23. January 2008

Die Mauer muss wieder her! (K)eine Satire

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Das ist mein Ernst, mein völliger Ernst. Zumindest, wenn ich es so formuliere. Auf den zweiten Blick mach ich mir gerade Gedanken um die bundesdeutsche Gesellschaft. Wir haben schon mit der Wahl der großen Koalition gemerkt (ging diese Wahl denn nicht denkbar knapp aus?), dass das Land mehr oder weniger gespalten war. Ein bisschen bunter noch gespalten, als in den Vereinigten Staaten, aber immerhin.

Als wir gegen den Irak-Krieg protestierten – wer sind eigentlich wir? -, wurden wir das alte Europa genannt. Gerade sind in Deutschland und Frankreich jedoch Leute an der Macht, die dem, was ich unter dem alten Europa verstanden haben wollte, einen ganz anderen Charakter verleihen. Geschenkt! Warum also muss die Mauer wieder her? Nun, wenn wir schauen, was Roland Koch alles angestoßen hat, und welche Reaktionen darauf durch ganz Deutschland geschwappt sind. Oder war es die BILD-Zeitung, der Springer-Verlag, der den Stein ins Rollen brachte? Das ist für meine Argumentation einer durchaus utopisch zu nennende Vision, aber weniger wichtig.

Es scheint so, als lebten in diesem Land solche, die noch nicht genug Integration haben, und solche, die Multikulti nicht so toll finden. Es wird von der Linken gesprochen, von der Mitte (von der Rechten sogar auch). Wer ist wo, und wieso? Es gibt solche, die in der Globalisierung Chancen sehen, und einen Gewinn in jedem, der anders denkt und anders ist. Es gibt aber solche, die wollen lieber für sich bleiben, und alles alleine schaffen. Sie neiden dem Anderen den Erfolg, bzw. sehen darin eine Bedrohung ihrer Existenz, wohingegen sie darin auch nur den Spiegel ihrer eigenen Faulheit entdecken können wollten. Wer sich auf den Hosenboden setzt und anstrengt, der wird nicht als Schlusslicht landen. Es müssen nicht alle die Pfründe von Hedgefonds genießen, aber schlecht muss es einem trotz globaler Konkurrenz, Einwanderung, etc. pp. nicht gehen.

Ich erkenne ganz eindeutig zwei unterschiedliche Lager. Und ich erkenne auch eine Chance. Lasst uns also die Mauer wieder aufstellen und darin die zwei Lager aufteilen. Beide sollen sie versuchen, ihre Idee von Gesellschaft zu verwirklichen. Wir würden sehen, wer am Ende zufriedener wäre. Wenn jedoch alles so bleibt, wie es ist, dann kämen wir nicht weiter, würden auf der Stelle treten, und nur dafür sorgen, die Polarisierung voran zu treiben. Dass der Druck irgendwann eskalieren muss, ist so klar wie Reiswein. Wenn wir bis zur nächsten Bundestagswahl warten, und feststellen, dass es ja neben dem Bundestag noch den Bundesrat gibt… die Instrumente unserer Demokratie lähmen dieses Land. Das ist meine bescheidene Meinung. Wir werden es erleben, wenn die einen sich beschweren, dass sie durch die anderen in ihrem Handeln im Bundesrat gebremst werden. So war es doch seit Jahr und Tag. Anstatt aber etwas Neues zu probieren, beschweren sie sich lieber vor den Wahlen und wurschteln sich nach den Wahlen durch bis zu den nächsten.

Ein Freund von mir macht Wahlkampf in Hessen, leider nicht für meine Partei. Ich wünsche im viel Glück dabei. Er wird Erfahrungen sammeln und ich hoffentlich davon erzählt bekommen. Vielleicht dann ja schon mit Siegel durch die Staatssicherheit, weil sein Mail die Grenze überschreitet zwischen den beiden Hälften des Landes. Auf geht’s. Packen wir’s an.

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Kategorie Glocal, Politics · Autor · 1 Kommentar


Ein Kommentar

  1. Kommentar von andy
    February 2, 2008 · 1:43 pm

    wenn die mauer wieder kommt, dann ziehe ich nach ausland :-)

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