Nachsendeauftrag – nicht mehr kostenlos
{8}Es gab Zeiten, so zumindest erinnere ich mich, da war der Nachsendeauftrag der Deutschen Post kostenlos. Kann dies jemand bestätigen? Ich meine, natürlich kann ich in meinem Alter bereits an der Alzheimerschen Krankheit leiden, oder sonst irgendwie dement sein. Doch ich meine, dass der Nachsendeauftrag, den ich bei der Post letzte Woche für meine neue Adresse online angeordnet habe.
Bis zum 15. Februar 2009 ist mein Nachsendeauftrag für Privatkunden gültig und hat mich nur 15,20 Euro gekostet. Als Belohnung erhielt ich letztens ein Bestätigungsschreiben mit einem dünnen Gutscheinheftchen. 10% bei Europcar, die sowieso nicht die günstigsten Autoverleiher überhaupt sind. 25% bei einem Posterversender online und 30% auf einen Einkauf bei OBI. Die Deutsche Post scheint Lieblingsverbündete zu haben, und die Gutscheine sind mitunter das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt sind – kriegt man manche der Artikel auch ohne Rabatt andernorts günstiger.
Doch notwendig war der Antrag für mich trotzdem und seit heute erreicht mich dann umgestempelte Post. Die erste Sendung war, oh Freude, Werbung vom Mobilfunkdienstleister meines Vertrauens, der mich in die Arme eines Konkurrenten trieb, als es um die Einrichtung von DSL am neuen Wohnort ging. Dementsprechend habe ich meinen Datensatz bei selbigem online angepasst, selbst wenn die Post versprach, die einzelnen Briefeschreiber über die Adressänderung zu informieren.
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Tags Gutschein, Nachsendeauftrag, o2, Post
Kategorie Glocal · Autor Alexander Trust · 8 Kommentare

August 19, 2008 · 4:12 pm
Dass der Nachsendeantrag einmal kostenlos war kann ich Dir gerne bestätigen! Dass er nicht mehr ohne Beitrag zu haben ist, trifft aber auch schon seit gut geschätzten 5 Jahren zu! Den Gutschein-Kladderadatsch hatte ich einst nicht bekommen (vor ca. 2,5 Jahren). Den wiederum können sie aber auch gerne behalten wegen Mangel an Einsatzmöglichkeiten. Gut dass sich der Einsatz des Eintrag in Grenzen hält.
August 19, 2008 · 4:25 pm
Welchen Eintrag meinst du, Thomas?
August 19, 2008 · 8:42 pm
Du darfst jetzt dafür bezahlen, dass die Umzugsdaten von einem Tochterunternehmen (DP Adress oder so ähnlich) zweitverwertet werden.
Guckst Du:
http://unkreativ.twoday.net/stories/3229217/
August 19, 2008 · 8:57 pm
Man kann nicht alles haben. Sollte ich zu viele Werbeanrufe erhalten, werde ich den Werbern einen husten.
August 20, 2008 · 7:27 am
Mir ging es genau so wie dir. Mein erster Umzug ging bei der Post noch kostenfrei über die Bühne. Im letzten Jahr stand ich fassungslos in der Filiale: http://www.hasen-farm.de/2007/09/27/deutsche-post/
August 20, 2008 · 7:45 am
@Alexander:
Es hätte heißen sollen “Gut dass sich Einsatz des Antrages in Grenzen hält!
Das mit dem “einen husten” ist gar nicht so einfach. Die Kameraden kommen nachwievor ohne Rufnummernübermittlung hier an. Fragt man dann nach Name der Firma etc. legen sie ggf. wieder auf oder wimmeln ab. Ich würde gerne mal “husten”
August 1, 2010 · 8:14 pm
1. August 2010. Jetzt – in der Urlaubszeit – erinnere ich mich: Früher wurde sogar die Zeitung kostenfrei in den Urlaub nachgesendet. Nicht unbedingt, weil ich nicht abschaltren kann von der Stadt, aber der Briefkasten wurde nicht verstopft. Seit fast zehn Jahren (weil halt das Internet intensiv genutzt wird) abonniere ich keine Zeitung mehr. Jemand hat geschrieben, bis etwa vor fünf Jahren war der Nachsendeauftrag (Nachsendeantrag früher) kostenlos. Ich will nicht behaupten, daß ich echt entsetzt war, irgendeinen Preis hatte ich beinahe erwartet. Weil ich heute – nach etlichen Jahren – diesen Service in Anspruch nehmen wollte. Na gut, dann eben nich’! Service vermitteln kommt ursächlich von Dienstleistung. Dienst wiederum bedeutet, eine Beziehung zu fördern – nämlich zwischen Auftraggeber und Kunde. Unangemessener Service, wie hier im konkreten Beispiel von der Post angeboten, gerät schnell in den schlechten Geruch, den man mit einem alten sächsischen Ausdruck “behumsen” nennt. Dies meint nicht schlechthin “bescheißen”; es ist sozusagen die abgemilderte Form im Sinne von schlitzohrig jemanden über’n Tisch ziehen, weil der zu dem Angebot kaum eine Alternative hat. Alle Hände weg von dieser Art von “Dienstleistern”!!!
August 1, 2010 · 8:17 pm
Das Problem ist nur, hierzu gibt es eigentlich keine Alternative.