OpenGL 3: Werden OSX und Linux davon profitieren?
OpenGL (vgl. Wikipedia), die Spezifikation, die Freude macht. Oder doch nicht? Zumindest bislang (in Version 2.0) war OpenGL schnell an die Grenzen der Belastbarkeit gestoßen. Eine Vergleichbarkeit mit dem Microsoft-Produkt Direct X konnte man nicht mehr standhalten.
Quake 2 das Ende der Fahnenstange?!
Ich schreib’ nicht mehr, weil dies seinerzeit (in den 90ern) noch anders gewesen ist. Zu Zeiten, da einige der ersten richtigen 3D-Shooter auf dem Markt auftauchten, wurden diese Titel mittels OpenGL auch auf Linux-Systeme portiert. Zwar geschah dies zum Teil in Eigenarbeit von privaten Programmierern, doch es zeigte, dass etwas zu bewegen ist. Quake 2 allerdings, stellte recht bald das Ende der Fahnenstange dar.
Alternative Betriebssysteme implementierten recht schnell die Unterstützung von OpenGL und es dauerte nicht lange, bis dann auch eine angepasst Variante von Quake und Quake 2 auf diesem System zu finden war. Die Beschränktheit der 2.0-Variante hatte jedoch zur Folge, dass kaum jemand unter der Gilde der Spielerprogrammierer davon Gebrauch machte, und wenn, dann hatte man im direkten Vergleich zwischen der Direct X-Ausgabe eines Spiels und seinem OpenGL-Pendant schnell das letztere immer als Verlierer im Schönheits- und oft sogar im Geschwindigkeitsvergleich ausgemacht.
OpenGL 3 mit vielen neuen Möglichkeiten
Das neue OpenGL hat lange auf sich warten lassen (schon Ende 2007 rechnete man mit der Veröffentlichung), und die Nachrichten vom Versionssprung bringen frohe Kunde. Es gibt viele Veränderungen, auch solche, die die Ressourcen von modernen 3D-Grafikkarten ansprechen und Programmierer in die Lage versetzen state of the art zu produzieren.
Neue Impulse für Linux und OSX?
Ein interessanter Aspekt dieser neuen 3.0er Spezifikation von OpenGL könnte die Chance von Windows-Alternativen sein. Denn bislang krankte das Spieleangebot auf Alternativen zum Microsoft-Betriebssystem vor allem daran, dass Linux und Konsorten keinen Zugriff auf Treiberressourcen von modernen Grafikkarten-Herstellern hatten. Wenn Sie überhaupt Treiber implementieren konnten, dann nur, weil die Systementwickler es via Reverse-Engineering mit sehr viel Aufwand möglich gemacht haben. Auch Hobby-Betriebssysteme sind von der wiedererstarkten Version 3.0 von OpenGL betroffen. Ist es zu viel verlangt, wenn man wie ich die Hoffnung hegt, dass sich demnächst einiges tun wird, mithilfe des neuen OpenGLs?
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