Holtzbrinck vernetzt
MeinVZ ist gestartet und zeigt, wozu StudiVZ all die Zeit über nicht in der Lage war – sich mit den internationalen Ablegern zu vernetzen, das war nicht möglich. Nun ist aber MeinVZ in der Lage, mit StudiVZ in einer Server-Farm ausgeführt zu werden. Wieviel Neuentwicklung und Knowhow letztendlich wirklich dahinter steckt, wir wissen es nicht. Denn darüber wird der Deckmantel des Schweigens gehüllt.
StudiVZ ist mittlerweile nicht mehr Beta, sondern Gamma. Das hing, so meine ich, maßgeblich mit dem Austausch der Technik hinter dem Netzwerk zusammen. In der Seitenleiste wurde es mehr oder weniger still angekündigt und im hauseigenen Blogbereich diskutiert. Von einem neuen Motor war die Rede, der das System noch schneller und besser machen würde. Die Erweiterung der Ressourcen, so meine Meinung, war notwendig, um den zumindest potenziell kalkulierten Ansturm – hust – an Besuchern auf MeinVZ zu verkraften.
Alles von langer Hand geplant, oder nicht?! MeinVZ ist “am Start” und wir wissen endlich, warum die Bonker-Männchen so viel Ehrgeiz an den Tag legten, als es darum ging, andere VZs abzumahnen, zudem nicht immer gleichwertig. Und als wäre das noch nicht genug, verkaufte Holtzbrinck die Tage Eigenwerbung als journalistisches Pamphlet, noch dazu auf einer neuen Social-News-Community – Zoomer -, die dem eigenen Hause angehört. Man differenziert scheinbar nicht gut genug, und auf eine Weise tut man es doch…
Zweiklassengesellschaft, die vielen VZler
Eine Zweiklassengesellschaft entsteht nun nicht erst dadurch, dass die StudiVZler mit den MeinVZlern gemeinsame Sache machen können. Im Gegenteil: Es gibt Mitglieder im VZ, die AGB zugestimmt haben, und solche, die es nicht getan haben. Beide Gruppen von Kunden Mitgliedern sind noch immer im Netzwerk vertreten, wenn nicht sogar noch welche, die ganz anderen AGBs zugestimmt hatten. Für einige ist das allerdings nicht so erfreulich, denn sie werden im Gegensatz zu anderen verpfiffen, falls die Kripo an Holtzbrincks Tür klopft. Als jemand, der zugestimmt hat, verpfiffen zu werden, würde ich mich mächtig ärgern, dass es Leute gibt, die nicht verpfiffen werden. Noch dazu, weil StudiVZ ja damit gedroht hatte, Hinz und Kunz auszusperren, wenn sie den neuen AGB nicht zustimmen würden. Und am Ende? Nun, da sehen die Holtzbrinckler vielleicht sogar doppelt. Ehe man sich versieht, werden alle StudiVZler zu MeinVZlern. Fasst als würde man die Arbeitslosenstatistik fälschen, aber nur fast. Wie das geht? Nun, das erklärt Ariadne.
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