29. August 2007

Logik…

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… ist ein Synonym der Philosophen für ihre Angst vor der Intuition.

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Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 13 Kommentare


13 Kommentare

  1. Kommentar von soeren onez
    August 29, 2007 · 7:34 pm

    Wer sagt denn so einen Bullshit?

  2. Kommentar von Alexander Trust
    August 29, 2007 · 8:08 pm

    Vielleicht findet sich in den Untiefen des Web ja der Urheber. Aber was genau stört dich an der Aussage? Bzw. – lass uns drüber reden. *G* Da gibt es bestimmt mächtig viel Diskussionspotenzial.

  3. Kommentar von soeren onez
    August 29, 2007 · 10:44 pm

    Ne sorry nix gefunden. Mich stört an der Aussage nix. Diskussionspotentail hat sie auch nicht, es sei denn wir fangen uns jetzt an und Kloppe uns wie Hobbypsychologen der goldenen Blättchen, die auch wissen, was bekannte Menschen denken, fühlen und riechen.

    Der Satz hat doch einfach keine Substanz, oder ich bin zu unlustig/doof diese zu finden. Was will der AUtor damit sagen? Verlasst euch auf eure Intuition und jegliches Tun/Handeln/Denken/Argumentieren wird dadurch gerechtfertigt uns somit vollkommen ralativ ohne jeglichen Anspruch auf Intersubjektivität. Gut dann hätte er eine gewisse Substanz, aber ich würde dennoch einfach bullshit antworten, denn mit einem Relativisten ist schwer diskutieren, da er keine Grundlage hat, außer seiner von mir nicht prüfbaren was weiß ich was, nennen wir es eben Intuition.

    So besser ausgedrückt?

  4. Kommentar von Alexander Trust
    August 29, 2007 · 10:49 pm

    Ich hab mal irgendwo gelesen, dass das, was gemeinhin als “Intuition” definiert wird, maßgeblich für alle Entscheidungen sei. Ratio würde erst nachträglich einsetzen und in den allermeisten Fällen würden nachträglich nur Gründe gesucht, um die vorher “aus dem Bauch” heraus getroffene Entscheidung zu begründen.

  5. Kommentar von soeren onez
    August 29, 2007 · 10:56 pm

    Und wie haben die das rausbekommen? Intuition?

  6. Kommentar von Alexander Trust
    August 29, 2007 · 11:05 pm

    Ehm… das ist ein ähnlich gelagertes Problem, wie in der Wissenschaft diskutiert wird, ob wir überhaupt “frei” Denken können. Es ist ja ein Unterschied von Millisekunden oder dergleichen festzustellen zwischen Handlung und Reaktion im Gehirn.

    Ähnlich schaut es auch bei dem Problemkomplex der Intuition aus. Es ist wohl so, dass sie Tests gemacht haben, wo sie jeweils verglichen haben, was die Leute für eine Entscheidung aus dem Bauch heraus getroffen haben, und welche sie getroffen hätten, wenn sie mehr Zeit zur Entscheidung gehabt hätten. Also Entscheidungen in Drucksituationen… die werden ja “blitzschnell” entschieden. Und da gibt’s so Apparaturen, mit denen man eigentlich nur die Reaktion testet und x Auswahlmöglichkeiten lässt. Die Probanden haben sich wohl in 80/90% der Fälle immer so entschieden, wie sie sich auch nach “reiflicher” Überlegung entschieden hätten.

  7. Kommentar von soeren onez
    August 29, 2007 · 11:16 pm

    Und wie haben sie diese Aparaturen gebaut? Intuition? Mensch Alexander lass dir doch nicht so einen Humbug verkaufen. Das ist allertiefste Erkenntnis bzw. Wissenschaftstheorie, die lässt sich nicht mit Aparaten bewerkstelligen oder gar statistischen Erhebungen. Ich bezweifle nicht, dass wir eine starke Intuition haben, aber deshalb gleich die Logik wegwischen muss ja nun nicht sein. Das sind solche Wissenschaftler, die gerne mal provozieren und sich in Gefilde vorwagen, von denen sie einfach keine Ahnung haben. Freier Wille und erste Erkenntnisse sind keine naturwissenschaftlichen Phänomene. und komm mir jetzt nicht mit Materialismus, alles sei Naturwissenschaftlich beschreibbar. Denn dann beschrei mir mal naturwissenschaftlich die Naturwissenschaft. Das haut einfach nicht hin und nur weil wir gewisse Dinge nicht messen, wiegen oder antatschen können, müssen wir nicht annhemne, dass es sie nicht gibt. Zeig mir doch mal Kultur oder bring mir ein halbes Dutzend Institution mit, dann lass dir von dem werten Hernn mit der Intuition noch davon drei Stück davon einpacken.

    Ach ja, kannst mir nicht mal nen freundlicheren Avatar zuschustern? Ich seh hier immer so schlitzohrig aus.

  8. Kommentar von Alexander Trust
    August 29, 2007 · 11:26 pm

    Ich hab übrigens zu dem Thema “Freier Wille” einen ganzen Sammelband hier, von Gerhard Roth herausgegeben. Weiß nicht, ob du den kennst.

    Es geht sich bei der Intuition nur darum, dass “spontane” Entscheidungen in anderen Gehirnarealen lokalisiert werden können, als “rationale” – das rationale Denken und eben auch die Logik, finden woanders statt. Solche Apparaturen für Reiz-Reaktionstests gibt es doch zuhauf in der Wissenschaft. Jedenfalls haben sie “nur” gezeigt, dass eben in 80/90% der Fälle die spontane Handlung der rationalen identisch war. Und auch nur unter der Voraussetzung, dass man die ganze Phänomenologie in diesem Bereich akzeptiert. Denn man kann ja durchaus ablehnen, dass Wärmebilder oder dergleichen irgendwelche Rückschlüsse zulassen, wenn sie halt bestimmte Gehirnareale zeigen, die in diesen oder jenen Momenten angefeuert werden.

    Spiegelneuronen sind überdies noch ein neues Feld, das die ganze Debatte um den freien Willen aufrollen könnte.

    Nebenbei bemerkt, argumentiere ich ja nicht pro diesem Zitat, sondern versuche lediglich zu erklären, woher die Meinung kommt.

  9. Kommentar von soeren onez
    August 29, 2007 · 11:35 pm

    Woher so ein Spaß kommt, kann ich mir auch erklären. Solche “Theorien” bekommt man öfter zu hören, häufig von Philosophiestudenten, die es dann nicht übers 2. Semester schaffen, weil sie die Logikprüfug einfach nie bestehen.

    Aber lassen wir das, ich kenne den Mann nicht und auch das Buch nicht. Aber einen freien Willen in Experimenten zu suchen hört sich für mich nicht gerade clever an. Aber ich vergas, der Mann ist Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes. Ich könnte dir sicherlich anhand des Buches aufzeigen, wo der Mann die Kompetenz der Naturwissenschaft bzw. der Psycholgie überschreitet und spekuliert. Kann ja sein, dass ich mich irre und er eine irre wissenschaftstheoretische Position dahinter verbirgt, aber so recht dran glauben tue ich nicht.

  10. Kommentar von Alexander Trust
    August 29, 2007 · 11:47 pm

    Also, ich muss sagen, ich begegne Neuem immer sehr naiv (und naiv nicht pejorativ verstanden). Ich stelle es wohl auch irgendwann in Frage, wenn ich genügend stichhaltige Belege für mich gesammelt und gefunden habe, aber ich bin auch gerne bereit, von Lehrbuchmeinungen abzudriften. Die Hirnforschung hat auch lange behauptet, es würden im Alter keine neuen Gehirnzellen produziert.

    Die Diskussion um den “Freien Willen”, ist schon recht artifiziell. Die Begründung ist ein Trick und noch gibt es keine Belege, woher eigentlich die, na ja… was die treibende Kraft ist, die den ursprünglichen Impuls auslöst.

  11. Kommentar von soeren onez
    August 29, 2007 · 11:54 pm

    Lies das ruhig naiv, ich bin da in vielen bereichen ja genauso gestrickt und nur in diesem Fall eben durchs Studium vorbelastet und -gewarnt. Frag dich am Ende, wenn er dich so ein bisschen wenigstens überzeugt hat mit seinen tausend Experimenten die daraufhinzeigen und es dann sogar “beweisen”, frag dich dann einfach, woher die Naturwissenschaft ihren Wahrheitsanspruch nimmt und wie die Naturwissenschaft sich selbst erklärt. Was wäre die Naturwissenschaft unter naturwissenschaftlichen Beobachtungen. Also was würde passieren, wenn ne Menge NW entdecken würden, dass es die Naturwissenschaft eigentlich gar nicht gibt, sondern da nur irgendwelche Menschen irgendetwas messen. Und dann suche die Analogien zur Suche der Nichtexistenz des freien Willens.

    Ach wenn ich morgen Zeit habe, schreib ich den Vergleich mal ein wenig ausführlicher auf. Jetzt geh ich schlafen. Gute Nacht.

  12. Kommentar von oegg
    October 2, 2007 · 11:11 pm

    wenn ratio mithilfe von abstraktion verarbeitungsschemas und heuristiken entwirft als effektives prinzip um die welt fassbar und so weiter zu machen, dann ist datt doch ne tolle sache! allerdings wüsste ich nicht, wieso man diesen modus für den einzig wahren halten sollte. gut, für die erhärtung von aussagensystemen hat se (die intuition)sicherlich nix beizutragen, aber ich bin schon der ansicht, dass die entwicklung unserer wissenschaften bzw. unsere art, aussagensysteme zu schmieden etwas mit unserer biologischen und gesellschaftlichen verzahnung mit/in der welt zu tun hatte.
    wenn ich durch spontane, nicht schemagebundene informationsverarbeitung auch mal auf andere sachen zugreifen kann, an die ich sonst nich rankomme..ist doch ne nette ergänzung zur ratio, oder nich? ich sag ja nich, dass ich gedankenlesen kann oder watt auch immer..(wer weiß? ;) )
    naja, relativismus und skeptizismus sind schon lustich, man kann se für jede position verwenden.
    prost

  13. Pingback von Der freie Wille existiert nicht? :: Raphael Raue Online
    July 10, 2010 · 1:20 am

    [...] entdeckt doch in den Zeitungen, Magazinen und Weblogs immer mal wieder das Thema Willensfreiheit und die dazugehörigen provokanten Thesen einiger [...]

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