PrintPowerNet – Konkurrenz oder Vermittler?!
Hinweis: Dies ist eine von trigami vermittelte Auftragsarbeit, für welche ich ein Honorar erhalte. Konkret heisst das: Ich werde dafür honoriert, dass ich über ein Produkt oder eine Dienstleistung schreibe (und nicht dafür, dass ich positiv darüber schreibe). (Mehr Informationen)
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PrintPowerNet – das ist ein Auftrags- und Communityportal für Grafik und Print. So heißt es in der eigenen Beschreibung. Die Macher beschreiten als einen Weg irgendwo zwischen Web 1.0 und 2.0. So zumindest meine persönliche Assoziation. Stellenmärkte und Vermittlungsbörsen sind sozusagen oldschool. Gegen wen tritt das Schweizer Unternehmen an? Treten sie überhaupt in den Wettbewerb? Laut Martin Wagner, einem der beiden Geschäftsführer der Firma, ist dem nicht so.
Nein, wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu Marketingagenturen. Wir wollen ein Marktplatz und eine Community im Bereich Grafik und Print sein.
Die Idee
Die Idee hinter PrintPowerNet ist nicht verkehrt. Einen Marktplatz einzurichten für Produkte und Dienstleistungen auf dem Bereich Grafik und Print. Die Schweizer treten dabei lediglich als Vermittler auf und bieten keine eigenen Produkte an. Das Portal könnte man auf diese Weise glatt als kleinen Jobmotor bezeichnen, der Kunden und Auftraggeber zueinander bringt. Diese Einschätzung deckt sich mit derjeniger von Martin Wagner: “Absolut“, meint er, sei PrintPowerNet als Jobmotor zu bezeichnen.
Insbesondere kleinere Druckereien, Grafiker und Designer erhalten eine zusätzliche Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und Aufträge zu bekommen. Durch ein kostenloses Stellengesuch oder die direkte Kontaktaufnahme mit einer Firma erhöhen sich die Chancen einen Job im Bereich Grafik und Print zu finden.
Eine virtuelle Arbeitsagentur mit besonderem Thema. Für so genannte Freelancer allerdings gibt es im Web internationale Portale und Foren, auf denen sie ihr Portfolio anbieten können und so mit Interessierten zusammen kommen können. Entstanden ist die Idee, so der Geschäftsführer zu Sajonara, Anfang Dezember.
Wir kommen aus dem Bereich Werbung/Grafik, und es war und ist unser täglich Brot gute Druckereien und Grafiker zu finden. Dies war bisher teilweise recht mühsam und so kam uns die Idee eines Marktplatzes, der auch einen Mehrwert für die Grafik und Print Community bieten sollte.
Exempel gefällig? Speisekarte, aber wie?
Der visuelle Aspekt indes, er lässt bei PrintPowerNet zu wünschen übrig. Angenommen, ich möchte eine Speisekarte in Druck geben, dann werden mir, gesetzt den Fall ich kann genügend Vorstellungskraft aufbringen, am Ende entsprechende Firmen ein Angebot unterbreiten. 12 verschiedene Größen und ein Feld zur Eingabe einer individuellen Größenvorstellung habe ich zur Auswahl. Die Auswahlfelder lassen sich markieren, und in Klammern stehen mir die Größenangaben zur Verfügung. Doch wenn ich nicht vollkommen mit meiner ungenauen Größenvorstellung allein gelassen werden möchte, dann muss ich mir ein Lineal, einen Zollstock oder ein anderes Maßinstrument zur Hand nehmen, um ein Bild davon zu bekommen, welches Format die Speisekarte hinterher haben wird. Das ist in meinen Augen wenig kundenfreundlich. Hier muss man dem Kunden unter die Arme greifen und ihn durch optische Hilfsmittel bei der Auswahl unterstützen. Vorschaugrafiken von typisierten Mustern wären ein Mittel, um hier Abhilfe zu schaffen.
Premium und Provision
Am Ende steht ein Auftragstext, der auf dem Portal eingestellt wird, und auf dieses Auftragsgesuch hin können sich entsprechende Firmen mit einem Angebot bei mir melden. Zumindest werde ich als Kunde in die Lage versetzt, zu wählen. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Einmal einen Auftrag abgewickelt, fallen 5 Euro Gebühren dafür an und zusätzlich 3% Provision vom Auftragswert – dies gilt jedoch für die Firma, die den Auftrag über das Portal abwickelt. PrintPowerNet bietet zudem einen Premiumdienst an, bei dem das Einstellen von Aufträgen oder Gesuchen bis zu einer gewissen Anzahl kostenlos bleibt. Die Frage, die sich bei derzeit 270 angemeldeten Firmen und 355 eingetragenen Nutzern stellt – kommt dieses Preismodell nicht viel zu früh?! Rechtfertigt das Angebot die Gebühren? Laut Martin Wagner fließen die Gebühren indirekt auch wieder in das Projekt hinein. “Grundsätzlich“, so der Geschäftsführer, “ist für den Benutzer ohne Firma und geschäftliche Interessen alles kostenlos. Wir finden es fair, wenn wir für eine Dienstleistung etwas von den Unternehmen, die durch PrintPowerNet in mehrerer Hinsicht profitieren können, verlangen. Dieses Geld wird für den Ausbau von PrintPowerNet verwendet und kommt somit indirekt auch wieder den Benutzern zugute.”
Kann eine Firma, kann ein Kunde sich davon überzeugen, dass ein Premiummodell sich für ihn rechnet? Generell kostenlos sind Stellengesuche im Gegensatz zu Stellenangeboten. Möchte ich als Firma dafür zahlen, ein Stellenangebot zu inserieren, wo es im Internet doch derart viele Möglichkeiten des kostenlosen Inserats gibt? Vielleicht ist gerade die Partikularität, das Spezifische Thema der Faktor, der den Preis rechtfertigen kann. Die Kommunikation über ein Forum und das Erstellen eines Profils sind ebenfalls kostenlos. Demnach sind Hopfen und Malz nicht gänzlich verloren.
Damit jedoch kein falscher Eindruck ensteht. Nach der Anmeldung sind zudem 3 Inserate, 2 Firmennews “(wenn Sie ein Firmen/Freelancer Profil kostenlos anmelden)” (PrintPowerNet), 2 Stellenangebote und 1 Event kostenlos. Auf diese Weise kann man sich als Gewerbetreibender eben doch einen ersten Eindruck verschaffen. Für Nutzer ohne Firma und geschäftliche Interessen ist der Service von PrintPowerNet gänzlich kostenlos (e.g Stellengesuche, Forum, Auftragseingabe, Tutorials, Wissen über Druck).
Was PrintPowerNet jetzt noch fehlt ist ein potenten sozialer Graph. Firmen und Kunden müssen sich anmelden, damit die Idee hinter dem Portal möglichst für alle Seiten zufriedenstellend umgesetzt werden kann. Wenn PrintPowerNet dann noch die Ergonomie und Usability des Webangebots anpassen wird, steht einem soliden Wachstum nichts entgegen. Dimensionen von aktuellen Social Networks strebt man meines
Erachtens auch nicht an, vielmehr soll PrintPowerNet eine rentable Nische bedienen.
Struktur nur optisch, aber inhaltlich?
Der Webauftritt kann in meinen Augen “leider” nicht überzeugen. Optisch ist eine Gliederung erkennbar, inhaltlich verschwimmt die Struktur jedoch völlig. Das liegt meines Erachtens einzig an dem Überangebot an Information. Der Nutzer wird sichtlich überfordert, gibt es doch etliche klickbare Links auf der
Eingangsseite. Viel Hinweistext, wenig Bilder und nicht immer ist sofort erkennbar, was hinter einem Link steckt. Zeit – die ist es, die der Kunde oder aber der Anbieter benötigt, wenn er durch den Informationsdschungel bis zum Ziel pirschen möchte. Der nachfolgende Screenshot dürfte das verdeutlichen helfen.
Ziele : Optimierung und Etablierung
Martin Wagner gibt als kurzfristiges Ziel die laufende Optimierung von PrintPowerNet aus:
Kurzfristig möchten wir PrintPowerNet laufend optimieren. Langfristig möchten wir uns als professionellen Marktplatz und als Community für Grafik und Print im deutschsprachigen Europa etablieren.
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Tags Design, Grafik, Marktplatz, Portal, Print, PrintPowerNet, Trigami, Web-2.0
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