1. June 2007

Warum Don Alphonso in einer Blase gefangen ist

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Screenshot vom Blogbar-Artikel Immer wieder wird Don Alphonso seine Subjektivität vorgeworfen. Dieses Argument kann ich nicht gelten lassen. Er steht dazu, subjektiv zu sein, wie meine Wenigkeit ebenso. Zudem wurde einem im akademischen Feld bald als erstes die Illusion geraubt, dass es so etwas wie Objektivität gäbe. Alle kochen sie mit Wasser. Gespreizte Formulierungen von den Doktores sind nichts anderes als “ein” Blick auf die Welt. Die Wissenschaft gerät mehr und mehr in Erklärungsnöte. Das Wissen, es wird nicht weniger. Wenn nicht eines Tages die Akademiker vom Informationsstrudel fortgespült werden – nein, ehrlich, ich finde die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Themen spannend. Sie bringt mir was und, wie ich hoffe, auch anderen. Doch nicht jeder ist dafür empfänglich. Geschenkt. Jedem das Seine. So auch Don Alphonso.

Subjektivität contra Einseitigkeit

Von der Subjektivität ein Mal abgesehen, die an dieser Kunstfigur Don Alphonso haftet wie ein Stigma, empfinde ich seine Sicht der Dinge trotzdem oft einseitig. Es schadet meiner Meinung nach jedoch der Sache, die er kommunizieren möchte. Aus diesem Grund führte ich damals ein Interview mit Verantwortlichen des österreichischen Organs “Die Presse”, um auch die andere Seite zu Wort kommen zu lassen, die sich selbst nicht mit Ruhm bekleckerte und die Position des grantelnden Gegenübers zu festigen geholfen hätte, wenn dieser sich nicht daneben benommen hätte.

In diesem Fall reicht es, wenn ich meine eigenen Gedanken gegen die Formulierungen von Don Alphonso stelle, um zu verdeutlichen, wie eindimensional seine Argumentation ist. Wenige Wissenschaftler halten sich an eine grundlegende Maxime des akademischen Arbeitens, die da lautet, immer auch – wenn nicht gar zuerst – seine eigene Position in Frage zu stellen, bzw. zu untersuchen, um die Beeinflussung in die Argumentation einfließen zu lassen. Man sollte den anderen zu erklären vermögen, warum man zu dem Urteil gekommen ist. Das tut Don Alphonso nicht. Muss er auch nicht.

Werbung ist kein Allheilmittel

Blogs sind unverkäuflich, schreibt der Rächer der Enterbten. Ich lese seine Beiträge an der Blogbar schon eine lange Weile, bin sogar in einem Fall von ihm geadelt kritisiert zusammengestaucht des Lügens bezichtigt worden. Das ist okay, weil doch jeder die Möglichkeit hat, sich der Dinge zu vergegenwärtigen. In der Artikelüberschrift heißt es beim Phons rhetorisch fragend “Warum Blogs unverkäuflich sind”. Eine Antwort bleibt man uns jedoch schuldig. Doch arbeiten wir uns ab, denn immerhin bietet der Artikel eine Menge Reibungsfläche.

Am Ende muss das alles irgendwie kapitslisiert (sic!) werden, und da wird in den nächsten Jahren ganz allgemein das böse Erwachen kommen. Dann nämlich, wenn Werbetreibende, die bislang die einzige Refinanzierungsidee der Medien im Internet sind, mal erleben, wie unsagbar wenig Onlinewerbung einbringt. (Don Alphonso)

Es mag sein, dass Werbung nicht der Wahrheit letzter Schluss ist. Doch Werbung gibt es seit etlichen Hundert Jahren. Und eigentlich gibt es sie schon, seit es Menschen gibt. Werben wir, wenn wir auf der Partnersuche sind, nicht auch immer in eigener Sache? Wenn wir Kontakte knüpfen, Seilschaften ziehen, Projekte anleiern – immer gilt es, sich gut zu verkaufen. Manche können das, andere weniger. Trotzdem tun wir es alle.

Virtuelle Vorkasse: ein Leben nach der Werbung

Es ist jedoch keineswegs so, dass Werbung die einzige Art von Refinanzierungsform im Internet ist. Es gibt schon seit 10 und mehr Jahren Dienste, die für Inhalte zahlen lassen. Ein großer Teil dieser Dienste stammt aus dem Bereich der Erotik- und Pornoindustrie oder der Wissenschaft. Doch auch für Referate, Haus- und Seminararbeiten oder Artikel von Tageszeitungen, Archive, etc. pp. darf der Rubel rollen – tut er zumindest. Mit modernen Mitteln wird mittlerweile sogar selbst jeder zum Gewerbetreibenden. Ebay und Co., aber auch Lulu oder BOD ermöglichen es jedem, die Ich-AG auch auszuleben. Doch halt, es ging dem Alphons um “die Medien”. Richtig, nehmen wir die FAZ, die TAZ, nehmen wir RTL u. a. – Big Brother oder DSDS boten Inhalte gegen Geld. Die genannten Printmedien bieten ältere Artikel und Archivsuche nur gegen virtuelle Vorkasse. ;)

Im Kontext dieser Dienste haben sich all die Jahre im weltweiten Datennetz Firmen gegründet, die Bezahlsysteme entwickelt haben. PayPal von Ebay, ist eines davon, wenn nicht gar das weitverbreitetste. T-Pay, Giropay, Paybox, Firstgate Click & Surf, u. v. m. bieten (für den deutschen Markt) eine Schnittstelle an, um eigene Inhalte und Waren im Netz abzurechnen. Und sogar für Blogsysteme wie die vom Alphons und von mir gibt es seit einiger Zeit Plugins, die dafür sorgen könnten, dass “Qualität” bezahlt werden müsste. Diese setzen jedoch alle auf der PayPal-API auf, wenn ich mich recht entsinne. Zudem gibt es Open Source-Onlineshops, die Hinz und Kunz nutzen könn(t)en, um ihre eigenen Waren loszuwerden. Der Fiskus wird sich etwas überlegen müssen – gilt doch beispielsweise die Spende via PayPal nicht als Einkommen. Selbst der honorige Nörgler von der Blogbar vertreibt auf der Seite ein Buch, an dem er selbst geschrieben hat. Und in seinem Privatblog wird uns außerdem der Weg gewiesen zu einem Roman, den Rainer Meyer, die Person hinter Don Alphonso, einstens geschrieben hat. Warum also, fragt sich der informierte Leser, diese holzschnittartige Verallgemeinerung?!

Eine mögliche Antwort: Don Alphonsos (mediale) Sozialisation

Onlinewerbung mag für jemanden wie Don Alphonso wenig einbringen. Doch geht der Alphons eben wenig akademisch vor. Der französische Ethnologe und Soziologe Pierre Bourdieu hat immer zunächst seinen eigenen Blickpunkt hinterfragt, bevor er Aussagen formulierte, und immer half ihm diese Vorgehensweise auch dabei, sich ein wenig relativierend mit der eigenen Kritik auseinanderzusetzen. Das hat die Kritik von Bourdieu nie obsolet werden lassen, es hat sie jedoch glaubwürdiger gemacht. Schauen wir uns den Alphons ein Mal an. Welcher Jahrgang ist dieser Grantler aus Süddeutschland? Wie schaut seine mediale Sozialisation aus? Warum seine Skepsis gegenüber Onlinewerbung? Und wieso wirkt diese Kritik auf mich wenig nachhaltig?

Wenn der Alphons konstatieren könnte, dass er selbst zwar nicht auf Onlinewerbung anspringt, aber die nachfolgenden Generationen sukzessive mit dem Medium Internet aufwachsen und gerade “die Medien” von denen der Alphons sonst immer schreibt – schon jetzt – ein Beleg dafür sind, wie wichtig das Internet in der Zukunft noch werden wird. Das Fernsehen bangt um seine Quote, Printmedien machen so viel Wirbel wie noch nie, entsenden Drückerkolonnen sogar in den virtuellen Raum. Leserzahlen, Abonnentenziffern, sie stagnieren oder brechen ein. Der Zeitschriftenmarkt wird überschwemmt von vielen neuen Publikationen und zudem ist da die Konkurrenz aus dem Internet. Philipps hielt ein neuartiges digitales Papier vor das Blitzlichtgewitter von Fotografen und jeder, der den Blick aus der Gegenwart lösen kann und sich eingesteht, nicht nur Kaffeesatzlesen zu wollen, der wird wissen, dass auch Werbung in Onlinemedien nicht überflüssig, sondern sukzessive wichtiger werden wird.

Das Internet – (k)ein Medium?!

Das Internet ist im Vergleich zum Fernsehen und der Presse unheimlich komplex, weil die Verbindungen nicht unidirektional von “den Medien” zum “Konsumenten” verlaufen. Interaktion beschränkt sich nicht nur auf Leserbriefe. Das Internet gärt noch, und sucht nach einer Funktion irgendwo zwischen Supermedium, das alle anderen Medien in sich aufnimmt und einem Konglomerat von vielen Einzelmedien (Blogs, Chats, Foren, statischen Internetseiten, sozialen Netzwerken, Usenet, usw., usf.). Das Machtmonopol gerät ins Wanken. Nutzer werden zu Machern, und Kunden diktieren den Preis. Alles Erkenntnisse, die auch der Alphons zur Kenntnis genommen haben dürfte. Umso erstaunlicher seine mitgeteilte Position.

Die Gründer solcher Startups machen im Prinzip folgendes: Sie fangen die User wieder ein, die den Medienkonzernen ins Internet entschlüpft sind, sammmeln sie in neuen Tätigkeiten an und führen sie dann über den Verkauf wieder den Medien zu. (Don Alphonso)

Selbst ein Laie, der nichts mit dem Dotcomtod am Hut hatte, und das Wort Medium oder Medien im Alltagssinn versteht, müsste sich eigentlich an der Aussage stoßen. Don Alphonso blendet vollkommen aus, dass das Internet selbst ein Medium ist. Von daher muss eigentlich niemand etwas aus dem Internet zu “den Medien” zurückführen. Das Internet gehört in den illustren Kreis “der Medien” dazu. Und das ist eine Position, die der Alphons implizit auch immer dann vertritt, wenn er Lobbyarbeit für Blogger leistet. Natürlich gibt es außerdem Internetmedien, Seiten, Portale, Betreiber, Start Ups – wie auch immer – die Werbung im weltenverlorenen Internetz machen.

Kreislauf im Medienzirkus

Selbstredend, der Alphons sprach hier von last.fm, oder anderen Communities, die nur dadurch lukrativ sind, dass sie Werbung schalten. Wenn man es “ganz” einfach herunter bricht – und wir sehen ja im Augenblick, wie Konzerne der klassischen Medienlandschaft sich ins Internet einkaufen -, sind manche Start-Ups, wenn ein Medienunternehmen des Zeitalters pre-Internet es sich einverleibt hat, eigentlich nur noch so etwas wie eine Litfassäule des entsprechenden Unternehmens. Was aber sind Fernsehstationen oder Radioprogramme, was sind Zeitungen und Zeitschriften anderes, wenn nicht Litfassäulen? Ein Boxer, der in den Ring steigt und auf seiner Shorts Werbung zur Schau trägt ist eine Litfassäule. Er dient in dem Augenblick als Medium demjenigen, der ihn zu diesem Zweck einsetzt, zu einem Teil ist er natürlich auch sein eigener Auftraggeber. Jeder von uns, der in einen Laden geht, sich einkleidet, mit den entsprechenden Klamotten auf die Straße geht ist eine Litfassäule. Wir werden als Medien von der Branche instrumentalisiert. (Man kann es so sehen, man muss es nicht so beschreiben.) Und gerade die Kleidung, die am offenkundigsten den Markennamen zur Schau trägt scheint am erfolgreichsten zu sein. Denn das Markenzeichen, das jeder lesen kann, es dient der Distinktion. Und so ist am Ende eine Community – für sich betrachtet – eine Litfassäule, weil es instrumentalisiert wird Werbung zu machen.

Die Frage sei erlaubt, was daran nun so außergewöhnlich ist? Und vor allem, was daran der Kritik bedarf? Es wirkt wie aus der Luft gegriffen. Jedenfalls in meinen Augen. Wenn Internetfirmen, und wenn sukzessive jeder Internetnutzer selbst zur Ich-AG wird und werden kann (man merke sich in Dtlnd. die geplante Umstrukturierung des Gesellschaftsrechts vor, eine 1-Euro GmbH UG wird kommen), dann wirkt der Prozess, den Don Alphonso hier so schön holzschnittartig voneinander losgelöst betrachtet eher wie eine große Form von Recycling. Immerhin gibt es auch nur einen Geldtopf, und das Geld ist immer im Fluss. Es verlässt des einen Tasche und macht sich auf des anderen Konto breit. Wenn Solche, die viel Geld haben, es nicht ausgeben (oder reinvestieren) können sie sich im Leben auch nicht fortbewegen. Alles auf der Welt kostet Geld, und wir haben das Leben so organisiert, dass sich alles an diesem Geld-Medium orientiert. Nun, dann lehnen wir uns zurück, machen den Blick eher etwas unscharf, und erkennen, dass dort am Ende etwas erklärt wird, was nur temporär von Bedeutung sein kann, dauerhaft aber nicht den Unterschied ausmachen wird.

Der Wunsch von der Rolle der Werbung (nach Don Alphonso)

Doch was geschieht, wenn wir annehmen, Alphons’ Position sei unhinterfragbar? Spielen wir ein Gedankenbeispiel durch. Was wird passieren, wenn die Werbetreibenden merken, dass Onlinewerbung wenig einbringt? – Ich erwähnte bereits, dass Alphons’ Position zu sehr auf das Hier und Jetzt oder auf die Vergangenheit fixiert ist und er zudem zur Spezies der besonders skeptischen Homo sapiens sapiens gehört. Nur der Vollständigkeit halber, ich denke nicht, dass Onlinewerbung von anderer Werbung grundsätzlich unterscheidbar ist und auch nicht, dass sie, wenn das Medium Internet ein Mal in der globalen Gesellschaft angekommen sein wird, keine Rolle spielen würde. Alphons gibt uns die Antwort:

Dann haben die Medien vielleicht wieder den temporären Zugriff auf die Nutzer, aber garantiert weder die Bindung noch die Einnahmen, die in den guten, alten Zeiten des Abos, des Monopolrundfunks und der Sendergruppen üblich waren. (Don Alphonso)

Wir finden derzeit vor: Eine sich globalisierende Gesellschaft, deren Akteure nicht mehr am Nationalstaat halt machen und deswegen auch mit einem verstaubten Instrument wie einer Leitkultur nicht gut beraten wären. So eine Gesellschaft soll Einnahmen garantieren, die noch zu alten Zeiten des Abos garantiert werden konnten?! So doch die Aussage, oder der Wunsch, oder die Utopie, die Don Alphonso hier äußert.

Doch die globale Gesellschaft wird zunehmend wuseliger und immer mehr Menschen wollen in ihr eine öffentlich wahrnehmbare Rolle spielen. Das wollen sie auf einem Spielfeld, das immer unüberschaubarer wird. Es streiten sich immer mehr Menschen um dasselbe Stück Kuchen. Der eine Topf Gold am Ende des Regenbogens, er ist unaustauschbar. Und also werden zwar immer mehr Menschen geschäftstüchtig, aber es wird nicht funktionieren, dass “alle” immer nur “mehr” haben wollen. Wenn es Gewinner gibt, muss es Verlierer geben, und wenn wir alle miteinander auskommen woll(t)en, so müssten wir akzeptieren lernen, dass wir eben alle von einem klar bemessbaren Kuchen satt werden müssen. Auf mich wirkt diese Aussage eines Person, die den Dotcom-Tod miterlebt hat naiv.

Warum Blogs unverkäuflich sind?!

In Anlehnung an die Aussage, dass sich Medienunternehmer bereits von ihren Journalisten im Geiste verabschiedet hätten, gibt Don Alphonso selbiges dann auch für die Blogs bekannt:

Wie auch von den Blogs, die eben keinerlei verwertbare Community mitbringen. (Don Alphonso)

Blogs bringen keine Community mit? Der BILD-Blog, man sollte Stefan Niggemeyer dazu befragen, bringt trotz keiner Kommentarfunktion eine enorme Community mit, oder etwa nicht? Stammleser. Und auch die Blogbar hat Leser, die sich immer wieder mit den Inhalten dort auseinandersetzen. Techcrunch würde sich wehren, gegen die Behauptung, sie hätten keine Community. Ich halte es nicht für derart abwegig, dass nicht auch Käufer sich Blogs kaufen wollen würden. Don Alphonso weist auf den Verkauf des Blog.de-Services hin.

Burda steigt eben nicht bei qualitativ hochwertigen Blogs ein, er kauft sich einen Teil der Trashkiste von Blog.de, und ich würde mich nicht wundern, wenn man bald Ähnliches von Myblog.de hören würde. (Don Alphonso)

Wie man es dreht und wendet, es gibt nicht das Blog ohne die Person. Also geht es um den Blogger, der sich verkaufen müsste, wenn er es denn wollte. Und man verkauft sich mit jedem einzelnen Blogbeitrag, jeder von uns Bloggern und Bloggerinnen tut dies. Klar mögen manche jetzt aufschreien, sie tun es nicht. Doch wenn wir uns nicht verkaufen würden, könnten wir auch Tagebuch schreiben. Das könnten wir getrost unter das Kissen legen oder in einen Safe sperren, wenn wir gut situiert wären, und niemand würde davon Notiz nehmen. Auf jeden Fall würden unsere geistigen Ergüsse dann nicht potenziell einer Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mit jedem (Blog-)Beitrag werben wir für uns und unsere Person, und sei es eben nur in exhibitionistischer Manier, als Mittel zum Zweck. Doch wir alle tun für uns werben, und also verkaufen wir uns. Jeder nach seiner Fasson. Drum will mir aber auch nicht in den Sinn, warum Blogs unverkäuflich sein sollen.

Von Bloggern und Qualität

Quasi zum Schlusswort setzt Don Alphonso noch ein Mal ein großes Granteln ein. Nebst den Journalisten werden auch wir, Die BloggerInnen, die wir glauben, dass Qualität sich verkaufen ließe, auf die Fresse fliegen. Jemand, der so etwas schreibt, ist in meinen Augen in einer Blase gefangen.

Und so werden erst die Journalisten auf die Schnauze fliegen, mit Ausnahme unserer staatlich alimentierten Gebührenverschwender und ihrer radelnden Marketingagenturen natürlich, dann die Blogger, die glauben, dass sich Qualität verkaufen lässt, und dann die Medienunternehmen mit ihren zusammengerafften Pseudosozialprojekten [...] (Don Alphonso)

Wenn ich unterstelle, dass eine Kunstfigur wie Don Alphonso unter den Bloggern für Qualität steht, und erst vorhin erklärt habe, dass wir uns aber allesamt verkaufen, indem wir bloggen, weil wir für uns werben, dann ist es absurd. Es ist absurd, dass ein Blogger, der sich selbst und in seiner Lobbyarbeit auch einen Kreis weiterer BloggerInnen immer für ein gewisses Maß an Qualität propagiert, die Aussage formuliert, dass Qualität sich nicht verkaufen würde können. Er selbst ist doch das beste Beispiel. Selbstredend nicht für all diejenigen, die ihm jedwede Qualität absprechen – und so habe auch ich einen Schluss gefunden.

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Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 7 Kommentare


7 Kommentare

  1. Trackback von professional WebDesign barrierefrei
    June 2, 2007 · 11:11 am

    SMM, die Freunderlwirtschaft und die Tratschweiber bringen Erfolg im Web 2.0 – Social Media Marketing auf neudeutsch…

    Web 2.0 kann man nur beschreiben. Social Media Marketing der Trend von Morgen. Social Media Marketing in der Praxis und wie kann man Social Media Marketing definieren und vor allem für sich selber nutzen.

    ……

  2. Pingback von Blogosphäre: Die, wo kritikfähig sind. - Sajonara.de - Internetmagazin
    June 2, 2007 · 5:23 pm

    [...] sind unverkäuflich schrieb die Tellermine Kunstharzfigur Don Alphonso. Ich wagte es, eine Replik zu formulieren. Zunächst erschien der Pingback unter dem entsprechenden Artikel in der Blogbar. [...]

  3. Pingback von Grimme Online Award: Fake 2007... und mehr. - Sajonara.de - Internetmagazin
    June 3, 2007 · 11:20 am

    [...] wer meinen Artikel von vorgestern liest oder schon gelesen hat, wird verstehen, warum man das so interpretieren könnte. Wenn jeder [...]

  4. Pingback von DimidoBlog » Bloglinks der Woche 28.05.-03.06.2007
    June 4, 2007 · 1:45 am

    [...] Was mir diese Woche sehr gefallen hat, sind zwei Beiträge auf Sajonara. Blogosphäre: Die, wo kritikfähig sind und Warum Don Alphonso in einer Blase gefangen ist [...]

  5. Pingback von Bitte weitergehen! - Hier gibt es nichts zu sehen. - Sajonara.de - Internetmagazin
    June 6, 2007 · 10:30 am

    [...] Abwatschen – total unproduktiv eigentlich. Denn, wie ich bereits Stellung nahm, gibt es einige Indizien, die dafür sprechen, dass manche eben nur auf dicke Hose machen, aber hinterher den Salat nicht [...]

  6. Kommentar von Hilmar Steinhauer
    June 6, 2007 · 8:30 pm

    Hui, da ist man mal ein paar Tage auf Achse, und dann sowas! Es war mal wieder ein großes Vergnügen Deinen Ausführungen zu folgen, und dabei zu denken: jawollja, das musste mal gesagt werden.
    Immer wieder habe ich, wenn ich “an der Blogbar stehe” und Dons Tiraden lese, ein bestimmtes Bild vor Augen: ein mit dem Fuß aufstampfendes und mit dem Finger in die Runde fuchtelndes Rumpelstilzchen. Was absolut nicht abwertend gemeint ist, regt es doch auf seine spezielle Weise auch zum Nachdenken an.

  7. Pingback von Zur Lage der Nation (4) - Sajonara.de - Internetmagazin
    June 16, 2007 · 8:47 am

    [...] Creative Commons heißt in der Dotcom-Tod-Blase jetzt Deppenaufkleber und wird mies gemacht. Man will sich den Dilletanten beugen. – Der Westen [...]

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