt ist das Thema des Blogs, das einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1931 zum Hintergrund hat. Deutlich lesbar auf allen Artikelseiten prangt der Spruch: “Erklärungen nationalsozialistischer Führer”. Dankenswerterweise weist das Impressum daraufhin, dass LeserInnen ihren eigenen Ironiedetektor anstellen müssen, um nicht vollends überfordert zu werden.

sunset of rock @ livespace Ein weiteres Suchergebnis, das den Leser auf ein Livespace geführt hätte, ist derzeit leider nicht erreichbar. So zumindest die Meldung, wenn man dem Verweis aus der Suchergebnisliste von Technorati folgt. Navigiert man von Hand den Livespace an, wird man indes fündig. Franzi aus Brieselang hat ihren Aufenthalt im Zoo mit Fotos dokumentiert. Man navigiere, wenn man unter 8 leider nur gering auflösenden Bildern, zum Menüpunkt “Fotos” und klicke dann auf das entsprechende Album: “Ein Tag mit Knut”. Technorati indes muss noch an der Zusammenarbeit mit den Microsoft Livespaces arbeiten, da das nicht der einzige fehlgeleitete Verweis ist, der mir bislang untergekommen ist.

Ein Knut-Eisbär-Blog kommentiert einen Artikel aus der Berliner Morgenpost, in dem der Zoodirektor die wirtschaftlichen Vorteile der Marke “Knut” für den Zoobetrieb hervorhob. Schaut man sich das noch junge Profil des Blogs bei Blogscout an, merkt man im Übrigen, dass das Blog eine durchaus interessante Reichweite hat, gleichwie nicht gar so “nachweisbar” bekannt ist, im Sinne von Pagerank und Backlinks. Riemer-O-Rama veröffentlicht ein 33-Sekunden MP3, das man als Dramolette tarnt?! Sehr sinnfrei der Text: Knut the magic “Eisbär” is living in the zoo. Vielleicht ja mal in 100 Jahren die nächste Form von Fastfood-Lyrik.

Und auch der nächste Eintrag gehört zumindest in den Eisbär-Kontext. Gleichwie veröffentlicht der News Splitter Blog nur eine Stellungnahme bezüglich des Ansinnens des Freistaates Bayern, gerne doch wieder einen Braunbären haben zu wollen, nachdem man Bruno ja nicht haben wollte (vgl. Bayern weiß nicht was es will). Das Markenblog informiert uns über eine Markenregistrierung beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt “Knut – der Eisbär”. Oliver K. machte einen viertägigen Kurztripp nach Berlin und lässt uns alle mit einem Erlebnisbericht daran teilhaben, natürlich darf der kleine Eisbär nicht fehlen.

Wie genau die VIPler mit einem völlig themenfremden Eintrag in die Suchliste kommen dürfte sich über ein sinnfreies Tagging erklären, dass die Damen und Herren dort betreiben um in Ergebnislisten anderer Themengebiete mit aufzutauchen. Pfui! Anders bei Mampfioso. Endlich gibt es ihn von Haribo: Knudeel-Knutsch. Wer auf “weiße Mäuse” steht, der wird an dem Schaumgummi im kleiner-Eisbär-Gewand wahrscheinlich ebenso seine Freude haben. Haribo spendet offenbar 5.000 Euronen an den Berliner Zoo und jeweils 10 Cent einer Runddose mit Knuddel-Knutsch (Himbeer-Geschmack) wird ebenfalls für Knut den Eisbären gespendet.

Einschätzung

Ich finde, das was mir hier gelungen ist, ist wenig spektakulär. Bald könnte man sagen redundant. Trotz allem hab ich es gemacht. Nun, meiner Meinung nach ist beispielsweise die Kuttner-Show der Netzeitung mindestens ebenso redundant. Warum also nicht einfach mal überflüssig sein wollen. Eines ist sicher: So etwas mach ich nicht noch ein Mal. Ehrenwort. ;) Es zeigt sich aber, dass wir – bislang jedenfalls – noch nicht wieder um Knut den Eisbären herum kommen.

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Kategorie Glocal, Media · Autor · 3 Kommentare


3 Kommentare

  1. Kommentar von Thomas
    May 22, 2007 · 7:50 pm

    Tja, Knut ist eben immer und überall. Aber ich weiß was Du meinst. Jedoch muss ich meinen Beitrag “verteidigen”. Denn meine Nennung des Namens Knut hat zumindest einen direkten Bezug zur Sache. Aber das hast Du ja bestimmt nicht übersehen.

  2. Kommentar von Alexander Trust
    May 22, 2007 · 7:56 pm

    Das ist auch total in Ordnung. Weißt du, vieles von dem, was ich schreibe hört sich kritisch an, oder wirkt, als wäre ich brüskiert. Ich möchte eigentlich nur erreichen, dass die Leute sich in dem Kontext dann Gedanken darüber machen. Was hat es eigentlich mit Teno und dir zu tun? Gibt’s da bei dir noch mehr zu lesen. Direkt mal schauen.

  3. Kommentar von Thomas
    May 22, 2007 · 8:02 pm

    Ich finde Deine Artikel nie schlecht, lese gerne mal darin!

    Und wegen TeNo: Nein, gibts nur 2 Artikel drüber. Ich bin da als Blog-Neuling auf seine eine Postkartenaktion “reingefallen”. Naja, als Newbie passiert sowas eben. Aber wie ich an einem Eintrag dazu bei mir sehen konnte, nimmt man auch sowas für übel. Egal. Ich kann Kritik ab ;-)

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