Syndicate auf dem Macbook
Electronic Arts hat in seiner langjährigen Geschichte – die Firma wurde 1982 gegründet – schon einige hochkarätige Spiele produziert. Neben den Sportspielen von EA gehören mit Sicherheit auch die Echtzeitstrategiespiele dazu, die EA auch unter dem Label von Blizzard veröffentlichte. Doch in die Firmenhistorie gehört ohne Umschweife auch Syndicate (vgl. Wikipedia), das unter dem Label von Bullfrog erschien.
Screenshot von DOSBox 0.72, Syndicate
Wie auf dem Bildschirmausschnitt zu erkennen, lässt sich dieses Spiel prima auf einem Macintosh spielen. Ich besitze noch aus früheren Zeiten viele PC-Originale, so auch Syndicate in einer Budget-Edition, zusammen mit der Erweiterung “American Revolt”. Die isometrische Perspektive war für damalige Verhältnisse Neuland und das Spiel eroberte im Nu die Auszeichnungsberge diverser Spielemagazine. 1993, also vor 15 Jahren erblickte das Spiel das Licht der Welt. Es gab sogar eine Macintosh-Portierung des Spieles, die jedoch nur unter der Classic-Umgebung spielbar wäre.
Da ich die Original-CD besitze, habe ich mich entschieden einen DOS-Emulator für den Macintosh (gibt’s auch auf anderen Systemen) zu installieren. DOSBox heißt er und zusammen mit dem grafischen Frontend Dapplegrey ist es beinahe idiotensicher.
Ohne das Frontend oder das GUI “Dapplegrey” wäre es für Anfänger eher schwierig die einzelnen Spiele auch ans Laufen zu bekommen. Denn die DOSBox-Anwendung ist genau das, eine Art Terminal für DOS. Wer sich mit DIR, CD und Co als Laufzeitbefehlen in DOS nicht auskennt, der wird froh sein über das GUI. Ihr gebt einzig den Pfad für das DOS-Programm auf der Festplatte an, wählt die Datei und Dapplegrey startet die Anwendung automatisch. Alternativ müsste der Nutzer sich von Hand in der DOSBox zum Ort des Geschehens navigieren (wohlgemerkt via Textbefehlseingaben) und das Programm starten.
Zwar ist DOSBox schon seit August 2007 nicht mehr weiterentwickelt worden, doch der Emulator geht mit einer Vielzahl von Anwendungen und Spielen zusammen. Wer noch alte DOS-Spiele daheim rumliegen hat und einen Macintosh sein eigen nennt, der kann der DOSBox ja mal eine Chance geben. Natürlich ist DOS schon Geschichte, aber das Gameplay so manches Computerspiels von damals ist auch heute noch erste Sahne. Warum also immer zu teuren neuen 3D-Ballerspieler greifen, wenn die einstmals geliebte Alternative vielleicht im eigenen Keller Staub ansetzt?
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