Von A nach B?! Selbst ist der Kunde?!
Ich bin just dabei, ein paar alte oder auch neuere Bücher einzutüten und für den Postversand fertig zu machen. Bücher- und Warensendungen sind im Verhältnis zu anderen Postsachen durchaus günstig. Alles, was wir von A nach B verschicken wollen – dafür bedienen wir uns der Arbeitskraft Anderer. Wir haben uns daran gewöhnt, dass die Post Briefe und Pakete von A nach B bringt.
Mittlerweile gibt es Konkurrenten im Segment der Paket- und Päkchenverschickung. Nicht nur die Deutsche Post mit ihrem ausgelagerten Paketdienst DHL, sondern auch UPS, Hermes, GLS und andere mehr kümmern sich gegen Geld darum, dass unsere Dinge durch die Welt verschickt werden können.
Wenn wir etwas verschicken möchten, tun wir es meist per Post. Eigentlich tun wir das fast immer. Ich erhielt vor kurzem ein paar Karten für das Programm von Mario Barth via Einschreiben zugesandt, die ich bei Ebay ersteigerte. Bislang ist es so, dass die Ware zum Kunden kommt. Wie wäre es, wenn der Kunde zur Ware kommt? Oder zumindest wir Menschen auch Gebrauch machen von unserer Mobilität.
Es gibt fiktive und bestimmt zuhauf reale Fälle, in denen wir Leistungen in Anspruch nehmen, die wir selbst billiger erledigen könnten. Mit einem Zugticket von A nach B zu kommen, oder mit einem Auto ist u. U. billiger als das Porto für ein entsprechendes Paket oder Päckchen. Das erfordert ein bisschen logistischen Aufwand. Eventuell müsste man sich verabreden, und Tage nutzen, an denen man sowieso in Richtung X oder Y unterwegs wäre. Aber es ist nicht gänzlich ausgeschlossen, dass wir manchmal auf die Dienste der Postler verzichten könnten, wenn wir Eigeninitiative ergriffen.
Mit einem Routenplaner beispielsweise habe ich mir die Mühe gemacht, ein paar der letzten Verschickungen auf ihre Entfernung von meinem Standort hin zu überprüfen. Mit meiner französischen Reisschüssel, die bei entsprechender Fahrweise nicht mehr als 5, 6 Liter verbraucht, kann ich auf Nahstrecken im Umkreis durchaus so manche Post-Dienstleistung im Preis ausstechen. Meine eigene Arbeitszeit natürlich nicht mit eingerechnet. Doch davon ein Mal abgesehen – wenn man es richtig plant, wäre man in der Lage, auf dem Weg zur Hochschule, durchaus mal einen Abstecher nach Links oder Rechts zu tun, und jemandem einen eBay-Kauf vorbeizubringen. Mit einem Notebook-Case habe ich das sogar schon ein Mal gemacht.
Ein Rechenexempel. Schüler und Studenten, die in der Ich-AG den Postlern den Rang ablaufen?! Zumindest vertrauen wir seit Jahrzehnten auf ein Post-Geheimnis. Warum vertrauen wir nicht auf unsere eigene Arbeitskraft? In Routenplanern ist oft ein Spritrechner eingerechnet und wenn wir ein halbwegs passables Zeitmanagement für unsere eigenen Termine betreiben würden, kämen wir vielleicht das eine oder andere Mal dazu, ein Paket selbst auszuliefern, ehe wir dafür besonders tief in die Tasche greifen. Vorher einfach mal den Taschenrechner zur Hand nehmen. Total abwegig? Oder durchaus denkbar? – Das möchte ich gerne von euch wissen.
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Tags AG, Auto, Bahn, Brief, Bus, DHL, GLS, Hermes, Ich, Paket, Post, Päckchen, UPS, Verkehrsmittel
Kategorie Glocal · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare
