Von Leuten die sich selbständig machen, …
{3}… und andere in den Wahnsinn treiben.
Es gibt ja genügend Post, Hermes und sonstwelche Shops in ganz Deutschland. Franchising sei dank. So wie jeder, der einen entsprechenden Businessplan ausgearbeitet hat, bei McDonalds oder Burger King vorstellig werden kann, um ein eigenes Restaurant der Kette mit Unterstützung derselben zu eröffnen – so können Hinz und Kunz, wenn sie entfernt so etwas wie ein “Ladenlokal” vorweisen können und dieses im Einzugsgebiet einer noch unbe-posteten oder unbe-hermesten Gegend liegt, einen Post-Shop eröffnen.
Das nötige Equipment gibt es wohl dazu, wahrscheinlich nicht völlig kostenlos, aber doch recht günstig oder zumindest zu bezahlbaren Konditionen. Dass aber nicht ein jeder so einen Laden schmeißen kann, zeigen meine eigenen Erfahrungen. Ein Tintenshop in einem Kölner Vorort mimte einen Hermes-Versanddienstleister. Mittlerweile ist der Paketshop dicht, weil die 127-Tausendste Tintentankstelle Lebewohl gesagt hat. In meiner näheren Umgebung gibt es zudem noch einen Bekleidungsladen für Kleinkinder und solche, die es noch werden wollen. Hier kann ich prima Post-Artikel und Hermes-Pakete aufgeben, bzw. abgeben.
Persönlich finde ich das unheimlich komfortabel. Doch muss ich in Zukunft wohl mehr Obacht geben als die Inhaberin des Ladens. Auskunft geben kann sie nur bedingt, hat offenbar lediglich eine Broschüre zum Selbstlesen bekommen. In manchen Dingen habe ich sie angesprochen und ihr im Gespräch quasi böhmische Dörfer aufgezeigt, bspw. in Sachen Kilopreise für Büchersendungen der Post. Ärgerlicher indes als der Mange an Information ist der Mangel an Sorgfalt. Ich selbst habe keine Waage daheim oder solche Schubkastensysteme, durch die ich die Artikel stecken kann, um zu sehen, ob sie ein Höchstmaß überschreiten oder nicht.
Und siehe da?! Vor dem durch Pfingsten verlängerten Wochenende fand ich eine Versandtasche in meinem Briefkasten wieder. Auf ihr prangte ein Aufkleber der Post, der mich darüber in Kenntnis setzte, dass ich zu wenig Porto gezahlt hätte. Ich müsse nur noch ein Mal nachfrankieren und könnte den Umschlag dann genauso wieder in den Briefkasten werfen, er würde dann beim Empfänger ankommen und ich müsste nicht noch einmal komplett neu frankieren.
Glück gehabt?! Nun ja, wie man’s nimmt. Der Kunde, der bei Ebay ein Playstation-Spiel bei mir ersteigerte wird sich bedanken ob der Verzögerung. Immerhin war der Luftpolsterumschlag, ehe er wieder bei mir landete knappe drei Tage unterwegs. Dadurch, dass Pfingsten nun die Arbeitszeiten verknappte, kann der Kunde wohl erst in der jetzt anbrechenden Woche mit dem Erhalt der Ware rechnen. Ärgerlich, wiederhole ich mich, und muss in Zukunft die Kompetenz von Selbständigen im Bereich Post-Shop per se in Frage stellen, auf Nummer sicher gehen eben.
Hinzufügen zu del.icio.us, Mr. Wong, LinkARENA, SEOigg
Tags DHL, Ebay, Hermes, Playstation, Post
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 3 Kommentare

May 12, 2008 · 10:27 pm
Also ich hab bei quer mal einen Bericht gesehn wonach sich das Business so gut wie gar nicht lohnt und in manchen Dörfern es gar keiner mehr machen will. Irgendwann wird die Post zur gleichen Erkenntnis kommen wie die Deutsche Bank und sich wieder mehr um den gemeinen Kunden kümmern.
May 12, 2008 · 10:36 pm
Ich wollt mich vorhin kommentarlich verewigen auf deinem Blog, da gab’s ne Fehlermeldung von “mephisto”.
Ich sollt dem Administrator Bescheid geben.
May 14, 2008 · 7:18 pm
meine blog geht nu wieder. lang gedauert…