MyDays: Weniger ist manchmal mehr
{2}Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)
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Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind, auf die Erde nieder. Bald ist Weihnachten, in gut einem Monat ist es soweit, doch noch fehlt jede Spur vom Schnee. Was den Schenkenden oft auch fehlt, ist die nötige Kreativität im Verschenken. Teilweise ist das dem Zwang Rechnung zu tragen, dass man sich etwas schenken muss.
Wenn man sich gerne etwas schenken möchte, aber dennoch keine Idee hat, dann kommt ein neues Angebot aus dem Internetz gerade recht. Es ist die Rede von MyDays.de. Die Betreiber aus München wünschen sich Feedback für ihren Handelsplatz für Erlebnisse. Der Slogan: “Erleben sie los”. Wenn dieser sich profilieren kann, wird die Werbung ihr Ziel erreichen.
Der erste Blick zeigt: MyDays ist ziemlich unübersichtlich. Die Oberfläche wirkt zwar durchaus aufgeräumt und ist insgesamt optisch ansprechend aufbereitet. Doch der Nutzer wird, meiner Meinung nach, mit zu vielen visuellen Reizen überflutet. Eine Fülle von Registerreitern breitet vor den Augen von Otto Normal die unterschiedlichsten Geschenkideen-Kategorien aus. Als da wären: Fahren, Action, Fliegen, Space, Wasser, Sport, Verwöhnen, Gourmet, Phantasie, Kunst UND Familie. Mit Sicherheit assoziiert man mit all den Kategorien sehr unterschiedliche Dinge – allerdings erkenne ich Potenzial, einige der Kategorien zusammen zu streichen. Denn bestimmt ist die Kategorie Action nicht zwingend von allen anderen trennscharf unterscheidbar. Auch fällt auf, dass es kein durchgängiges Muster bei der Kategorienfindung gab. Es werden zum Teil Substantive verwendet und neben die Handlungsverben Fahren, Fliegen und Verwöhnen gestellt. Ob man in der Kategorie Gourmet nicht auch Dinge findet, die den Gaumen verwöhnen? Hier wäre weniger wahrscheinlich mehr gewesen, um dem Nutzer den Einstieg zu erleichtern.
So vielfältig die Kategorien nun sind, so groß ist dann allerdings auch das Angebot. Ein SWAT-Camp miterleben, oder einen Wrestling Workshop, diverse Kochkurse, und anderes mehr. Sehr ausgefallene Geschenkideen sind darunter, auf die man im Alltagsgewusel nicht unbedingt von selbst kommt. MyDays geht den Leuten also zur Hand. Die Preise sind in meinen Augen moderat – wenn man von fernen Reisen ins Ausland absieht, gibt es auch eine Fülle von Geschenken, die zwischen 20 und 60 Euro kosten. Den Wrestling Workshop beispielsweise gibt es für 49,00 Euronen. Allerdings wird dieser nur im Raum Hamburg angeboten. Etwaige Unterkunft- oder Anreisekosten sind nicht enthalten.
Vom Ticket, ehm… Gutschein
MyDays bietet grundlegend zwei Optionen an. Man kann entweder einen Gutschein erwerben. Dieser ist zeitlich unbefristet einlösbar. Gut, wenn der oder die Beschenkte selbst darüber entscheiden können soll. Ansonsten kann man natürlich auch für ganz bestimmte Tage ein oder mehrere Tickets buchen. Diese haben eine Preisgarantie. Falls man vor Ort merkt, dass es die Geschenkidee billiger gegeben hätte, als man sie über MyDays geordert hatte, so darf man sich die Differenz zurück erstatten lassen. Mir ist nicht ganz klar, ob wirklich “jeder” den Unterschied zwischen diesen beiden Optionen auf den ersten Blick wahrnimmt. Ich selbst habe diese hinterfragt, weil der Hinweis darauf in der Auftragsbeschreibung stand.
Suchen und bestellen
Auch MyDays bietet eine globale Suchfunktion. Ich nehme mir vor… – ich hätte gerne einen Zeichenkurs bestellt. Auf der Startseite gibt es ein Suchfenster zur “Stichwortsuche”. Was ist ein Stichwort? Nun, jeder Artikel wird offenbar mit Stichworten versehen, und über diese kann man dann auch danach auf die Suche gehen. Die Stichworte entsprechen den TAGs all überall. Was mich wundert: Wenn ich das Stichwort “Zeichnen” eingebe, erhalte ich lediglich ein Ergebnis für einen Malworkshop. Wenn ich allerdings durch die Kategorien surfe, dann erhalte ich durchaus noch zutreffendere Ergebnisse. Es gibt noch einen Bob Ross Malkurs und sogar einen Zeichenkurs für Portrait- und Aktzeichnungen. Auf der Suche nach dem Stichwort “Zeichnen” werden diese mir jedoch nicht angezeigt. Hier ist eindeutig Nachbesserung angesagt. Denn ansonsten könnten die potenziellen Kunden durch die wenigen Suchergebnisse abgeschreckt werden. Gut ist, das man beides kann – in den Kategorien navigieren UND suchen.
Noch besser ist, dass man alle angegebenen Preise noch ein Mal um eine sogenannte “Gutscheinbox” im Preis reduzieren kann. Diese wird nämlich (in einer von verschiedenen Ausführungen) standardmäßig im Bestellvorgang mit ausgewählt. Wenn man darauf verzichten kann, reduziert sich der Preis noch ein Mal um 9,00 Euro. Auf einen Materiellen Gegenstand muss man dann allerdings zuerst verzichten – die Gutscheine kommen dann nämlich via Email als PDF-Dateien ins Haus geflattert. Der Bestellvorgang an und für sich ist konzipiert wie so viele andere. Wenn man noch kein Kunde ist, und nicht im System eingeloggt ist, bekommt man die Möglichkeit, sich zu registrieren. Die Zahlungsoptionen sind vielfältig. Die einzelnen Schritte recht schnell abgehakt und das Surfen auf der Seite überhaupt recht flott.
Hilfreiche Filterfunktionen
Einen weiteren Zugang bietet das System über vier Dropdown-Menüs am linken Seitenrand, alternativ auch über ein weiteres Register mittels eines Kalenders. Mit den Dropdown-Menüs ist man in der Lage die Ergebnisse zu filtern. Beispielsweise lässt sich die Suche auf eine Region einschränken, den Kreis Aachen, oder über den Preis, den Typus des Beschenkten (Mann, Frau, Gruppe, etc.) und zuletzt auch über die entsprechende Erlebniswelt. Wer geglaubt hat, dass die zuvor genannten Erlebniskategorien die einzigen sind – diese werden noch ein Mal in Subkategorien differenziert. Die Filterfunktion ist in meinen Augen eine besonders hilfreiche Applikation, die ich von Preissuchmaschinen wie zum Beispiel Preistrend her gut kenne und gerne nutze.
Die Marke MyDays?!
Wenn in der Auftragsbeschreibung steht, man sollte sich Gedanken zur Marke machen, dann werde ich das nicht unterlassen. Mir persönlich gefällt der Titel nicht besonders. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass eines der Anliegen ist, Schenkenden einen Raum zu bieten, und eben nicht Beschenkten. Natürlich kann man sich auch selbst beschenken, aber “Meine Tage” (MyDays übersetzt) lässt nicht zwangsläufig den Schluss auf ein Portal zu, dessen Aufgabe unter andere ist, “anderen” ein Geschenk zu machen. Was ich mich zudem gefragt habe, als ich das Logo auf der Startseite gesehen habe – es unterscheidet sich von dem hier im Artikel verwendeten. Man könnte auf die Idee kommen, dass die münchner Betreiber des Portals etwas mit den Besitzern der Mayerschen Buchhandlung zu tun haben. Dem ist aber eher nicht der Fall. Wenn das Konzept von den Kunden angenommen wird, kann ich mir auch vorstellen, dass MyDays trotz des Namens in 10 Jahren immer noch existent sein kann. Allerdings ist es nicht gerade einfach, Kunden dazu zu bewegen, gerade im eigenen Shop anstatt in dem der Konkurrenz zu kaufen.
TÜV-Siegel und TÜV Siegel
Laut den in Trigami vorhandenen Produktdetails zu MyDays haben wir es bei diesem Portal mit dem einzigen Erlebnisvermittler zu tun, der über ein TÜV-Shopping-Siegel verfügt.
MYDAYS achtet sehr auf Qualität und hat auch einen eigenen Kundenservice, womit auch nach Kauf des Gutscheins, die Kunden weiterhin betreut werden können. Desweiteren hat MYDAYS als einziger Erlebnisvermittler ein TÜV geprüftes Shopping Siegel. (Auszug aus den Produkdetails, hinterlegt bei Trigami)
Ich persönlich ziehe diese Aussage in Zweifel, gebe zum Beispiel LTUR als Gegenbeispiel an. LTUR ist ein Reisevermittler, und man ist durchaus in der Lage, über LTUR ein romantisches Wochenende für Zwei zu buchen, ebenso wie dies bei MyDays möglich ist. Ich kann die Aussage also nicht so stehen lassen. Gleichwie unterscheidet sich das Produktangebot von MyDays in Teilen erheblich von dem von LTUR.
Weitere Rezensionen
Thomas Matterne hatte sich ebenfalls dem Klienten MyDays gewidmet und kommt zu einer ähnlichen Bewertung, nimmt jedoch noch den ALDI-Pass und die Möglichkeit der Bestellung über einen Katalog in seine Rezension mit auf. Ein nicht vermittelte Hinweis auf das Projekt findet sich auch bei Ausgefallene-Ideen.com.
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Tags Erlebnis, Kauf, LTUR, Mayersche, MyDays, Portal, Trigami, Web20, Werbung
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 2 Kommentare

November 22, 2007 · 8:29 am
Die Kampagne läuft ja wirklich über einen langen Zeitraum. Ich hatte schon im Juli die Ehre. Eine antwort auf meine Sicherheitsbedenken von damals habe ich dann im Oktober bekommen, wenn auch eine, die nicht gerade super aussagekräftig ist.
http://www.stoibaer.de/geschenkideen-von-mydays.html
November 22, 2007 · 10:01 am
Das ist in der Tat ärgerlich, aber zu dem Problem, das Großbritannien derzeit aufgetischt bekommt doch eigentlich Peanuts. *G* Wenn das so bleibt, könnte das mit ein Grund werden, warum das Portal langfristig nicht so viele Leute an sich bindet.