Parallelisierung auf Desktop Computern

Veröffentlicht am   3. Juli 2007 von  

Noch vor kurzem erwähnte ich, wie wenig sinnvoll ich die Linearität in der Erkenntnisgewinnung in den Wissenschaften “heute” finde. Es ist klar, dass schon morgen alles anders sein wird. Derzeit wird man vielleicht noch nicht auf zu große Resonanz stoßen, wenn man davon ausgeht, dass die Wissenschaften sich auf dem Holzweg befinden. Doch schon in einigen Jahren wird man dazu übergehen, in Parallelstrukturen zu denken.

Das Problem an der Sache wird sein, dass wir uns darauf einstellen müssen. Sprache, das wahrscheinlich am weitetsten verbreitete Medium der Kommunikation zwischen Individuen, ist von ihren medialen Eigenschaften her linear zu denken. Die Sozialisation, die damit einhergeht, sie produziert im gedanklichen Gebilde einen Flaschenhals. Supercomputer arbeiten bereits parallel, nun hält der Parallelismus auch Einzug in den Bereich der Desktop Computer (ZDNet: Supercomputing hält Einzug auf dem Desktop).

Schwierigkeiten bei der ordentlichen Nutzung dieser Rechnerarchitektur würde, so die Fachleute, die Anwendungsentwicklung bereiten. Wir werden unser eigenes denken radikal verändern müssen, um antizipieren zu können, was für Sprünge sich dadurch ergeben. Allerdings kann es auch bedeuten, dass wir uns in Zukunft noch weitaus inniger auf die Rechner verlassen, als wir es heute schon tun. Denn die Rechner werden die Prozesse ohne Murren parallel verarbeiten – und wir werden am Ende den Salat das Ergebnis präsentiert bekommen und staunen. Wir sollten an diesem Punkt nicht zu sehr die Technik sich selbst überlassen, sondern uns anstrengen unsere eigenen kognitiven Fähigkeiten auf die neuen Modi umzuprogrammieren. Prozesse gleichzeitig auszuführen, wird unser zentrales Nervensystem schulen, mit möglichst viel Aufmerksamkeit auf verteilte Arbeitsabläufe Acht zu geben und antizipieren zu können, was sich aus einzelnen, parallel ablaufenden Handlungssträngen ergibt. Wenn wir an diesem Schritt halt machen, bzw. uns selbst als unfähig outen, werden wir von der Technik überholt und Szenarien, wie sie in der Science-Fiction auftauchten könnten schneller Realität werden, als uns lieb sein wird. Nur meine Meinung.

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