rs1121980 – neues Gen für Adipositas entdeckt
{1}Knapp 1000 Versuchspersonen umfasst die Gruppe der Untersuchung an der Universität Dusiburg Essen, die nun ein neues Dickmacher-Gen entlarvt haben wollen. Ich muss auf dem Konjunktiv bestehen, denn nichts ist so wahrscheinlich, als dass aktuelle wissenschaftliche Befunde eine sehr kurze Halbwertszeit haben. Die Methoden erneuern sich zu schnell und zu wenig Zeit ist vergangen, als dass Kontrollstudien die Ergebnisse schon verifizieren hätten können. Das ist Voraussetzung unter Akademikern, um ein Ergebnis überhaupt anzuerkennen.
Die Gene allein machen jedoch nicht dick. Wohl nur zu etwa 60 Prozent wird durch das Erbgut bestimmt, ob eine Person Übergewicht oder gar eine Adipositas entwickelt. Gene, die das Gewicht regulieren, sind für Wissenschaftler keine Unbekannten mehr. Professor Hebebrand von der Uni Duisburg Essen stellt klar: “Die Rolle der Lebensumstände darf dabei natürlich auch nicht unterschätzt werden. Die Genvariante rs1121980 allein macht nicht dick [...] Erst durch die Kombination mit weiteren Genvarianten beziehungsweise Umweltfaktoren, wie geringer Bewegung und kalorienreicher Ernährung, kommt es zu einer starken Gewichtszunahme.”
Die Untersuchungen an der Uni Dusiburg Essen sollen im Übrigen weitergeführt werden, da man weitere genetische Ursachen für Übergewicht und Adipositas aufspüren möchte. Der Artikel, in dem die Ergebnisse der Studie vermittelt werden ist glücklicherweise in einem Online-Open-Access-Magazin veröffentlicht worden. Zum Artikel auf PLoS ONE (engl.).
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Tags Adipositas, Duisburg, Essen, Gene, Genetik, Wissenschaft, Übergewicht
Kategorie Science · Autor Alexander Trust · 1 Kommentar

January 5, 2008 · 11:33 pm
Ich finde das gut. Jetzt kann ich mit gutem Gewissen weiteressen und schiebe einfach alles auf meinen schweren Gendefekt. Ich bin ein Opfer der Natur… *fg*