24. April 2008

GMX Topmail wird weniger flexibel

Wahrscheinlich, weil die veränderten AGB bedeuten, dass man als Topmail-Kunde nun die maxdome MOVIE-FLAT gratis dazu erhält, knebelt bindet GMX seine Kunden fortan 12 Monate fix an sich. Was MOVIE-FLAT heißt, bedeutet allerdings eine Beschränkung auf 125 Titel, die man kostenlos ansehen kann im Monat. Wer bitteschön braucht so etwas? Sat 1 und Kabel 1 aus der Retorte.

Die Flexibilität bei GMX Topmail wird auf Kosten eines Franchising geopfert? So schaut es jedenfalls aus. Die AGB verändern sich zum 24. April, also mit dem heutigen Datum. “Aus technischen Gründen”, wie es auf den GMX-Seiten heißt, steht den Kunden von GMX Topmail das maxdome-Angebot derzeit aber nicht zur Verfügung. Erst ab 9. Mai soll es wieder funktionieren.

Screenshot
Screenshot von der Kundenseite zum GMX/maxdome-Angebot

Das bedeutet u. a., dass ich derzeit als GMX Topmail-Kunde ein Angebot bezahle, dass ich nicht nutzen kann. Aber mir wird ja die Wahl gelassen. Noch haben wir Zeit, uns zu überlegen, ob wir den AGB-Veränderungen widersprechen. Aber welches vergleichbare Angebot nutzen und nicht stehlen? 100 Frei-SMS im Monat? Woher nehmen und nicht stehlen? Deutschland ist eine SMS-Einöde. Mein Kurznachrichtenaufkommen beläuft sich im Monat gut und gerne immer über 300 Stück.

Angst machen möchte man dem Kunden bei GMX offenbar auch. In der Ankündigungsmail zu den neuen AGB heißt es:

“Falls Sie den geänderten Geschäftsbedingungen widersprechen, gelten für Sie weiterhin die bisherigen AGB. GMX ist in diesem Fall jedoch berechtigt, den Vertrag mit Ihnen zu kündigen.”

Den alten AGB entsprechend, hätte ich fast jederzeit kündigen können, und zuviel gezahltes Geld, hätte man zurückerstattet bekommen. Ich weiß nicht, ob GMX sich damit einen Gefallen getan hat. Kündigungsfristen bei Dienstleistungsangeboten sind heute das Totschlagargument, wenn es um Kundenfang geht. Je kürzer, desto besser. Einfach weil der Kunde von heute flexibel sein möchte.

Hätten wir beispielsweise nicht ein Sonderkündigungsrecht bei Umzug, würden unsere Telefonanschlüsse uns den Wohnort diktieren. Zumindest in gewissem Maß. Und auch Mobilfunkanbieter haben schon mit einer Flexibilisierung begonnen. Pay-TV-Anbieter wie Premiere hat man früher genauso lange behalten müssen wie eben einen Mobilfunkvertrag noch vor ein paar Jahren, genau 24 Monate. Premiere (und/oder Arena) kann man allerdings auch nur auf 12 Monate hin abonnieren. Oder man kann mit Premiere-Flex ein Prepaid-Modell benützen, das einem größtmögliche Fexibilität einräumt.

Warum also geht GMX genau den anderen Weg und rationalisiert für ein Franchising einfach den Faktor Flexibilität fort? Mal sehen, ob GMX damit so viel Erfolg hat.

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Kategorie Media · Autor Alexander Trust · Keine Kommentare


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