Und erlöse uns von dem Bösen – Bloggerei
{4}Tun sie’s oder tun sie’s nicht? Sind sie linkgeil oder sind sie es nicht?! Die bösen Buben von der Bloggerei, die vor kurzem nicht mal eine Handvoll Blogger aus ihrem Verzeichnis verbannt hatten, da diese den Link zur Bloggerei mit dem Attribut “rel=nofollow” ausgestattet hatten.
Es gibt Gründe dafür und dagegen. Der Ton macht die Musik, und offenbar haben die Leute von der Bloggerei nicht die richtige Saite angeschlagen, um von der Blogosphäre richtig vernommen zu werden. Sie haben stattdessen den Bogen überspannt und der Schuss ging nach hinten los, so könnte man sagen. Und ich bin nun einer derjenigen, der das Thema wieder aufnimmt, nicht aber, um es unreflektiert wiederzukauen, wie es scheinbar nicht wenige getan haben. Zumindest weist Soeren im Onezblog auf dieses Phänomen hin.
Emotionen als (schlechter) Ratgeber
Uns fällt folgendes an dem Beitrag von einem der Bloggerei-Akteure auf – er ist mit einer Nadel gestrickt, die von Emotionen gezeichnet ist. Ich kenne das Phänomen von mir selbst. Wann immer eine in meinen Augen gute Sache von anderen abgeurteilt wird, gerate ich in Bedrängnis und versuche mich zu wehren. Früher bin ich noch viel öfter dem Gefühl erlegen, sofort reagieren zu müssen. Es ist, so habe ich festgestellt, besser, wenn man die Dinge eine Zeit sacken lässt. Das ist übrigens auch das schöne an der Bloggerei, ich muss nicht up to date bloggen, sondern kann es, bei Bedarf.
Fehlerteufel im Nacken
Bei Rob hat sich eindeutig der Fehlerteufel eingeschlichen. Wenn ich den Text als Deutschlehrer hätte korrigieren müssen, wäre mind. eine Schulnote wegen der hohen Fehlerquote abgezogen worden. Das ist, so denke ich, zum Teil eben den Emotionen zuzurechnen. Und das ist außerdem wenig hilfreich für die Sache der Bloggerei. Denn man macht sich selbst unglaubwürdig, wenn man im Blogartikel auf Erfolge verweist und die Professionalität der eigenen Arbeit rühmt, dann aber einen Text produziert, der auf dem Niveau eines Hauptschülers – pardon den Vergleich – rangiert. Ich nehme mir hernach immer noch die Zeit, selbst nach der Veröffentlichung, Fehler nachträglich zu korrigieren. Wenn mir die Anliegen im Text besonders wichtig erscheinen, tue ich dies sofort und möglichst vollständig. Ansonsten dann, wenn es mir auffällt.
Stein des Anstoßes
Auslöser für das neuerliche Sautreiben durch die Blogosphäre war offenbar der Artikel von “Selbständig im Netz“. Das Blog von Peer wurde aus dem Bloggerei-Index gelöscht und die Kommunikation zwischen beiden Parteien führte am Ende nicht dazu, dass Peer sich wieder anmeldete.
Für und Wider
Das wichtigste habe ich bereits gesagt. Ansonsten gibt es Gründe ein nofollow zu setzen, wenn man bei Google nicht in Ungnade fallen möchte. Genauso gibt es Argumente, die ein nofollow im Sinne der Produktivität und Funktionalität des Bloggerei-Indexes kritisch sehen müssen. Ich persönlich würde mich immer für das follow entscheiden, weil ich auch ansonsten auf Googles Hilfe nicht angewiesen sein möchte. Allerdings wird es schwer, in der heutigen Zeit, Google komplett zu entkommen. Und es gibt ja auch immer noch die Möglichkeit, den Feind von innen her zu bekämpfen.
Verständnis für Leute wie den StoiBär, der aus der Aktion nun die Konsequenz gezogen hat, sich aus dem Index abzumelden, kann man haben. Muss man aber nicht. Sajonara ist nicht mehr in der Bloggerei gelistet, weil der Index für uns effektiv nur wenig Nutzen hatte und beim Wechsel auf das neue Layout wir zu lange gebraucht haben, um den Blogbutton wieder einzubauen. Ergo flogen auch wir nach einer Zeit “unwiderbringlich” aus dem Index. Dieser Punkt oder Rückkehr war es, der mich dazu veranlasste, Sajonara nicht wieder anzumelden. Denn vor allem die Statistiken wären eine feine Sache gewesen, aber wenn die dann sofort und ohne Option auf Speicherung gelöscht werden.
Haar in der Bloggerei-Suppe?
Lupenrein war die Aktion der Bloggerei jedenfalls nicht. Zwar sind sie in gewisser Weise im Recht, weil die AGBs vorsehen, dass der Blogbutton-Code nicht verändert werden darf. Dies ist geschehen. Andererseits bestrafen sie Peer für etwas, das sie selbst nicht besser machen. Wer sich den Quellcode der Bloggereiseiten ansieht, wird im Index die Blogs mit nofollow-Attribut verlinkt sehen. Blöd, wenn man dann aber mit dem Zeigefinger umherläuft und auch noch betont, dass das nofollow-Attribut der Sache an und für sich nicht zuträglich sei. Ich kenne aber schon jetzt genügend Leute, auch einen Kumpel von mir, der wieder sagen wird, seht ihr, Blogger sind selbstbezüglich. Denn immerhin haben wir hier wieder nur ein virtuelles Politikum angefeuert.
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Tags Bloggerei, Blogosphäre, Google, Index, Pagerank
Kategorie Media · Autor Alexander Trust · 4 Kommentare

August 15, 2008 · 4:57 pm
Nachdem ich das Icon entfernte hatte, habe ich nun nach einer Woche die Meldung bekommen, dass ich mit allen Daten aus dem Index geflogen bin. Bleibt zu hoffen, dass die wirklich alles gelöscht haben.
August 15, 2008 · 5:13 pm
Ja, so ging’s hier ja auch, als das Layout sich verändert hat. Da war die Abstinenz des Logos nämlich zu lange. Ich glaub, wir werden es nie erfahren, ob sie “wirklich wirklich” alle Daten löschen.
March 14, 2009 · 5:01 pm
Hi
da kann ich gerne helfen, alle Daten werden gelöscht, wir legen sehr viel Wert darauf, eine saubere Datenbank zu haben.
viele grüße
rob
March 14, 2009 · 5:45 pm
Merkwürdig, ein Jahr danach. Jetz kräht doch kein Hahn mehr nach ner Antwort.