Ernüchternde Leseerfahrungen mit Mac-Zeitschriften
{2}Vielleicht, vielleicht auch nicht – es mag sein, dass ich ein wenig zu viele Erwartungen an die Welt der Mac-Zeitschriften gestellt habe. Nun ist die Enttäuschung nicht riesengroß, sie hält sich in Grenzen. Mit sieben Jahren bekam ich meinen ersten PC, einen XT mit 4 MHz und Monochrom-Bildschirm. Ich werde dieses Jahr 27 und kann dann 20 Jahre PC-Erfahrung aufweisen, es gibt viele Themenfelder, die ich beackert habe und bin nachwievor brennend interessiert. Sagen wir, um bei der Wahrheit zu bleiben: Ich bin interessiert.
Schon vor zwei Jahren trug ich mich mit dem Gedanken eines Wechsels. Dieses Jahr könnte es so weit sein, dass ich der PC-Welt abschwöre und dem Macintosh hallo sage. Es wird wohl so kommen – einzig, die Erfahrung dürfte eine recht ernüchternde sein. Ungefähr so, wie der Vergleich von OS2 und Windows 3.11. Ausprobiert hatte ich das IBM-Betriebssystem durchaus, und es hat mich nicht vom Hocker gehauen. Apples OS-X hat einen *nix-Hintergrund, weshalb der Aha-Effekt bei mir ebenfalls nicht derart groß ausfallen wird, wie vielleicht noch vor einigen Jahren, als noch alles anders war in der Apfel-Welt. Damals, als Apple noch Motorola-Prozessoren verbaute und etwas ganz “Eigenes” hatte.
Jetzt werden die Äpfel, mobil oder fest, von Intel angetrieben und selbst Windows läuft darauf. Trotz allem wird der Wechsel auf den Mac ein bisschen Anpassungsleistung erfordern – dies ist der Grund, warum ich wechsle. Ich möchte mich verändern, und nicht stehenbleiben. Ich mag nicht einschlafen in meinem Denken und bin immer offen für Neues. Ich habe schon in meiner Jugend immer gerne ausprobiert – Betriebssysteme oder Hardware (Konsolen und Computer), sofern denn das Geld dafür reichte. Einmal ausprobiert, habe ich mich gerne auch wieder von den Dingen getrennt, um mir andere Dinge leisten zu können.
Doch zurück zu den Zeitschriften. Ich hatte gedacht, Mac-Zeitschriften würden sich ein wenig von herkömmlichen PC-Zeitschriften unterscheiden. Das muss ein persönlicher Irrglaube gewesen sein. Es gibt in jenen genauso viel drumherum und Textfetzen über Peripherie oder Hardware, wie in anderen Zeitschriften auch. Es ist wenig spektakulär, was man dort so liest – leider. Vielleicht sollte ich in historischen Ausgaben von Mac-Zeitschriften lesen, damit die Unterschiede augenfälliger werden, die derzeit gen Null zu nivellieren scheinen. Man möge mir die notwendige Detailunschärfe nachsehen. Selbstredend gibt es Differenzen, doch nicht vom Aufbau oder der Struktur her und ein *nix-System habe ich eben schon Jahre vorher kennen gelernt.
Die Erfahrung bei einem Großcousin als damals 12-Jähriger (oder so ähnlich), seinen Atari-ST gezeigt zu bekommen, oder bei einem Schulfreund die Amiga (500)-Welt gezeigt zu bekommen… Derlei Erfahrungen werden, so denke ich derzeit, weitaus gravierender in ihren Effekten und im Erstaunen gewesen sein, als das erste eigene Arbeiten an meinem zukünftigen Macintosh. Denn der Apfel von heute ist eigentlich ja nur ein Wolf im Schafspelz. Die Lektüre von diversen Mac-Magazinen jedenfalls hat mir vor Augen geführt, dass ich nicht unbedingt ein “Wechsel”-Fieber bei mir selbst erwarten werde können.
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Tags Amiga, Apple, Atari, IBM, Intel, Mac, Macintosh, OS2, PC, Windows, XT, Zeitschriften
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 2 Kommentare

September 24, 2007 · 2:44 pm
Die beste deutschprachige “Mac” Zeitschrift ist CT. Die anderen beinhalten hauptsächlich 1) Gerüchte, 2) Alte Infos welche schon längst im Web publiziert wurden 3) Berichte und Vergleiche, die unvollständig und unseriös recherchiert wurden 4) freeware auf CD, welche man in einer neueren Version im Web erhalten kann.
Auf Englisch gibt es Mac Format http://www.macformat.co.uk/ (mein Favorit) sowie Mac User http://www.macuser.co.uk/.
Am besten ist doch einfach http://www.macsurfer.com
September 24, 2007 · 3:05 pm
Vielen Dank für die interessanten Links. Dass die Zeitschriften – auch im PC-Bereich, oft eben nicht die Aktualität aufweisen, wie täglich aktualisierte Internetseiten darf man den Magazinen wohl eher nicht zur Last legen. Aber ja, vieles im Newsteil hab ich schon im Netz gelesen, was ich andernorts schon fand.