11. July 2007

Schmalspur: DJ Digress

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In 10 Jahren hat DJ Digress insgesamt nicht mal ein Dutzend eigener Produktionen herausgebracht, wenn ich das richtig nachvollziehen kann. Nichtsdestotrotz sind die meisten davon in meinen Augen, vor allem jedoch in meinen Ohren, sehr gut hörbar. Man könnte fast sagen, dass René Küpper, wie DJ Digress im wirklichen Leben heißt, meinen Ton trifft. Sein Techno/Trance ist nicht zu “beatlastig”, sondern immer auch melodisch genug, um mich zu fangen.

Hier kommt – im subjektiven Urteil – also Qualität vor Quantität. Man merkt jedoch, dass der DJ vielmehr im Tagesgeschäft unterwegs ist, als sich mit der Vermarktung zu beschäftigen. Natürlich, könnte man sagen, darf das gerne die Plattenfirma übernehmen. Wer für den Webauftritt von DJ Digress verantwortlich ist – anhand der Denic-Daten ist man geneigt zu sagen, eine Firma aus Berlin. Die Topleveldomain der Info-E-Mail-Adresse allerdings leitet nur auf die Standardseiten des Webhosting-Services Strato weiter.

Doch der Fehler steckt im System. Das Label Mental Madness, bei dem Digress zuletzt aber auch am häufigsten seine Platten produzierte, es hat selbst auf den eigenen Seiten die Informationen rund um ihren Kunden nicht aktualisiert. Auf der Profilseite des Künstlers bei Mental Madness wird Digress wie folgt angekündigt:

Harte Beats & packende Melodien sind das Geheimrezept für DJ DIGRESS, der mit The Frequency einen potentiellen Super-Smash vorlegt. The Frequency geht satt nach vorne los und lässt zusätzlich mit einem fast 8-Minuten Club-Mix unbezwingbare Hypno-Wellen durchs Ohr schießen. [...] (Mental Madness)

Der Song “The Frequency”, der hier als der aktuellste Aufhänger gepriesen wird, er wurde in 2002 produziert. Danach folgten zwar nicht mehr so viele Titel, aber immerhin genug, um eine andere Umschreibung zu rechtfertigen, wie ich finde. Es verwundert dann auch nicht, wenn man auf den Webseiten von DJ Digress (abgesehen davon, dass sie in Flash realisiert sind und als Pop-Up-Fenster aufgerufen werden), ebenfalls kaum aktuelle Informationen findet. Auf der Eingangsseite “Home” finden sich immerhin aktuelle Termine aus 2007. Das Flash-Intro zu Digress’ Seiten jedoch, es spielt ebenfalls auf die Produktion “The Frequency” an. Schade, weil vermeidbar, sind auch Fehler in der Veröffentlichungsliste. Dort sind Produktionen von DJ Digress unter falschem Namen aufgeführt, “Las Estrellas” wird dort Las Estrallas geschrieben und “Baila para me” Baila para mi. Zudem ist diese Liste unvollständig, da nicht aktualisiert seit 2002/2003. – Offenbar hat man bei der Herstellung der Webseite nicht ganz so viel Sorgfalt walten lassen.

Doch auch sonst gibt das Internetz nicht allzu viel über DJ Digress preis. Einzig ein Interview mit DJ Digress auf Techno4Ever aus Mai 2006 habe ich bei Google als relevantes Informationsmaterial gefunden. YouTube verzeichnet keine Einzel-Videos von Digress-Sounds, Social-Radio-Seiten oder die Wikipedia liefern ebenfalls keine Ergänzungen zu dem, was man bei Mental Madness oder auf den offiziellen Seiten nicht auch erfährt. Es mag wohl sein, dass in Spezialforen das eine oder andere Mal der Name Digress fällt, vor allem jetzt, da Digress in 2007 eine neue Produktion veröffentlichte “Extreme Elektroschock”.

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Ein Kommentar

  1. Pingback von University Update - YouTube - Schmalspur: DJ Digress
    July 11, 2007 · 12:01 pm

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