25. July 2007

Interrail: blog und game

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Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)

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Die Bezeichnung Plug and Play musste sich irgendwann einbürgern. Man stöpselte den Stecker ein und die Peripherie, die man an den Computer anschloss, sie sollte im Handumdrehen funktionieren. Dass das nicht immer so klappte, davon können viele ein Liedchen singen.

Werbegrafik für Raildance Express Nun gibt es, wie ich finde, eine neue Kombination, Blog und Game (engl. für Spiel), die zumindest das Potenzial hätte als Begriffsdoppel in die schöne neue Web 2.0-Welt eingeführt zu werden. Einige von uns kennen kleine Webanwendungen oder Spiele, die in Flash erstellt wurden, um so eines handelt es sich bei dem Spiel “Raildance Express“, von InterRail, das mittlerweile schon in Version 1.25 vorliegt. Damit der geneigte Leser das Spiel überhaupt testen kann, möge er bitte vorab Javascript im Browser aktivieren, etwaige Plugins in Firefox und Co. sind entsprechend einzustellen. Dann kann der Spaß beginnen. Kann er doch, oder?

Doch bevor wir uns sowohl das Spiel als auch den Blog von InterRail genauer ansehen, halten wir ein Auge darauf, warum und wieso?! Beides soll der Promotion dienen, und zwar zum paneuropäischen Reisen in Zügen. Promotet werden sollen vor allem das Spiel “Raildance Express” und eben das InterRail Station-Blog (engl.). InterRail ist eine Organisation, die in 1972 gegründet wurde und der niederländischen Firma EURail G.I.E. untersteht. Es gilt luxemburgisches Recht, weil das Unternehmen dort gemeldet ist, lediglich den Sitz in Utrecht in den Niederlanden hat. G. I. E. steht für groupement d’intérêt économique (frz.) und ist eine Bezeichnung für eine Unternehmensform. Die Zielgruppe für die Tickets von InterRail sind junge Leute. Das ergibt sich auch durch die Tatsache, dass sowohl das Spiel als auch das Blog lediglich in englischer Sprache vorhanden sind. So steht es zudem auf der Internetseite beschrieben: “InterRail was created in 1972 at the 50th anniversary of the International Railway Union. It was dedicated to young people up to 21 years of age.” (interrailnet.com) – Ein InterRail-Ticket ermöglicht das Reisen durch Europa. Der Anbieter der hier vorgestellten Produkte ist lediglich einer von vielen, mit dem es möglich wird, (organisiert) quer durch Europa zu reisen. Zudem gibt es für den deutschsprachigen Bereich ebenso Webauftritte in deutscher Sprache, die sich der Sache annehmen. So viel der Vollständigkeit halber.

Das Game

Es hat also einen Grund, warum Eurail nun die Werbetrommel rühren lässt. Ein Blick auf das Flashgame geworfen: Worum geht es eigentlich?! Ziel des Spiels ist es, möglichst weit zu reisen und mit möglichst vielen anderen InterRailern zusammen zu tanzen. Eine jugendlich wirken sollende Animationsfigur ist der Protagonist in diesem Spiel. Er ist männlich, trägt, wie auf der Grafik weiter oben zu sehen, Kopfhörer und Mütze, und Ziegenbärtchen. Mit Sicherheit erfüllt er ein Profil, deckt jedoch bei weitem nicht alle Facetten ab, die einen Jugendlichen von heute abbilden können. Dafür ist unsere Welt zu komplex. Aus diesem Grund wäre es vielleicht besser gewesen, den Spielern unterschiedliche Charaktere zur Verfügung zu stellen, nicht nur in Bezug auf Gender-Fragen. Ein Gedanke, der eventuell für die Zukunft noch umgesetzt werden kann.

Die Flash-Applikation ist schnell geladen, mit DSL-Anschluss sowieso, und auch ohne dauert es keine Ewigkeit, bis das Spiel endlich losgehen kann. Heimatland ausgewählt, und los geht’s. Gewinnen kann man, wenn man mitspielt übrigens auch. Noch bis Ende September werden jede Woche und wird jeden Monat ein InterRail-Pass verlost. Die Idee zum Spiel, sie stammt aus der Inspirationskiste Youtube (Eintrag im InterRail-Blog, engl.). Die Entwickler haben sich YouTube-Videos von InterRail-Reisenden angesehen und danach das Konzept für das Spiel umgesetzt. Das Spielprinzip ist simpel, jedoch nicht ohne Reiz. Es ist ein Hüpf-, Duck-, und Rennspiel. Man fühlt sich entfernt an Paperboy und Super Mario erinnert, wenngleich natürlich die Spieltiefe fehlt. Die Spielfigur ein Mal ans Laufen gebracht (am Rucksack ziehen, loslassen und von der Geschwindigkeit mitgenommen werden), stellen sich unterschiedliche Hindernisse in den Weg. Über große Koffer springt man drüber, durch Drehkarussels lässt man sich in seinem Lauf noch beschleunigen, usf. Von Deutschland aus (Hamburg), habe ich es soeben nach Amsterdam geschafft.

Dort könnte ich jetzt mit anderen InterRailern tanzen. Zuerst dachte ich, am Ende des Bahnhofs wartet der Schaffner. Allerdings werden in einem kleinen Fenster meine Reisemöglichkeiten angezeigt. Wenn ich mich unter dem Schaffner herducke, dann kann ich mir darüber das nächste Reiseziel aussuchen. Ansonsten würde ich wie eine fliegende Kanonenkugel vom Schaffner in den erstbesten Zug geworfen. Ein kurzweiliges Spiel, das man vielleicht nicht immer wieder spielt, aber zumindest ein, zwei Mal oder auch einige Male. Wie ich feststelle, kann man die Koffer nicht nur als Hindernis zum Ausweichen benutzen, sondern ebenso als Trampolin. Die Züge, die im Bahnhof auf einen Warten, sie fahren gerne auch schon mal ohne einen ab, wenn man nicht schnell genug durch das Level kommt.

Jede Stadt hat einen anderen Hintergrund, nicht jeder Zug sieht aus wie der andere. Die weitaus meisten allerdings scheinen mir einem ICE zu entsprechen. Für jede Fahrt, die man antritt erhält man Punkte. Wie viele, das konnte man vorher auf der Karte einsehen, die einem zwischendrin immer wieder gezeigt wird. Sowohl vom Bildmaterial, als auch musikalisch ist ebenfalls jeder Stadt ein bisschen Authentizität geschenkt worden. So gut es offenbar ging. Und ich bin bestimmt nicht der beste Raildance Expresser aller Zeiten, habe aber immerhin 2409 Punkte gemacht. Damit würde ich, genau genommen – nicht mal mit doppelt so vielen Punkten – den Weg in die monatliche Top Ten schaffen. Es scheint auch Leute zu geben, die das Spiel öfter spielen, weil sie in der Highscoretabelle mehr als ein Mal auftauchen. Wer allerdings quer durch Europa reisen möchte, und die Chance auf einen Gewinn wahrnehmen, der wird sich etwas eifriger ins Zeug legen als meine Wenigkeit.

Das Blog

Kommen wir nun zum InterRail Station-Blog. Das Blog, der gesamt Webauftritt von InterRail wurde neu designt. Nach Jahren die erste Kampagne, wie es von Seiten der Firma heißt. Mittlerweile ist es möglich Tickets online zu buchen. Nicht der Stein der Weisen, in dieser Zeit aber zumindest up to date. Mit dem Medium Blog wurde eine moderne Plattform ausgewählt, um mit den Kunden in Kontakt zu treten. InterRail verwendet das Blogsystem Typepad. Wir Deutsche sind mit unserer Gesetzeslage auf Impressum geimpft. Dieses sucht man beim InterRail Station-Blog allerdings vergebens. In der Selbstbeschreibung heißt es, dass das Blog Neuigkeiten bezüglich Raildance Express bereit hält und mit lustigen und spannenden Geschichten und Videos vom InterRailing berichtet. Die Frequenz in der neue Artikel eingestellt werden ist in Ordnung. Die Informationsdichte ebenso.

Es wird derzeit auch über die Gewinner der InterRail-Pässe geschrieben und deren Reaktionen. Außerdem gibt es dann und wann informative Beiträge, die den potenziellen InterRailern über Schwierigkeiten bei Buchung und Organisation der Reise hinweg helfen. Der neuste Eintrag informiert beispielsweise über das Auffinden von Jugendherbergen vor Ort. Wichtig, wenn man möglichst günstig eine Unterkunft benötigt. Eine Reise quer durch Europa wäre mit Sicherheit ein Abenteuer, das auch zu bloggen sich lohnen würde. Wer der englischen Sprache mächtig ist, dem wird das InterRail Station-Blog vorab sogar einige Inspiration liefern können. Wenn sich das Blog etabliert und von den Lesern angenommen wird, kann es zudem eine zentrale Stelle zur Diskussion ums InterRailing werden.

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3 Kommentare

  1. Pingback von schweizweit.net » Blog Archive » Kopien und andere News
    July 26, 2007 · 5:09 pm

    [...] – A new rail blog is born: Der Interrail-Station-Blog (passend dazu auch gleich eine Trigami-Rezension: Interrail: blog und game) [...]

  2. Pingback von Raildance: spielend durch Europa tanzen auf datenschmutz.net
    July 28, 2007 · 6:43 am

    [...] Reviews und Meinungen zum Spiel gibt’s bei Sajonara.de und [...]

  3. Pingback von LangweileDich.net - Der E.D.K. Blog » Blog Archiv » Zug-Hopping
    August 19, 2007 · 10:22 am

    [...] andere Rezensionen zum Thema (teilweise etwas ausführlicher) gibt es hier und [...]

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