Obacht an der Kasse
{1}Wer viele Dinge einkaufen geht, den Einkaufswagen gerammelt voll hat, dem fällt vielleicht nicht immer auf, wenn an der Kasse aus versehen 2 Mal die Butter, anstatt nur ein Mal abgerechnet wurde. Ob nun 51,39 oder 53,04 Euro unter dem Kassenzettel stehen. Manchen macht das nicht skeptisch. Doch das sollte es.
Wir sind in den letzten Wochen ziemlich häufig einkaufen gewesen, weil wir den Hausstand aufbessern mussten und immer wieder größere Einkäufe tätigen mussten. Mittlerweile werden die Einkäufe kleiner, die Erlebnisse allerdings bleiben die gleichen. Heute mussten wir nach dem Getränkekauf an die Information, uns Geld auszahlen lassen. Wir hatten mit Karte bezahlt, und die Kassiererin konnte nicht einfach so zurückbuchen.
Sie bot uns an, wir könnten, wenn wir wollten, natürlich auch noch einen zweiten Kasten Cola holen gehen. Nein, Gnädigste, nicht mit uns. Denn wir warten auf das nächste Angebot. Denn ohne Pfand kostet ein Kasten Cola (1 Liter-Flaschen) in der Regel 9,49 Euro. In 4 größeren Einkaufszentren und Getränkemärkten bei uns um die Ecke ist das der Standardpreis. Allerdings gab es die Kästen im letzten Monat an drei von vier Verkaufsstellen jeweils zur nächsten Woche im Angebot. Von 7,45 Euro bis zu 6,49 Euro war alles dabei. Warum sollten wir also jetzt unnötigerweise einen zweiten Kasten für 3 Euro mehr mitnehmen? Nicht mit uns. Also sind wir an die Information und haben uns das Geld auszahlen lassen.
Vor zwei, drei Wochen hatte man uns an einer Kasse die Getränkepfandbons unterschlagen und nicht vom Preis abgezogen. Ein andermal hatte man 3 Mal Hackfleisch gebucht, obwohl wir nur eines gekauft hatten. Zunächst scannte die Verkäuferin den Preis, dann wiesen wir sie darauf hin, dass das Fleisch im Angebot sei. Sie wollte sich korrigieren… buchte hin, buchte zurück. Am Ende buchte sie noch eine Lauchzwiebel obendrauf und versicherte uns, dass wir nur die Lauchzwiebel bezahlen würden. Aber, psst, wir dürften niemandem davon erzählen, dass sie die Lauchzwiebel anstelle des Hack gebucht hätte. Was die Gute nicht wusste, oder zumindest so tat, als wüsste sie es nicht, sie buchte uns das Hack trotzdem ab, und zwar zum regulären Preis.
Wir standen an derselben Kasse in der Schlange bereits eine Weile an. Bei den Kunden vor uns ging ebenfalls einiges daneben. Statt der 0,33 Liter-Bierflaschen, hatte die Dame zum Beispiel den Kasten mit den 0,5 Liter-Flaschen gebucht. Wieder einem Paar aus den Niederlanden, dass es nicht merkte, hielt sie unnötig viele Dosen Hundefutter ab. Mein Rat für alle, die Einkaufen gehen, schaut hernach auf den Kassenzettel und vergleicht, ob ihr auch alles im Wagen liegen habt. Schnell wird mal was doppelt über den Scanner gezogen, und am Ende läppert es sich.
Ein Schelm jedenfalls, wer dabei Böses denkt. Man müsste nach Informanten suchen, und fragen, ob große Supermarktketten wie Real, Extra, Edeka, Kaufland und Co. dies nicht sogar absichtlich machen. Werden VerkäuferInnen vielleicht darauf geschult, gezielt mehrfach einzuscannen. So hat am Ende der Supermarkt über das Jahr verteilt mehrstellige Summen eingenommen, denn Kleinvieh macht immerhin auch Mist.
Hinzufügen zu del.icio.us, Mr. Wong, LinkARENA, SEOigg
Tags Bier, Cola, Edeka, Extra, Hackfleisch, Kasse, Kaufland, Lebensmittel, Real, Scanner, Sonderangebot, Supermarkt
Kategorie Glocal · Autor Alexander Trust · 1 Kommentar

September 3, 2008 · 3:13 pm
Das Beste an der Sache ist doch, dass man als aufmerksamer Kunde schnell “negativ” auffällt. Nicht nur die Kassiererin hegt fortan einen Groll gegen einen, auch die anderen “Mitwartenden” in der Schlange tun so, als sei man Schuld daran, dass sich die ganze Sache noch weiter verzögert. Ich persönlich weiß nicht, ob sie in der Situation nicht genauso reagiert und die Kassiererin auf ihren Fehler aufmerksam gemacht hätten- v.a. dann, wenn es um mehr als nur “eine extra eingebuchte Lauchzwiebel” geht.
Aber solange es nicht um ihr eigenes, sondern um das Geld anderer Leute geht, wird schnell wieder die Visage heruntergeklappt und die “nein,- was- sind- die- Anderen- alle- böse- und pedantisch” Einstellung eingenommen.