Trigami und “nofollow”
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Ich finde, es ist an der Zeit eine Thematik zu diskutieren, die dabei helfen kann, die Augen zu öffnen, wo wir eine Grenze ziehen wollen zwischen Werbung und Inhalt. Es gibt Blogger, und es gibt Blogger. Solche, die mit ihren Blogs ihr Privatleben ausfüllen und solche, die damit einen Mehrwert erzielen wollen.
Um dies zu bewerkstelligen, melden manche sich bei Services an, die dabei helfen können, ihre Worte zu monetarisieren. Google hat selbstredend ein Interesse daran, sich das Geschäft nicht mies mmachen zu lassen und so gehen und gingen sie mit ihren eigenen Mitteln gegen Blogger und Blogdienstleister vor, die z. B. Textlinks verkaufen, bzw. Reviews gegen Geld anbieten. In der Folge sind viele der Dienstleister dazu übergegangen, die Links mit dem rel-Attribut “nofollow” auszuzeichnen.
Aber gerade um jenes Attribut soll es gehen. In meiner Sidebar prangt nicht umsonst ein Verweis auf das “no-nofollow”-Projekt. Bei mir wird generös verlinkt. Nicht so, wenn ich Trigami-Artikel schreibe. Weil das vom Auftraggeber untersagt wird, respektive anders gewünscht wird. Bei meiner letzten Rezension über smaboo, einen neuen Internetdienstleister, der mit Embedded Branding Krümel vom Internet-Kuchen einheimsen mag, bin ich von den Administratoren von Trigami gerügt worden, und wurde zum Nachbessern gedrängt.
Natürlich habe ich den Auftrag angenommen, und natürlich habe ich zugestimmt, als es hieß, “Bitte alle Links auf rel=’nofollow’ setzen!” Was ich indes nicht angenommen habe ist, dass damit andere Links, außer diejenigen, die die zu bewerbende Seite angehen, gemeint sein können. Ich kann auch verstehen, wenn es Blogs gibt, die ebenfalls Trigami-Artikel schreiben, diese nicht von der Regel auszunehmen. Was aber, wenn ein Review durchaus nützliche Zusatzinformationen enthalten kann. Was, wenn man den Begriff Embedded Branding mit einem entsprechenden Artikel aus der Wikipedia verlinken würde. Bin ich dann immer noch angehalten, dass Attribut “nofollow” zu vergeben? Laut Trigami bin ich es.
Auf Nachfrage via Mail erhielt ich vom Service dann nur den Verweis darauf, dass bereits in der Ausschreibung zu einem Angebot ein Vermerk darauf zu finden sei, “dass alle Links innerhalb des Beitrages auf ‘nofollow’ gesetzt sein müssen.” Keine Auseinandersetzung mit meinem Wikipedia-Beispiel. Zum einen nehme ich stark an, dass erst gar nicht der Google-Bot auf die Fährte gelockt werden soll, und dementsprechend tatsächlich “alle” Links mit dem Attribut “nofollow” ausgezeichnet werden müssen. Zum anderen finde ich diese Kennzeichnungspflicht aber nicht in jedem Punkt sinnvoll. Es gibt noch mehr Webseiten außer der Wikipedia, die eindeutig für Information und nicht für Werbung stehen. Warum muss man diese künstlich aus dem Verkehr ziehen, wenn es darum geht, dem Verdacht von Linkspamming vorzubeugen? Vielleicht auch ein Thema, das im Trigami-Blog diskutiert werden könnte.
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Tags Links, nofollow, Smaboo, Trigami, Web-2.0, Werbung, Wikipedia
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 1 Kommentar

March 1, 2008 · 11:09 am
Hallo Alexander
Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Wir können Deine Haltung und Meinung sehr gut verstehen. Dass wir unsere nofollow-Regel so streng durchsetzen, ist darauf zurückzuführen, dass wir sowohl unsere Blogger als auch Kunden vor potenziellen Suchmaschinen-Abstrafungen schützen möchten.
PayPerPost hat angekündigt (bzw. vielleicht bereits sogar eingeführt), dass es neu sowohl “erforderliche Links” als auch “optionale Links” gibt, aber laut Matt Cutts macht Google keinen Unterschied zwischen erforderlichen und freiwillig gesetzten Links in Content, welcher honoriert wurde. Für ihn reicht die Tatsache, dass ein Artikel überhaupt honoriert wurde.
Wir sehen bezüglich dieser Thematik durchaus noch einen gewissen Diskussionsbedarf, jedoch haben wir uns bis auf Weiteres entschieden, unsere Regel zu 100% durchzusetzen und abzuwarten, wie sich die Situation in den USA entwickelt. Gemäss der Stellungnahme von Google vom 1. Dezember 2007 können wir damit sowohl unseren Bloggern als auch unseren Kunden zu 100% garantieren, Suchmaschinen-Richtlinien-konform zu sein und garantieren, dass kein Abstrafungsrisiko besteht. Würden wir die Regel nicht zu 100% durchsetzen, könnten wir dies aufgund der bisherigen Kommunikation von Google nicht garantieren.
Ich hoffe Du verstehst unsere Haltung nun etwas besser.
Viele Grüsse aus der Schweiz
Remo