35 Jahre Telespiele – 1972-2007
{3}Wer sich für die Geschichte von Computer- und Videospielen interessiert, der sollte dieses Jahr auf der Games Convention in Leipzig vorbeischauen. Man findet die Ausstellung in Halle 5 am Stand B20. In der aktuellen Pressemitteilung heißt es, dass man “[a]uf 200 Quadratmetern [...] die 35-jährige Entstehungsgeschichte des digitalen Spielens anschaulich nachvollziehen” (telespiele.info) wird können.
Allein schon, oder eigentlich gerade wegen solcher Ausstellungsbeiträge wäre ich gerne in Leipzig dabei gewesen. Von Seiten IchSpiele, die täglich von der Messe berichten werden, hatte ich die Möglichkeit bekommen, mit dabei zu sein, doch werde davon keinen Gebrauch machen können. Für all diejenigen, die noch mit sich hadern, ist dieser Beitrag vielleicht eine Entscheidungshilfe.
Mehr Informationen findet der geneigte Leser unter telespiele.info. Dort erfährt man zum Beispiel ebenfalls, dass es nahe Paris einen 400 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum gibt, in dem der französische Verein MO5 “verschiedene Aspekte der Geschichte der Informatik und der Videospiels thematisiert” (telespiele.info).
Ich muss zugeben, ich bin ein Fan von Retro. Mein Leben wird seit dem 7ten Lebensjahr massiv von den Einflüssen der Computer- und Videospielewelt bereichert, da ich in jenen Tagen meinen ersten XT mit Monochrom-Bildschirm bekam und mich fortan mit den Reizen der elektronischen Datenverarbeitung beschäftigte. Ich erinnere mich noch immer an das erste Videospiel, das ich im Ausland in einer spanischen Kneipe spielte und einem hüpfenden Gorilla namens Toki durch die Level des zugehörigen Plattformspiels half. In meinen pubertätsneurotischen Tagen hatte ich sogar mal die Vision, ein eigenes Museum für Computer- und Videospiele zu gründen. Doch die finanziellen Mittel eines Elfjährigen sind beschränkt, und ich kam nie daran vorbei, mich von alter Technik trennen zu müssen, um mir neue leisten zu können. So lebt viel von meiner Videospielerfahrung in meiner Erinnerung weiter, sie muss.
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Tags Ausstellung, Computerspiel, Gameports, Games-Convention, GC, Leipzig, Messe, Retro, Telespiel, Videospiel
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 3 Kommentare

August 14, 2007 · 6:02 pm
Sehr schön… ein Museum für Telespiele, geleitet von einem Elfjährigen
Man kann nicht früh genug Führungspositionen übernehmen!
Ich habe allerdings tatsächlich von einem Amerikaner gehört, der Apple-Computer sammelt und seinen kompletten Keller zu einem kleinen diesbezüglichen Museum ausgebaut hat. Eine Reportage darüber lief vor einiger Zeit auf “arte”.
August 15, 2007 · 2:42 pm
Früh übt sich, in der Tat. Aber wer weiß, was ich auf’s Altenteil tun werde, wenn es denn in der Kindheit nicht geklappt hat.
August 17, 2007 · 12:21 am
[...] zu dürfen. René Meyer sei Dank. Vor einigen Tagen berichteten wir über die Ausstellung: “35 Jahre Telespiele – 1972-2007“. Auf 200 Quadratmetern in Halle 5 wird man an Stand B20 die Möglichkeit haben, einzutauchen [...]