StudiVZ: von Studenten für Studenten?
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Von wegen. Nicht erst seit Holtzbrinck die Mutter der Porzelankiste im Bonker mimt, kümmert man sich nicht selten wenig um die Belange der Kundschaft Mitglieder. Euronen, die man in den Sand gesetzt zu haben scheint – zum Jahreswechsel konnte man zum ersten Mal schwarze Zahlen verbuchen (einstelliger Millionenbetrag). Das Investment belief sich allerdings auf einen beinahe dreistelligen Millionen-Eurobetrag.
Akademisch sind die Studierenden im StudiVZ leider bislang nicht in Erscheinung getreten. Warum? Nun, weil sie es nicht können. Sie wollen, zumindest einige von ihnen, immerhin organisieren sie Büchertausch und erstellen Gruppen zu Klausurthemen, etc. pp. Doch: StudiVZ ist Party, Palmen, Weiber und… ach nee, das war wer anders. Trotzdem: StudiVZ hat sich zurückgehalten, hat bislang keine Funktionalität integriert, die der Akademik in Deutschland zu neuem Leben verhelfen könnte. Das machen die Hochschulen indes entweder selbst oder lassen es von Fraunhofer und anderen erledigen. Die Ergonomie bei solchen Groupware-Applikationen ist allerdings erscheckend unterirdisch. Warum zum Geier mag niemand den Flow von akademischem-Arbeiten-online pimpen?
Freiwilliger vor. Ich agiere als Teil eines Thinktanks.
Nein, wir lassen die deutschen Studierenden viel lieber der Onlineaktivität überdrüssig werden, vergraulen ihn oder sie mit manipulierten AGBs und Co. Zur Sache Schätzchen?! Nun, StudiVZ hält sich nicht nur nicht an sein damals von Ehssan und Co. aufgestelltes Credo, sondern man handelt jetzt sogar entgegen einer eigentlich wunderschönen Maxime – von Studierenden für Studierende. Ja, ja.. Jetzt wird in die Hände gespuckt, wir steigern… die Ablehnung im akademischen Feld. Holtzbrinck lässt abmahnen. Münsteraner Studierende, die eine lokale Anlaufstelle im Web mit viel Engagement bereitgestellt haben, sehen sich nun Abmahnkosten in Höhe von 2000 Euro ausgesetzt. Das zumindest berichtet der Alphons auf der Blogbar (vgl. auch Ichmirich, Timoheuer, u. a. m.). Warum, wieso? Nun, das Kind hat einen Namen. ErstiVZ heißt das lokale Portal für Münsteraner, Peter Grosskopf ist einer der Betreiber, dem die Abmahnung ins Haus flattertet. Natürlich wurden diese Infos getwittert.
In diesem Fall hat der Alphons mal wieder Recht. StudiVZ ist gut darin, schlechte Presse zu produzieren. Immerhin hätte man sich bestimmt anderweitig einig werden können. Stattdessen zerschmeißt die Mutter das teure Gut und bricht die Bande des Vertrauens mit den Studis ein ums andere Mal. Schad, dass nicht 1. April ist, oder Herr Urban?!
Hinzufügen zu del.icio.us, Mr. Wong, LinkARENA, SEOigg
Tags ErstiVZ, Holtzbrinck, Münster, StudiVZ
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 3 Kommentare

February 15, 2008 · 11:32 pm
VZ für alle…
StudiVZ mahnt ab und zwar wegen, wie Blogbar schreibt:
Weil Peter Grosskopf wegen des Namens ErstiVZ von StudiVZ abgemahnt wurde. StudiVZ hat den Markennamen StudiVZ eintragen lassen und beruft sich nun offensichtlich auf die Möglichkeit der T…
February 20, 2008 · 2:47 pm
[...] vor, was sich als Klon (in der Namensgebung) entpuppt. ErstiVZ musste zuerst daran glauben (vgl. StudiVZ: von Studenten für Studenten?). Doch der Konflikt wurde in Windeseile im Keim erstickt, offenbar, weil die [...]
October 23, 2010 · 9:43 am
[...] Porzelankiste im Bonker mimt, kümmert man sich nicht selten wenig um die Belange der Kundschaft (http://www.sajonara.de/2008/02/15/studivz-von-studenten-fur-studenten/) Internetbeiträge zum Thema SEOoptimierung ← Pressemitteilungen optimieren – [...]