21. May 2007

Von bondea, BLOGine und…

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Zickenterror. Doch: eines nach dem anderen. Was ist bondea? Bondea ist ein Vertreter, oder sollte man(n) sagen, eine Vertreterin der Web 2.0-Art “Social Network”. Bondea ist kostenlos, bondea gibt keine Daten weiter und bondea ist nur für Frauen – so heißen die Drohungen Versprechungen auf der Eingangsseite, die man zudem links im Bildausschnitt sehen kann. Die Verifikation, ob jemand weiblich ist oder nicht, dürfte ebenso schwierig werden, wie die Verifikation einer Identität im virtuellen Raum des Internetz im Allgemeinen. Mit diesem Problem kämpfen alle Kontrahenten auf dem Markt der Sozialen Netzwerke. Und es handelt sich tatsächlich um einen Kontrahenten von zum Beispiel StudiVZ. Bondea gibt zwar an, kostenlos zu sein – im Hintergrund steht allerdings eine neugegründete Limited als Gesellschaftsform. Es will als Geld verdient werden. Selbstredend ist das kein Verbrechen. Konkurrenz belebt zudem das Geschäft.

Stalking goes round the world

Wir erinnern uns an den so genannten Stalking-Skandal im StudiVZ?! Tun wir nicht? – Nun, dann leistet Don Alphonso Aufklärungsarbeit. Warum komme ich in diesem Zusammenhang auf den Stalking-Skandal zu sprechen? Nun, weil bondea im Impressum die Freie Universität Berlin als Adressaten angibt. Dort also sind die MacherInnen zu Hause. Letztes Jahr, Anfang Dezember, kurz nach dem Zenit des Skandals, bezogen die StudentenvertreterInnen Stellung. Sowohl Beteiligte der FU-Berlin als auch der HU-Berlin äußerten sich kritisch gegenüber dem Studentennetzwerk StudiVZ. Geholfen hat alles Nichts?! Und nun ist man selbst an Bord des globalen WWW. Man hat die Kojen frisch bezogen. Zumindest noch nicht allzu lange scheint man mit von der Partie zu sein. Alexa verzeichnet erst seit ungefähr Februar “Traffic” in Sachen bondea. Im Verhältnis zu StudiVZ allerdings (noch) nicht nennenswert.

BLOGine 2007 – Webaward

Das könnte mit ein Grund gewesen sein, warum die MacherInnen von bondea einen Wettbewerb initiierten, BLOGine 2007. Eine gemeinschaftliche Aktion zu starten, zudem die weibliche Blogosphäre einzubinden. Gekürt werden soll eine Bloggerin. Wenn ich das richtig sehe, geht es gar nicht so sehr darum, irgendwelche Kriterien vorzugeben. Immerhin sind sogar waschechte Professionals unter den Nominierten. Nicole Simon zum Beispiel ist eine kompetente Business-Bloggerin und mit ihrem Beissholz mit von der Partie. Fast könnte man sagen, sie ist für den Award überqualifiziert. Es geht aber nicht darum, die beste, die schönste, aktuellste, oder sonstwie Bloggerin zu sein. Vielmehr wird diejenige Bloggerin gewinnen, die das meiste Potenzial an WählerInnenstimmen mobilisieren kann. Auf den ersten Blick sind auch einige Bloggerinnen dabei, die schon bei der Weblogzählung auf Sajonara teilgenommen haben. Beispielsweise Barbara Sucker von “a su salud” oder Liliana Mielich von “Entering Eternity”. Letztere hat allerdings mittlerweile ihren Rückzug von dem Wettbewerb kommuniziert. Warum und wieso, dazu später mehr.

Zickenterror

Nominiert wurden anfänglich 122 Bloggerinnen. Wenn ich alles richtig verfolgt habe, sind derzeit dennoch nur 118 im Rennen. Das hat unterschiedliche Gründe. Oder doch nicht?! Man verzeihe mir, wenn ich mich nicht durch “alle” bisherigen Einträge in dem Blog lese, dann wäre ich nächste Woche noch nicht fertig. Nur so viel: Es gibt einen ersten Skandal im Sperrbezirk. Denn: Bei der Wahl wurde manipuliert und so geschah es, dass einer Bloggerin ein Großteil ihrer Stimmen wieder aberkannt wurde. Jetzt könnte man geneigt sein – oder kommt man gar nicht drumherum? – ein Vorurteil in Sachen Gruppenverhalten zwischen Männlein und Weiblein aufzuwärmen. Die Berichte einiger Teilnehmerinnen und auch der Kommentarstrang im bondea-Blog bondea-Tagebuch tun ihr Übriges. Lanu, die derzeit die meisten Stimmen auf sich vereint äußert sich wiederum relativ kritisch gegenüber denjenigen, die nun etwas auszusetzen haben, findet aber auch markige Worte für das Konzept des Awards:

Wenn sich bondea einen iPod aus den Rippen schwitzt, dann doch nicht, um euch eine Freude zu machen. Wie blauäugig seid ihr denn? Es ging von Anfang an um Traffic für eine rosa-Community.

Und weiter schreibt sie:

Die haben zwar nicht alle Optionen bei dem Awardspiel bedacht, doch für eine verstaubte Aktion wie diese braucht man ja auch nicht 100% der eigenen Aufmerksamkeit.

Und der Rest der Blogosphäre? Lehnt sich genüsslich zurück und kann mal wieder Popcorn und Salzgebäck verteilen. Wobei in diesem Fall vielleicht Schokolade sogar reißenderen Absatz finden würde, oder vertu ich mich da? Sind wir nicht alle ein bisschen Bluna? – Fest steht, ich habe den Betreibern von bondea auch eine Anfrage für ein Interview geschickt. Ich bin gespannt und würde mich natürlich freuen, wenn ich aus Berlin positive Antwort bekäme.

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2 Kommentare

  1. Pingback von Sieben Fragen an Eva K. Hinte von Bondea - Sajonara.de - Internetmagazin
    May 27, 2007 · 12:28 pm

    [...] jüngsten Eskapaden beim von bondea ausgeschriebenen BLOGine Award 2007 angesprochen wurden (vgl. Artikel vom 21. Mai. [...]

  2. Pingback von SEO: Praxis - Überschriften und Linktexte - Sajonara.de - Internetmagazin
    May 27, 2007 · 8:00 pm

    [...] wollte ich doch wissen, wie weit vorne Sajonara landet, da wir mittlerweile schon zwei Artikel zu bondea veröffentlicht haben, zuletzt ein Interview. Da ich nun den ersten Artikel an dieser Stelle hinter [...]

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