Mit Werbegeschenken punkten?!
{7}Einige Blogger wissen davon ein Lied zu singen – uns flattert hin und wieder, oder öfter, Post ins Haus. Mich erreichte letztes Jahr ein Adventskalender mit kleiner Ritterschockolade von Hitflip. Ein Kumpel von mir hat die Plattform für seine eigenen Dienste dieses Jahr ausprobiert. Er kam zufüllig zu Hitflip, ohne dass ich ihn darauf hingewiesen hatte. Denn Weihnachten 2007 schwieg ich mehr oder weniger über das Werbegeschenk. Das kam damals mit UPS und ließ mich wundern, da ich kein Paket mehr erwartete.
Aber genau diesen Weg gehen auch viele andere. Wir werden mit Werbegeschenken und Anschreiben eingedeckt, ob es uns passt, oder nicht. Haben wir auf der Stirn tätowiert: Immer her damit, bestecht uns?! Post kriegen wir auch von zum Teil recht unliebsamen Zeitgenossen. – Diese Art offensiver Werbung ist jedoch bekannt, und Start Ups, aber auch alteingesessene benutzen sie, um potenzielle Multiplikatoren zu erreichen.
Erreichen wollte mich/uns auch eine GbR, die Greatnet GbR. Vor einigen Tagen schickte man mir einen braunen Din C5-Umschlag mit Fenster, in dem ich etwas Rotes erspähen konnte. Es war rot und weich. Ein Sexspielzeug?! Weit gefehlt – einen Wasserball, zum Aufpumpen, hatte man mit viel Liebe an mich adressiert. Automatisch erstellter Adressaufkleber ist die Folge. Warum ich Greatnet hier dennoch verlinke, und nicht darauf verzichte, den Multiplikator zu spielen? Mich interessiert, warum man dort nicht mal für nötig gehalten hat, ein Anschreiben mit in den Brief zu legen. Der Umschlag war mit 1,45 Euro frankiert, doch selbst einer Warensendung hätte man einen “Beipackzettel” hinzulegen dürfen.
Greatnet ist Webhoster und scheinbar so unbekannt nicht, immerhin prangt auf deren Startseite ein Award, der angibt, man hätte Preise in 2006 und 2007 gewonnen. Warum aber so geheimnisvoll? Soll ich jetzt mit einem Wasserball als neuer Kunde gelockt werden?! Ich habe im Augenblick einen zufriedenstellenden Webhoster an der Angel und der einzige Grund, warum ich über Greatnet schreibe – ich wünsche mir eine Stellungnahme von den Verantwortlichen. Genau das bietet das Internet ja an. Wenn Sie an meine Adresse gekommen sind – sollte man meinen -, werden sie hier auch mitlesen, oder?! Zumindest aber doch die Werbeagentur, die Greatnet zu diesem Schachzug geraten hat. Solche Aktionen scheinen mit Web 2.0-Angeboten in Mode gekommen zu sein, haben aber mehr und mehr ihren Reiz verloren.
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Tags Greatnet GbR, Guerilla, Marketing, Web-2.0, Werbung
Kategorie Media, Uncategorized · Autor Alexander Trust · 7 Kommentare

June 28, 2008 · 1:26 pm
leider ist es meistens so, dass man einfach was zugesendet kriegt, ohne zu erfahren, warum und wieso.
deshalb nehm ich die geschenke zwar meistens an, blogge aber linkfrei darüber. hähä.
June 28, 2008 · 1:29 pm
Na ja, annehmen – ich würde nicht auf den Gedanken kommen, wenn ich schon unfreiwillig etwas zugeschickt bekommen habe, dann noch Portogebühren zu bezahlen, um es dem Empfänger zurück zu senden.
June 28, 2008 · 6:16 pm
Die Wasserball-Aktion von greatnet war vor allem eines: Billig. Um genauer zu sein 1,45 Euro pro Blogger. Auch bei mir landete der braune Din-A5 Umschlag im Briefkasten. Ganz ohne Kommentar. Und das ist es, was auch mich ärgert. Hätte man nicht ein, zwei Zeilen dazu schreiben können? Oder hat man sich davon versprochen, dass jetzt alle Blogger über diese “mysteriösen” Wasserbälle bloggen? Da war Tchibo schon einfallsreicher.
Generell habe ich gegen solche Aktionen nichts. Es gibt ja auch wirklich nette Gratiszusendungen, die sicherlich einen Link wert sind. Aber im Falle greatnet: Denkt ihr wirklich, dass wir alle so billig sind?
June 28, 2008 · 7:29 pm
Och na ja, ich denke, die mussten sich halt auch etwas ausschen, was ins Budget passt. Da die Greatnet eine GbR ist, denke ich, ist das Budget durchaus beschränkt.
Generell finde ich (solche) Aktionen und Kreativität nicht schlecht. Aber eine Antwort auf das “Warum?” bleiben uns die Damen und Herren von Greatnet noch schuldig.
June 28, 2008 · 9:00 pm
ja, so eine kleine info zur sendung wäre nett gewesen.
den komischen bierzählflaschenöffner hab ich auch ohne jeglichen kommentar bekommen. dabei trink ich gar kein bier. *grins*
June 28, 2008 · 10:26 pm
Das mit dem billig war eher symbolisch Gedacht
Und nicht wirklich finanziell.
June 29, 2008 · 1:17 am
Gut, dass wir drüber gesprochen haben. Aber wenn Greatnet uns schon angeschrieben hat, werden sie wohl auch irgendwann über diesen Beitrag hier stolpern, denke ich. Mal schauen, ob noch was nachkommt.