27. February 2008

Finger weg von Mighty Maus

{3}

Apple produziert durchaus schicke Gerätschaften. MacBooks, iPods, und andere mehr, die von objektiven Testern hinlänglich als ziemlich gut bewertet werden. Dass das nicht auf alle Produkte der Amerikaner zutrifft – ich möchte mit der Mighty Maus ein Beispiel unter anderen angeben.

Es gibt die Maus mittlerweile in zwei Varianten, mit und ohne Kabel. Ich selbst war bis vor kurzem Besitzer einer Bluetooth Mighty Mouse-Variante. So lange habe ich die Maus im übrigen dann auch noch nicht besessen. Ich kaufte sie im neuen Jahr und muss nun miterleben, wie das durchaus hilfreiche Scrollrad zum ersten Mal seinen Geist aufgibt. Woran das liegt? An der Konstruktion.

Foto der geöffnete Mighty Maus

Wir alle kennen die “Kugel” noch von Computermäusen. An deren Unterseite waren die mechanischen Bauteile angebracht – mittels anfänglich zwei, später vier Laufrädern im Innern wurde die Bewegungsveränderung abgetastet und als Bewegung des Mauszeigersumgesetzt (vgl. Wikipedia). Der Verschleiß war auch dort vorhanden, nur war man in der Lage, die Unterseite der Maus zu öffnen, den Ball herauszunehmen, eine Reinigung durchzuführen, und weiter zu arbeiten. Bei dem Scrollrad der Mighty Mouse ist das nicht so ohne weiteres möglich.

Es gibt im Internet etliche Anleitungen (engl.), wie man die Maus zu öffnen hat – gleichwie wird man sie immer beschädigen, da um die Unterseite eine Art Plastikring an mehreren Stellen um die Maus herum angeklebt ist. Die Klebestellen muss man brechen, damit man die Maus öffnen kann. Hernach benötigt man – zumindest in der Bluetoothvariante – Uhrmacherwergzeug, um an den Scrollball heran zu kommen. Das war, wie ich selbst Abbildungen der ursprünglichen Mighty Mouse im Netz entnehmen kann, nicht immer so.

Mighty Maus geöffnet, Abbildung 2

Ich bin jedenfalls nach kaum zwei Monaten den Weg gegangen, mich von meiner Mighty Mouse wieder zu trennen. Es scheint, als hätten auch andere Blogger diese Entscheidung (engl.) getroffen, und sie nicht bereut. Ich sehe nicht ein, alle zwei bis vier Wochen eine Reinigungsaktion durchzuführen, geschweige denn, mir Uhrmacherwerkzeug zuzulegen, nur um meine Maus funktionstüchtig zu halten. Apple hat hier eindeutig nachzubessern. Sanfte Reinungsmethoden mit feuchten Tüchern in Wasser oder Alkohol getränkt funktionieren übrigens nicht immer, vor allem auf lange Sicht gesehen nicht, weil irgendwann zu viel Schmutz und Talg im Innern der Maus gelandet sein wird. Deshalb habe ich mich von dem Apple-Eingabegerät getrennt. Bluetooth sollte es auf jeden Fall bleiben. Das ist für meine Zwecke zumindest durchaus sinnvoll. Ergo habe ich mir heute dann eine Microsoft-Maus zugelegt, und hör die Apfel-Jünger dort schon schreien, wie man denn einen solchen Affront begehen könnte. ;)

Hinzufügen zu del.icio.us, Mr. Wong, LinkARENA, SEOigg
Tags , , , , ,
Kategorie Media · Autor · 3 Kommentare


3 Kommentare

  1. Kommentar von 7162
    February 27, 2008 · 10:21 pm

    Ich habe mir auch vor etwa einem Jahr eine Apple Blauzahn Maus gekauft und musste die erste schon nach 2 Monaten einschicken. Sie wurde anstandslos getauscht; der Scrollball war defekt. Mit meiner neuen hatte ich dann bis vor kurzem auch keine Probleme. Nun scheint sich da drin aber wieder Dreck angesammelt zu haben, denn das Scrollen ging nicht mehr. Jetzt muss ich wohl entweder den Ball immer regelmäßig sauber machen, oder wohl doch auch Apple untreu werden…

  2. Kommentar von Alexander Trust
    February 27, 2008 · 10:28 pm

    Ich hab vor dem Kauf der Maus nicht drüber nachgedacht, und im Web gibt es ja unheimlich viele Hinweise darauf, dass das ein durchaus nicht ungewöhnliches Problem mit der Mighty Mouse ist. Persönlich fand ich den kleinen Trackball aber sehr nützlich.

  3. Kommentar von Nahata
    December 30, 2009 · 5:19 pm

    Tja zum säubern des Trackball braucht man die Maus auch nicht zu zerlegen.
    Man dreht sie einfach um und rollt mit leichtem Druck über einen Papierblock,
    ich benutze seit Jahren meine Schreibtischunterlage und der Ball funktioniert wieder tadellos.
    So einfach ist dies, leider erfuhr ich es auch erst, nachdem ich einst meine Maus zerlegt hatte.
    Aber sie funktioniert jetzt schon mehrere Jahre bestens.

Schreibe einen Kommentar


Top